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Nr. 429a
Tageswanderung 
Region Appenzell AR
Webcam Gais
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Gais, Unterer und Oberer Gäbris
Anreise: Bahn nach Gais
Rückreise: Bahn ab Gais -(Fahrplan)
Wanderlandkarte
zur Detailkarte (gezeichnet mit SchweizMobil Plus)

Blick vom Sommerberg
                ins RheintalRundwanderung Gais - Sommersberg - Gäbris - Gais

Gewandert: November 2016, Okt 2018, Mai 2019

3h30, auf- und abwärts je 480m
Gais 917m - Buchen - Stoss, Hebrig 971m (30min) - Untere Egg - Egg 1030m - Sommersberg 1172m (45min) - 1060m - Schwäbrig 1150m - Picknickplatz Gäbrisseeli 1170m (50min) - Gasthaus Unterer Gäbris 1200m (15min) - Gasthaus Oberer Gäbris 1246m (10min) - Schochengäbris - Obergais 1093m - Gerstern - Gais 917m (1h)

Die Café-Conditorei Böhli beim Bahnhof Gais passt ideal für einen Startkaffee. Unterhalb der Aussentreppe befindet sich der Hauptwegweiser und eine erste der vielen Ziegen-geschmückten Holzbänke - wir folgen ja dem Laura-Weg.
Um möglichst lange auf den Wiesenpfaden zu laufen, wählen wir den Weg rechts, am Geleise der Gais-Altstätten-Bahn entlang. Nach dem zweiten Bahnübergang verläuft er in der Wiese direkt neben dem Geleise und führt zum riesigen Nussbaum an der Gratkante hinauf. Dort drehen wir nach links.

Auf dem aussichtsreichen Wiesengratweg kommen wir an einem kleinen Aussichtspunkt mit Sitzbänken vorbei; schöner Blick auf den Säntis und den ganzen Alpstein. Wer will, kann auf dem Grat bleiben; markiert ist der Weg links am Haus vorbei zur Verzweigung Buchen. Hier kämen wir auf Trottoirwegen von der Dorfkirche her. Der grasige Weg führt schräg aufwärts zum Grat hinauf. Bald erreichen wir den Weiler Stoss mit der Haltestelle Hebrig. Dort kreuzen wir die Strasse und drehen nach der Treppe rechts ab.

Wurzelweg zum Sommersberg-GipfelWir sind auf dem Ausläufer des Sommersbergs, den wir auf Wiesen- und Waldgratwegen erklimmen werden. Bei der Unteren Egg sind zwei Varianten angezeigt; wir wählen die Route über "Obere Egg", auch als Meteo-Wanderweg markiert. Am hübschen Hof Egg vorbei steigen wir auf Wiesenwegen zum Aussichtspunkt hinauf. Ruhebank mit Blick über Gais und den Alpstein. Weiter oben am Waldrand steht neben einer weiteren Ruhebank eine Meteo-Lehrtafel; sie erklärt die Entstehung des Föhns, der hier orkanartig blasen kann.

Die nächsten zwanzig Minuten - nun auf Wurzelpfaden im Wald - sind anstrengend; steil gehts bergauf. Um Kinder aufzumuntern, gibt es unterwegs verschiedene Spielattraktionen. Auf dem Gipfel des Sommersbergs kommen wir auf offenes Weidegebiet, der Blick ins Rheintal, in die Alpen von Liechtenstein und zum Säntis ist überwältigend. Die Wirtschaft Sommersberg wird 2019 abgebrochen; ein Neubau ist geplant.

Nun Richtung "Gäbris", alle andern Abweigungen ignorierend. Unsere Route führt abwärts, zunächst auf der Naturstrasse, dann auf Waldwegen hinunter in die feuchte Senke, wo Heidengebüsche, Moorflächen und Riedgras ein hübsches Bild geben. Durch die Wiese aufwärts zum Schwäbrig. Hinter den Häusern führt ein Wiesenpfad zum Fahrsträsschen. Ihm folgen wir leicht aufwärts, wandern durch ein Waldstück und erreichen am Waldrand einen grosszügigen Picknickplatz mit Holz und Feuerstelle. Bereits ist das Gäbrisseeli zu sehen, an dem wir vorbeikommen. Der romantische Moorsee ist Privatbesitz und darf umwandert werden.

Auf dem Strässchen erreichen wir in knapp 10 Minuten das Gasthaus Unterer Gäbris. Die ganze Alpsteinkette ist zu sehen, das Einkehren eine Freude. Wer gedörrte Birnen gern hat, versuche den köstlichen "Schlorzifladen"!  Eine knappe Viertelstunde weiter vorn auf der Hügelkette steht das Gasthaus Oberer Gäbris - wer möchte, kann via Antennenhügel auf Wiesenwege ausweichen. Oben im Gartenrestaurant erwartet uns wieder diese Traumaussicht; eine Panoramatafel beantwortet manches Bergrätsel.

Vor und nach dem Gäbris gibt es direkte Wege nach "Gais" (sie würden in den westlichen Teil vom Dorf führen). Wir aber folgen den Natursträsschen und Wiesenwegen Richtung "Obergais", am Schochengäbris vorbei. Nach der Verzweigung in Obergais wandern wir durch die Wiese zum letztes Laura-Holzhäuschen mit Ruhebank. Durch die eingezäunte Kuhweide gehts steil abwärts zum Weiler Gerstern. Auf dem Teersträsschen kurven wir 10 Minuten nach Gais hinunter.

Vom Restaurant Hirschen gegenüber der Kirche queren wir rechts über den schönen Dorfplatz. Die Häuserzeile mit den Rokoko-Dächern, der grosse Bärenbrunnen sind eine Augenweide. Links im Pärklein vor dem Café Böhli steht eine Wetterstation, Teil des Meteowegs, dem wir heute begegnet sind. Am Café-Conditorei Böhli vorbei erreichen wir den Bahnhof Gais.

Dorfplatz
                  Gais
Dorfplatz Gais
Egg zwischen Gais und und
                  Sommersberg
Egg zwischen Gais und Sommersberg
Gäbrisseeli
Gäbris-Seeli
Wirtschaft Unterer Gäbris
Gasthaus Unterer Gäbris
Meteo-Weg bei
                    Schwäbrig; Blick auf Sommersberg und Säntis
Gasthaus Oberer Gäbris

Obergais, Blick auf Gais
Blick auf Gais

Wegzeiten für die umgekehrte Route:

Obergais, Blick zum SäntisVariante Gais 917m - Gäbris - Suruggen - Landmark 1003m
2h20, aufwärts 390m, abwärts 300m

Rückmeldung von Margrit B. - vielen Dank!

Laura's Malplatz
            SchochengäbrisDer Aufstieg von Gais zum Gäbris verläuft auf einem Teil von Laura’s Lieblingsplätze-Weg und bietet Schulkindern oder wanderfreudigen Kindergartenkindern mehrere Spielmöglichkeiten auf Sitzbänken an aussichtsreicher Lage oder in kleinen hübschen Holzhüttchen. Allerdings ist zu beachten, dass der Aufstieg doch auf 3,5 km immerhin 344 Höhenmeter beträgt, was von Kindern Freude am aufwärts Wandern voraussetzt. Vielleicht hilft da ein zusätzliches Sach- oder Kinderbuch zu Ziegen im Rucksack oder einfach nur reichlich eingeplante Zeit?

Das Restaurant „Oberer Gäbris“ steht an aussichtsreicher Traumlage mit Blicken zum Bregenzer Wald, ins Vorarlbergische,  in die Bündner und Glarner Alpen inkl. Rigi- und Mythenregion (Pfänder, Zugspitze, Hoher Freschen, Zimbaspitz etc.), traumhafte Ausblicke in den Alpstein und Weitsicht bis zum Bodensee.

GäbrisseeliGäbrisseeli, Avis
            vom LandwirtDas Bijou Gäbrisseeli wurde von einem Landwirt angelegt und wird von seinen Erben weiter gepflegt. Es stand Ende Mai in voller Blütenpracht, eine gemütliche Umrundung (mit Sitzmöglichkeit) ist sehr zu empfehlen. Wer sich mit einer kleinen Anerkennung an dem Unterhalt des Bijou’s beteiligen will, findet eine kleine Kasse beim Zugang zum Seelein. 

Nach dem Gäbrisseeli führte mein Wanderweg stets aussichtsreich weiter via Ruhsitz, Kellersegg und Suruggen nach Landmark (Bushaltestelle).

Zum Abschluss:
In Landmark nahm ich das Postauto nach Heiden, dort konnte ich gerade noch rechtzeitig den Kirchturm besichtigen (Oeffnungszeiten beachten). Wiederum prächtigste Aussicht ringsherum und vor allem über die Bodensee-Region bis weit nach Deutschland hinein. Fahrt mit der Heiden-Rorschach-Bahn nach Rorschach hinunter."


Gasthäuser
Restaurant Gäbris, Aussicht auf den
                    Säntis, Mai 2019
Links
Karten und Bücher
  • 1:25'000 Wanderkarte Appenzellerland, mit Natur- und Hartbelag, doppelseitig , bei http://www.appenzeller-wanderwege.ch
  • 1:50'000 Wanderkarte Blatt 227T Appenzell, bei http://www.wandern.ch oder https://shop.swisstopo.admin.ch
  • Digitale Karten: https://map.wanderland.ch, Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten und ÖV-Haltestellen
  • "Sommerwandern im Appenzellerland", von Hand geschriebenes und gezeichnetes Wanderbuch von Hannes Stricker, bei Amazon.de
  • "Appenzellerland - die schönsten Tal- und Höhenwanderungen", Rother, bei Amazon.de
  • "Kreuz und quer durchs Toggenburg", Wanderungen zwischen Säntis und Schnebelhorn, bei Amazon.de
  • Appenzeller Bildkalender, Geschenkidee für Liebhaber des Appenzellerlands, bei Appenzeller Verlag
  • Gais-Rotloch-Bühler-Hohe Buche-Wissegg-Gäbris-Schwäbrig-Sommersberg-Gais, 7h in: "Die schönsten Panoramatouren in der Schweiz", bei Amazon.de
Wanderungen im Gebiet

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