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Nr. 102
2-Tageswanderung 
Region Appenzell
Webcam Appenzell mit Säntis
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: siehe Liste
Übernachtung: St. Anton
Anreise: Bahn nach Rorschach
Rückreise: Bahn ab Appenzell-Fahrplan

Aussichtspunkte und Panoramawege im Appenzellerland

Von Rorschach nach Appenzell

Eine Wanderung mit wunderschönen Ausblicken auf Bodensee, Säntis, Bregenzer-Toggenburger- und Liechtensteinerberge, mit wenig Hartbelag und vielen Panoramawegen auf Kreten. Das Appenzellerland ist perfekt erschlossen mit Restaurants und dem öffentlichen Verkehrsnetz, was bedeutet: die Strecken können nach Belieben abgekürzt oder an unzähligen Verzweigungen abgeändert werden. Wir überqueren mehrere Male die Kantonsgrenzen SG, AI und AA.
Anfang und Ende der Route sind gleich wie bei Nr. 103 (Rorschach - Heiden - Trogen - Gäbris - Appenzell) - dazwischen ist alles anders.
Gewandert: Mitte Mai 2001.

Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobil Plus

1. Tag: aufwärts 1020m, abwärts 380m, 4h30
Route: Rorschach 400m - Wartensee 550m (45min) - Landegg (30min) - Fünfländerblick 869m (35min) - Grub SG 815m (10min) - Kaienspitz/Gupf 1119m - Kaien 967m - Langenegg - St.Anton 1100m (2h30)

In der Unterführung des Bahnhofs Rorschach gehen wir der Strasse entlang in einer Viertelstunde nach Wiggen führt. Auf Quartierstrassen und Kieswegen gehts nun bergauf Richtung "Wartensee". Wir kommen am Schlossgut Wiggen vorbei, gehen kurz auf dem Trottoir zur Busstation "Bernerhüsli", wo rechts der Weg weiter bergan führt. Wir unterqueren die Autobahn und gelangen 10 Minuten später zum Schloss Wartensee, das heute als Tagungszentrum benützt wird. Es lohnt sich, die Parkanlage in einem 10-minütigen Umweg zu besichtigen, schon wegen der wunderschönen Aussicht auf den Bodensee. Das Schloss Wartensee ist heute ein Tagungszentrum mit Restaurant.


An der Strasse gegenüber dem Schlossgarten befindet sich der gelbe Wegweiser. Wir folgen dem schmalen Pfad, der über die Wiese  zum Wald hinaufführt. Beim Tobelrand gut auf die Markierungen achten und immer dem Wegweiser "Fünfländerblick/Landegg" folgen! Bei den neuen Häusern führt der Weg links zum Waldrand, dem wir bis zum Schluss folgen. Nun schlängelt sich der Weg dem Hang entlang und um die Holzhäuschen des Kurhotels Seerose herum. Von der Strasse gehts zum Bach hinunter und ihm entlang auf schönem Pfad bergauf..

Landegg ist ein weiteres Tagungszentrum mit schönem Weitblick. Bis zum Fünfländerblick ist der Weg wieder bestens beschildert. Obwohl der letzte Aufstieg (ca. 1 km) auf Hartbelag verläuft, lohnt er sich, wenn die Sicht gut ist, sonst kann schon vorher nach Grub abgezweigt werden. Beim Fünfländerblick erwartet uns ein schöner Picknickplatz mit einer einzigartigen Aussicht auf fünf Länder: Die Schweiz, Vorarlberg, Bayern, Baden und Würtemberg. Wer einkehren möchte, findet 5 Minuten entfernt das Aussichtsrestaurant Fünfländerblick.

Bei der nahen Lourdes-Kapelle zweigt ein Pfad nach links ab, zum Wald hinunter, dann durch das St.Galler Grub und 15 Minuten später zum Ausserrhoder Grub. Ob das bei der Post nicht zu Komplikationen führt? Wir haben rund die Hälfte unserer Wanderung hinter uns; Zeit zum Einkehren. Da die Wirtschaften im Dorf alle geschlossen sind, rät uns ein Einheimischer, die ca. 500 m nach links der Strasse entlang zum "Hirschen" zu gehen, wo wir dann auch gut, günstig und sehr freundlich bedient wurden. Die Wirtin ist die Tante der Skirennfahrerin Sonja Naef, deren Medaillen im Schrank des Fanclubs ausgestellt sind. Der "Hirschen" sei im Sommer wegen seiner Balkonblumen weitherum bekannt.

Um auf den Wanderweg zu treffen, der vom Dorf her rechtwinklig in die Höhe führt, können wir nach ca. 200 m auf der Strasse schräg links hinauf durch ein Villenquartier wandern. Dem Waldrand entlang kommen wir zu einem Bauernhaus und folgen dem Wegweiser "Kaienspitz/Gupf". Von hier bis zum Scheidweg/Kaien mussten wir wieder die Karte zu Rate ziehen. Der Wegweiser zeigt auf einen Wiesenpfad schräg in die Höhe. Den Stall links umrunden (rechts ist es sumpfig); dort sind weitere Markierungen sichtbar. Im Wald oben bei Unsicherheiten einfach immer auf dem breiten Weg aufwärts wandern bis zum Naturfreundehaus. Falls die Sicht schlecht ist, kann hier direkt zum Scheidweg hinuntergestiegen werden. Sonst wartet ein weiterer grandioser Aussichtspunkt auf uns, der liebevoll mit Feuerstelle, Holz und einem gedeckten Picknickplatz ausgerüstet ist. Der Pfad auf diesen "Gupf" und auf der andern Seite hinunter Richtung Rehetobel ist ein Genuss.

Am Waldeingang verwirrt uns ein ganzer Strauss von Wegweisern.


Der direkte Weg ist  "Scheidweg/Kaien". Es geht abwärts durch den Wald. 15 Minuten später überqueren wir in Kaien beim Restaurant Scheidweg die Strasse und folgen von nun an dem "Gesundheitsweg" bis St. Anton. Er fordert uns auf, den Aufstieg zur Langenegg barfuss unter die Füsse zu nehmen (schöner Blick auf den Bodensee)!

Wir könnten nun direkt über "Tanne" nach St.Anton hinaufsteigen; der Weg ist aber grösstenteils geteert. Besser und lehrreicher ist es, dem Gesundheitsweg Richtung Oberegg zu folgen, und erst beim nächsten Wegweiser nach St. Anton abzuweigen. Den letzten Kilometer müssen wir auch hier auf Asphalt wandern.

St. Anton bietet einen wunderbaren Rundblick, eine beliebte Hochzeitskapelle, eine Bäckerei und das Hotel Rössli, wo tagsüber viele Cars und Töff-Freaks einkehren und Velofahrer vorbei trainieren, wo aber nachts Ruhe einkehrt und wir am Morgen von den Schweinen zur richtigen Zeit geweckt werden. Kompetentes und freundliches Personal!


2. Tag: aufwärts 810m, abwärts 1100m, 5 h
Route: St.Anton 1100m - Haggen 1003 m (20min) - Landmark 1003m - Suruggen (1200m) - Ruesitz 1142m - Schwäbrig 1058m - Sommersberg  1172m - Hebrig 972m - Gais/Zwislen 914m - Guggerloch 930m - Spital 790m - Appenzell 785m


Die erste Etappe von St.Anton hinunter nach Haggen ist zwar asphaltiert, aber morgens beinahe verkehrsfrei. Oberhalb Haggen zweigt ein Alpweg nach links ab nach Landmark, Restaurant.

Bei Landmark erinnert ein Markstein, dass hier SG, AI und AA zusammentreffen. Oberhalb vom Stall ist am Boden eine Abkürzung durch die Wiesen markiert. Wir wandern einem schönen Gratweg entlang über den "Suruggen". Bei schlechtem Wetter weist zuoberst eine Tafel (5 Min.) zu einer gedeckten Feuerstelle. Beim Ruesitz könnten wir über den Gäbris nach Gais oder nach Trogen wandern.

Wir wählen aber den Weg über Schwäbrig (Sitz der Meteomedia), dann über Moorwiesen hinauf zum Sommersberg (Alpwirtschaft). Wir befinden uns nun gegenüber vom Gäbris und geniessen eine tolle Aussicht ins Rheintal und zum Säntis. Bis Gais werden wir dem Erlebnisweg "Laura's Lieblingsplätze" und dem "Meteo-Wanderweg" folgen. Schöne Wege über Weiden und Wald, immer auf dem Bergrücken, bis er sich zur Haltestelle Hebrig hinuntersenkt. Ab hier den Wegweiser Richtung "Appenzell" benützen. Immer dem Wiesengrat folgend, kommen wir zu den Picknickbänken oberhalb Gais.

Wir steigen nach Zwislen hinunter, umgehen den Weiler auf einem Pfad und kommen direkt zum Restaurant Bären mit seiner Berner Sennenhundezucht. Den jungen Hunden hätten wir stundenlang zuschauen können. Wer nun will, kann die Schuhe für eine halbe Stunde ausziehen. Wiesenpfade führen uns durch ein trockengelegtes Moorgebiet und Weiden. Beim Mendli links am"Sammelplatz" vorbei bis zum Guggerloch (Kapelle). Der Pfad nennt sich denn auch "Kapellenweg".

Durch moorige Wiesen gehts bergab zur Bushaltestelle Bleichenwald. Wir überqueren Geleise und Strasse und wandern zuerst auf dem Trottoir, dann wieder auf schönen Naturwegen zum Kreisel beim Spital hinunter. Nach links, auf dem Trottoir der Gaiserstrasse, gehen wir bis zur Brücke und dort rechts in die Fussgängerzone hinein. An den vielen interessanten Läden und gemütlichen Gartenrestaurants gelangen wir ins Dorfzentrum von Appenzell und spazieren beim Hotel Löwen links zum Bahnhof hinauf.

Blick vom
                  Suruggen. Bild: www.wanderforum.ch
Blick vom Suruggen
Schwäbrig, Meteo-Wanderweg, Nov.2016
Schwäbrig, Meteo-Wanderweg
Wegweiser Sommersberg, Nov.2016
Wegweiser Sommersberg
Wiesengratweg Sommersberg - Gais, Nov.2016
Blick auf Säntis und Gais
Appenzell
Appenzell

Gasthäuser
  • Grub AR: Rest. Hirschen, Tel. 071 891 17 40
  • Kaienspitz: Naturfreundehaus Kaienhaus, Tel. 071 877 11 98 oder 071 855 16, am Wochenende bewartet
  • ob Rehetobel (Variante): Gasthaus zum Gupf, Reservation empfehlenswert (gehobener Standard) Tel. 071 877 11 10, Zimmer, Mo/Di geschl.
  • Kaien: Rest. Rössli am Kaien, Nasenstrasse 2, Tel. 071 870 00 57 
  • St.Anton: Pension Alpenhof, Tel. 071 890 08 04, Zimmer
  • St.Anton: Rest.St.Anton, Tel. 071 891 24 42, schönes Ausflugsrestaurant, Mi geschl. (keine Übernachtung)
  • St.Anton: Café Breu, Tel. 071 891 16 93
  • St.Anton: Naturfreundehaus Tönihuus (für Gruppen)
  • Landmark: Rest. Landmark, Tel. 071 755 13 94
  • Sommersberg: Rest.Sommersberg, Tel. 071 793 11 31, ganzjährig geöffnet, Mo/Di Ruhetag 
  • Zwislen/Gais: Rest. Bären, Tel. 071 793 11 77 (Mo/Di geschl.)
  • Weitere Gasthäuser: siehe Liste 2-Tageswanderung Nr. 103
Links
Karten und Bücher
  • 1:25'000 Wanderkarte Appenzellerland, mit Natur- und Hartbelag, doppelseitig , bei http://www.appenzeller-wanderwege.ch
  • 1:50'000 Wanderkarte Blatt 217T und 227T, bei http://www.wandern.ch oder https://shop.swisstopo.admin.ch/
  • 1:60'000 St.Gallen, Appenzellerland, Toggenburg, Rheintal, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
  • Online Panoramakarte Appenzellerland
  • Digitale Karten:
  • "Sommerwandern im Appenzellerland", von Hand geschriebenes und gezeichnetes Wanderbuch von Hannes Stricker, bei Amazon.de
  • "Appenzellerland - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen", Rother Wanderführer, bei Amazon.de
  • Gais - Heiden, "Die schönsten Gratwanderungen der Schweiz", AT-Verlag, bei Amazon.de
  • Gais - Gäbris - Chastenloch - Kaien - Heiden (6 h), in "Bodenseeberge - 40 Touren zwischen Hegau und Säntis", bei Amazon.de
  • Appenzeller Panorama-Kalender, Geschenkidee für Liebhaber des Appenzellerlands, bei Appenzeller Verlag
  • "Genusswandern Bodensee - 40 Ausblickstouren im Dreiländereck und Bodensee-Rundwanderung, Bruckmann, bei Amazon.de
Wanderungen in der Gegend

Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
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