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Nr. 785
Tageswanderung 
 Jura SO
WebcamWebcam Langenbruck
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Hägendorf, Olten
Anreise: Bahn nach Hägendorf (bei Olten)
Rückreise: Bahn ab Olten -(Fahrplan)
Webkarte Wanderland Schweiz
mit eingezeichnetem Tüfelsschlucht-Belchen-Weg

Hägendorf - Tüfelsschlucht - Belchen - Olten

Abenteuerliche Schluchtenwanderung mit insgesamt 30 Brücklein. Stege mit Handläufen sind an Felswänden angebracht, wo sonst kein Durchgang wäre. Landschaftlich abwechslungsreich, mit glattgeschliffenen Strudellöchern, Wasserfällen, Felsnischen und moosigen Steinen. Die Wege und Treppen sind gut unterhalten und rund 1 m breit. Gut geeignet auch für Kinder im Schulalter, die dazu anzuhalten sind, die Handläufe zu benützen. Bei Nässe sind die Holzstege rutschig, und Kinder könnten unter den Geländern hindurchrutschen - kleinere Kinder zur Sicherheit an der Hand führen!
Gewandert: Juli 2007
Kurzvariante, 1h30:
Hägendorf - Tüfelsschlucht - Allerheiligenberg (Bus Allerheiligenberg RehaZentrum - Hägendorf - Olten, Fahrplan)
Wasserfall

5h10, aufwärts 790m, abwärts 860m
Route: Hägendorf SO 428m - Dorfplatz (10min) - Tüfelsschlucht: Tuftbrunnen 560m (20min) - Spritzbrunnen 588m - Allerheiligenrank 660m (15min) - Allerheiligenberg (45min) - Wüesthöchi 966m (30min) - Gwidemhöchi 998m (15min) - Belchen 1045m (10min) - General Wille Haus 871m (30min) - Homberglücke 905m (35min) - Rumpelhöchi 677m (30min) - Rumpel 610m (10min) - Olten 396m (1 h)

Von der Station Hägendorf gehts durch Quartierstrassen zum Kreisel an der Hauptstrasse - dort die Richtung halten (Pfeil fehlt). Die Bachstrasse verlassen wir beim Coop und finden am Ende des Parkplatzes den Wegweiser Dorfplatz. Nach dem Brücklein links, dem Cholersbach entlang, zum Einstieg in die Tüfelsschlucht.

Beim kleinen Stausee zu Beginn der Schlucht (und auch beim Ausstieg) gibt es lauschige Brätlistellen - in der Schlucht selbst ist das Feuer entfachen nicht erlaubt, auch sollten aus Sicherheitsgründen die Wege nicht verlassen werden (Naturschutzgebiet). Unser Weg schlängelt sich nun dem wilden Bach entlang bergauf; immer wieder wechseln wir die Talseite. Im feuchten Tobel sind die Felsen moosbedeckt, hohe Felsen und Klüfte säumen den Weg, und schliesslich treffen wir auf eine mächtige Felsnische mit improvisiertem Picknickplatz - ideal bei Regenwetter!

Durch kurze Felstunnels und an einem märchenhafter Moosfelsen vorbei (das Tropfsteingebilde sei leider abgebrochen) gelangen wir zur Verzweigung Tuftbrunnen. Der nahe Picknickplatz mit Holz zum Feuern, Tisch und Bänken lockt zur Pause. Wir wandern weiter bachaufwärts Richtung "Allerheiligenberg". Beim Spritzbrunnen schiesst eine natürliche Wasserfontaine in die Höhe, gespiesen aus dem Hangdruck. Auch bei diesem Wegweiser die Abzweigungen ignorieren.

Beim Allerheiligenrank streifen wir die Fahrstrasse, folgen aber weiter dem Uferweg bachaufwärts. Treppenwege überwinden die Steigung, im Bach sind runde, glattgeschliffene Strudellöcher zu sehen.

Plötzlicher Szenenwechsel, wo wir aus dem Wald treten. Dem sonnigen Waldrand entlang und durch eine Weide gehts aufwärts zum Fahrsträsschen. Über uns sehen wir die Bergwirtschaft Allerheiligenberg, wohin wir über eine Abkürzung gelangen. Von der Bushaltestelle gehts nach links an der ehemaligen RehaZentrum Allerheiligenberg vorbei, wo sich die Route teilt:


Wir wählen den Weg Richtung "Gwidemhöchi/Belchenflue" waldaufwärts. In einer Waldlichtung dreht der Weg nach rechts in den Wald hinein, über eine Kuppe zur Wüësthöchi, wo wir auf den Jurahöhenweg treffen (Abstiegsmöglichkeit nach Langenbruck). Dem Wiesenhang entlang wandern wir zum nächsten Waldstück, das wir durchqueren. Wieder auf freiem Feld, weist eine Tafel darauf hin, dass wir uns auf dem "Europäischen Fernwanderweg Nr.4: Pyrenäen - Jura - Griechenland" befinden.

Rechts aufwärts zur Gwidemhöchi, die sich die weidenden Kühe als Lagerplatz ausgesucht haben.


Heute ist kein Schiessbetrieb, so wählen wir den aussichtsreichen (und kürzeren) Weg via "Belchen". Wir steigen treppaufwärts durch schöne Naturwiesen. Beim Wegweiser Belchen haben wir den anstrengenden Teil hinter uns, es sei denn, man wähle den Abstecher zur Belchenflue - ein grandioser Aussichtspunkt, den zu besteigen sich bei gutem Wetter unbedingt lohnt (Aufstieg 5 Minuten, 150 Treppenstufen, siehe Tageswanderung Nr.773, Hauenstein - Belchenflue - Langenbruck).

Auf dem alten Militärstrasse aus dem 1.Weltkrieg (Kiesbelag) gehts nun bequem waldabwärts Richtung "Hauenstein, 1h25". Die Felsen am Weg sind mit zahlreichen Wappen und Inschriften geschmückt. Beim Wegweiser General Wille Haus verlassen wir den Höhenweg und folgen dem Kiessträsschen nach rechts, Richtung "Olten", am nahen Schiessstand Spittelberg vorbei. Der nächste Wegweiser befindet sich ebenaus (nicht dem Teersträsschen folgen!).

Es folgt ein traumhafter, aussichtsreicher Wiesenpfad, kurz treppaufwärts, dann dem Hang entlang. Später führt er in den Wald und leicht aufwärts zur Homberglücke; im kleinen Schutzhäuschen könnte man im Trockenen sein Picknick verspeisen. Kurzer steiler Abstieg auf felsdurchsetzten Wurzelpfaden; später wird der Weg breiter und führt aus dem Wald - hier nach rechts zur Rumpelhöchi, dann links bergab zum Weiler Rumpel.


Nach einer Pause in der gastfreundlichen Bergwirtschaft Rumpel gehts rechts bergauf in den Wald, wo die beiden Wege zusammentreffen. Nach links über die Kuppe, wo ein Gratweg nach Olten abzweigt. Wir aber folgen dem Normalweg waldabwärts. Er trifft auf eine breite Naturstrasse, der wir 200 m nach links folgen und dann wieder rechts abzweigen (Pfeil fehlt). Sanft bergabsteigend durchqueren wir den Wald, kommen an einem gedeckten Picknickplatz vorbei und halten die Richtung, bis wir die ersten Häuser von Olten sehen. Der Wanderweg zweigt links ab und führt bei der Bleichmattstrasse aus dem Wald.

Den gelben Markierungen folgend, gehts am Friedhof und Stadtgarten vorbei zur Hauptstrasse hinunter. Der gelbe Pfeil zeigt schräg über die Strasse Richtung Bahnhof - wir aber halten die Richtung, überqueren die Hauptstrasse und folgen der Belchenstrasse zum Ufer der Aare. Nach rechts der Aare entlang zur Aarebrücke und über die Brücke direkt zum Bahnhof von Olten.
 

Picknickplatz im Felsspalt

ehemaliger Märchenfelsen

Spritzbrunnen

Allerheiligenberg

Gwidemhöchi

Rückmeldungen:

"Die Wanderung heute war super - toll und nicht zu heiss. Unsere Route führte nach der Belcheflue ebenfalls ostwärts, wir sind aber dann in die Wirtschaft Chambersberg gegangen (gute Meringue), dann runter bis Gnöd und westwärts quer durch den Schiessplatz wieder in die Schlucht und zurück zum Bahnhof Hägendorf. Wir hatten inkl. Pausen knappe sechs Stunden, also vielleicht 5 Std laufen. Norman B.", August 2017

"Am vergangenen Wochenende haben wir Ihren Wandervorschlag Hägendorf - Tüüfelsschlucht - Allerheiligenberg - Belchenflue - Olten realisiert und sind sehr begeistert zurückgekehrt. Wir haben dabei schon die ersten Orchideen (2 Knabenkräuter in der Nähe der Belchenflue) entdeckt. Schwach sichtiges, aber sehr warmes Wetter liess fast Sommerstimmung aufkommen. Besten Dank für die vorzüglichen Informationen! Rolf E.", Mai 2012

"Leider ist bekanntlich dieses wunderschöne Tropfsteingebilde ("Märchenfelsen") im vergangenen Dezember abgebrochen. Rudolf Rippstein, April 2011". Oltner Tagblatt vom 28.12.2010, Seite 1 und Seite 2

"Wir haben heute die Wanderung 785 genau nach Ihren Angaben bewandert und können Ihnen bestätigen, dass alle Angaben perfekt stimmen, da gibt es gar keine Korrekturen anzubringen. Die Wanderung ist wirklich wunderschön und es ist überraschend, dass man so schnell aus der "Mittelland-Industrie" in ein Märchenland auswandern kann. Schade nur, dass die Autobahn über die so stille Schlucht führt und es der Bund nicht mal für nötig findet, auf der Brücke Lärmschutzwände anzubringen. Lustig und spannend ist hingegen der Spitzbrunnen, einmalig, so etwas! Eine ergänzende Information zum gut geführten Restaurant Rumpel: die haben am Montag geschlossen! Vielen herzlichen Dank für Ihre wirklich tolle Site und die klasse Dienstleistung. Hansruedi M., Mai 2008"


Gasthäuser
  • Hägendorf, Rest.Teufelsschlucht, Tel. 062 216 12 30 (beim Dorfplatz)
  • Allerheiligenberg: Bauernhof und Bärgwirtschaft Allerheiligenberg, Tel. 062 216 11 42, Übernachtungsmöglichkeit. Mo-Mi geschlossen - öffnet gerne bei Voranmeldung für Gruppen.
  • Einfache, kreative Bauernküche, hausgemachten Spezialitäten mit Fleisch vom Hof
  • Chambersberg: Bergrestaurant Chambersberg, Tel.062 216 31 23
Links
Karten und Bücher
  • 1:50'000 Blatt 224T Olten, bei http://www.wandern.ch oder https://shop.swisstopo.admin.ch/
  • 1:60'000 Aargau, Basel, Olten, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
  • Digitale Karten:
  • "Solothurnerland", Wandern in den Solothurner Erholungslandschaften und im Jura, bei http://www.solothurner-wanderwege.ch
  • Kulturwege Schweiz 2005: "Kanton BL", "Die monumentale Belchensüdstrasse aus dem 1.Weltkrieg", Fr. 8.-, oder gratis herunterladen bei ivs.ch, Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz
  • "Jurawandern", P.Bachmann, Rotpunktverlag, der Jura-Höhenweg mit vielen Hintergrundinformationen, bei Amazon.de
  • "Deutschland - Schweiz: Schwarzwald-Jura-Weg": In 12 Etappen durch den Schwarzwald nach Brugg, dann auf dem Juraweg bis Neuchâtel; Outdoor-Führer bei Amazon.de
  • Olten - Belchen - Eptingen, 5 h, in "Zu Fuss - In 52 Wanderungen durchs Jahr", Thomas Widmer , bei Amazon.de
  • "Bahngeschichte zu Fuss erleben": 3 Tagesetappen zum 150-Jahr-Jubiläum der Hauensteinlinie: http://www.wanderwege-beider-basel.ch/
  • "Zu Fuss den Jura entdecken", 45 Wanderungen durch die Jurahöhen, bei http://www.buchhaus.ch
  • "Die schönsten Wanderungen im Jura", AT-Verlag, bei Amazon.de
  • "Jura"; die 40 schönsten Touren im Jura, 2013, Iris Kürschner, Bruckmann-Verlag, bei Amazon.de
  • "Naturdenkmäler der Schweiz", das grosse Wander- und Erlebnisbuch, , Amazon.de
Wanderungen in der Gegend

Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
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