| Nr.
102
2-Tageswanderung Region Appenzell |
Karte
- Webcam
Appenzell mit Säntis |
| Schwierigkeit: | sportlich |
| Einkehrmöglichkeit: | siehe Liste |
| Übernachtung: | St. Anton |
| Anreise: | Bahn nach Rorschach |
| Rückreise: | Bahn ab Appenzell-Fahrplan |
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Von Rorschach nach Appenzell
Eine Wanderung mit wunderschönen
Ausblicken auf Bodensee, Säntis, Bregenzer- Toggenburger- und Liechtensteinerberge,
mit wenig Hartbelag und vielen Panoramawegen auf Kreten. Das Appenzellerland
ist perfekt erschlossen mit Restaurants und dem öffentlichen Verkehrsnetz
(rot), was bedeutet: die Strecken können
nach Belieben abgekürzt oder an unzähligen Verzweigungen abgeändert
werden. Wir überqueren mehrere Male die Kantonsgrenzen SG, AI und
AA.
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1. Tag: aufwärts 1020 m, abwärts
380 m, 4.30 h
Route: Rorschach 400m - Wartensee
550m (0.45 h) - Landegg (0.30 h) - Fünfländerblick 869m (0.35
h) - Grub SG 815m (0.10 h) - Kaienspitz/Gupf 1119m - Kaien 967m - Langenegg
- St.Anton 1100 m (2.30 h)
In
der Unterführung des Bahnhofs Rorschach gehen wir bergseitig
zum Wegweiser Richtung "St.Anton", der uns parallel zu den Geleisen der
Strasse entlang in einer Viertelstunde nach Wiggen
führt. Auf Quartierstrassen und Kieswegen gehts nun bergauf Richtung
"Wartensee". Wir kommen am Schlossgut Wiggen vorbei, gehen kurz
auf dem Trottoir zur Busstation "Bernerhüsli", wo rechts der Weg weiter
bergan führt. Wir unterqueren die Autobahn und gelangen 10 Minuten
später zum Schloss Wartensee,
das heute als Tagungszentrum benützt wird. Es lohnt sich, die Parkanlage
in einem 10-minütigen Umweg zu besichtigen, schon wegen der wunderschönen
Aussicht auf den Bodensee. Das Schloss Wartensee ist heute ein Tagungszentrum
mit Restaurant.

Landegg
ist ein weiteres Tagungszentrum mit schönem Weitblick. Bis zum Fünfländerblick
ist der Weg wieder bestens beschildert. Obwohl der letzte Aufstieg (ca.
1 km) auf Hartbelag verläuft, lohnt er sich, wenn die Sicht gut ist,
sonst kann schon vorher nach Grub abgezweigt werden. Beim Fünfländerblick
erwartet uns ein schöner Picknickplatz mit einer einzigartigen Aussicht
auf fünf Länder: Die Schweiz, Vorarlberg, Bayern, Baden und Würtemberg.
Wer einkehren möchte, findet 5 Minuten entfernt das Aussichtsrestaurant
Fünfländerblick.
Bei der nahen Lourdes-Kapelle zweigt ein Pfad nach links ab, zum Wald hinunter, dann durch das St.Galler Grub und 15 Minuten später zum Ausserrhoder Grub. Ob das bei der Post nicht zu Komplikationen führt? Wir haben rund die Hälfte unserer Wanderung hinter uns; Zeit zum Einkehren. Da die Wirtschaften im Dorf alle geschlossen sind, rät uns ein Einheimischer, die ca. 500 m nach links der Strasse entlang zum "Hirschen" zu gehen, wo wir dann auch gut, günstig und sehr freundlich bedient wurden. Die Wirtin ist die Tante der Skirennfahrerin Sonja Naef, deren Medaillen im Schrank des Fanclubs ausgestellt sind. Der "Hirschen" sei im Sommer wegen seiner Balkonblumen weitherum bekannt.
Um auf den Wanderweg zu treffen, der vom Dorf her rechtwinklig in die Höhe führt, können wir nach ca. 200 m auf der Strasse schräg links hinauf durch ein Villenquartier wandern. Dem Waldrand entlang kommen wir zu einem Bauernhaus und folgen dem Wegweiser "Kaienspitz/Gupf". Von hier bis zum Scheidweg/Kaien mussten wir wieder die Karte zu Rate ziehen. Der Wegweiser zeigt auf einen Wiesenpfad schräg in die Höhe. Den Stall links umrunden (rechts ist es sumpfig); dort sind weitere Markierungen sichtbar. Im Wald oben bei Unsicherheiten einfach immer auf dem breiten Weg aufwärts wandern bis zum Naturfreundehaus. Falls die Sicht schlecht ist, kann hier direkt zum Scheidweg hinuntergestiegen werden. Sonst wartet ein weiterer grandioser Aussichtspunkt auf uns, der liebevoll mit Feuerstelle, Holz und einem gedeckten Picknickplatz ausgerüstet ist. Der Pfad auf diesen "Gupf" und auf der andern Seite hinunter Richtung Rehetobel ist ein Genuss.
Am Waldeingang verwirrt uns ein ganzer Strauss von Wegweisern.
Wir könnten nun direkt über "Tanne" nach St.Anton hinaufsteigen; der Weg ist aber grösstenteils geteert. Besser und lehrreicher ist es, dem Gesundheitsweg Richtung Oberegg zu folgen, und erst beim nächsten Wegweiser nach St. Anton abzuweigen. Den letzten Kilometer müssen wir auch hier auf Asphalt wandern.
St. Anton bietet einen wunderbaren Rundblick, eine beliebte Hochzeitskapelle, eine Bäckerei und das Hotel Rössli, wo tagsüber viele Cars und Töff-Freaks einkehren und Velofahrer vorbei trainieren, wo aber nachts Ruhe einkehrt und wir am Morgen von den Schweinen zur richtigen Zeit geweckt werden. Kompetentes und freundliches Personal!
2. Tag: aufwärts 810 m, abwärts
1100 m, 5 h
Route: St.Anton 1100m - Haggen 1003
m (0.20 h) - Landmark 1003m - Suruggen (1200 m) - Ruesitz 1142m - Schwäbrig
1058m - Sommersberg 1172m - Hebrig 972m - Gais/Zwislen 914m -
Guggerloch 930m - Spital 790m - Appenzell 785 m
Bei
Landmark
erinnert ein Markstein, dass hier SG, AI und AA zusammentreffen. Oberhalb
vom Stall ist am Boden eine Abkürzung durch die Wiesen markiert. Wir
wandern einem schönen Gratweg entlang über den "Suruggen".
Bei schlechtem Wetter weist zuoberst eine Tafel (5 Min.) zu einer gedeckten
Feuerstelle. Beim
Ruesitz könnten wir über den Gäbris
nach Gais oder nach Trogen wandern.
Wir wählen aber den Weg über Schwäbrig (Sitz der Meteomedia), dann über Moorwiesen hinauf zum Sommersberg (Alpwirtschaft). Wir befinden uns nun gegenüber vom Gäbris. Über Weiden und Wald, immer auf dem Bergrücken, bis er sich zur Haltestelle Hebrig hinuntersenkt. Ab hier den Wegweiser Richtung "Appenzell" benützen. Immer dem Wiesengrat folgend, kommen wir zu den Picknickbänken oberhalb Gais.
Wir steigen nach Zwislen hinunter, umgehen den Weiler auf einem Pfad und kommen direkt zum Restaurant Bären mit seiner Berner Sennenhundezucht. Den jungen Hunden hätten wir stundenlang zuschauen können. Wer nun will, kann die Schuhe für eine halbe Stunde ausziehen. Schöne Wiesenpfade führen uns durch ein trockengelegtes Moorgebiet, durch Weiden, beim Mendli, links vom "Sammelplatz"vorbei bis zum Guggerloch (Kapelle). Der Pfad nennt sich denn auch "Kapellenweg".
Durch moorige Wiesen gehts bergab zur Bushaltestelle Bleichenwald. Wir überqueren Geleise und Strasse und wandern zuerst auf dem Trottoir, dann wieder auf schönen Naturwegen zum Kreisel beim Spital hinunter. Nach links, auf dem Trottoir der Gaiserstrasse, gehen wir bis zur Brücke und dort rechts in die Fussgängerzone hinein. An den vielen interessanten Läden und gemütlichen Gartenrestaurants gelangen wir ins Dorfzentrum von Appenzell und spazieren beim Hotel Löwen links zum Bahnhof hinauf.
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