| Nr.
8
2-Tageswanderung Region Leventina |
Webcam
Catto ob Lurengo |
| Schwierigkeit: | sportlich |
| Einkehrmöglichkeit: | siehe Liste |
| Übernachtung: | Ristorante Marti, Osco |
| Anreise: | Bahn nach Airolo,
Postauto Richtung "Dalpe" oder "Bellinzona" zur Ritomsee-Talstation "Piotta Centrale" (nicht alle Kurse machen den Umweg) sonst bis Piotta Posta, 10 Min. zu Fuss links durch die Felder zur Talstation "Piotta Centrale" Fahrt mit der steilsten Standseilbahn Europas Richtung "Ritomsee" von Piotta bis Mittelstation Altanca oder, falls die Seilbahn nicht fährt: Postauto Airolo - Ambri-Piotta Stazione und weiter Ambri-Piotta Stazione - Altanca (oder Ronco) oder zu Fuss ab Airolo (+ 2.05 h) |
| Rückreise: | Postauto
Sobrio
- Faido (umsteigen in Lavorgo),
Bahn ab Faido -(Bahn- und Busfahrplan) |
Neben einigen Hartbelagstrecken viele schöne Wiesen- und Waldwege, durchgehend rot-weiss als "Bergwege" markiert. Die Wanderzeiten auf den Wegweisern sind eher knapp bemessen.
Wenn es im Norden regnet, im Süden aber mit Nordwind Schönwetter angesagt ist, zieht es viele Deutschschweizer auf die andere Seite des Gotthardtunnels. Die Strada alta bietet sich als erstes Wanderziel an. An der Sonnenseite hoch über der Leventina zu wandern ist immer wieder ein Erlebnis. Die Wanderung kann sogar im Winter unternommen werden, sobald der Schnee auf der Südseite bis 1300 m geschmolzen ist; allerdings sollte es nicht so kalt sein, dass die feuchten Stellen an Schattenhängen zufrieren und glitschig werden.
Wer zu Fuss ins Tal absteigt, wählt in der kalten Jahreszeit wegen dem vielen Kastanienlaub am Boden besser den umgekehrten Weg von Süden nach Norden (ausser wenn der Nordwind bläst!).
Die Markierung der Strada alta beginnt eigentlich in Airolo. Zwar verläuft der Aufstieg vom Dorfausgang Airolo bis zum Höhenweg auf schönen Saumwegen. Doch oben sind um Bugnasco und Altanca asphaltierte Strecken in Kauf zu nehmen, sodass viele Wanderer mit dem Postauto nach Ronco, Deggio oder Lurengo fahren.
Viele der Dörfer wirken
ausserhalb der Ferienzeit wie ausgestorben. Entsprechend prekär sind
Einkaufsmöglichkeiten. Die verbliebenen Gasthäuser bieten jedoch
freundliche Bedienung und einfache, günstige Übernachtunsmöglichkeiten.
Fast alle Dörfer sind (spärlich) per Postauto mit dem Tal verbunden;
es ist ratsam, den Fahrplan zum voraus zu konsultieren.
Letztmals gewandert: Juni
2003
Hinweise:
Rückreise:
Alle Etappenorte ausser* sind mit Postauto erreichbar, allerdings fahren
die Busse nicht sehr häufig. Es ist darum vorteilhaft, die Fahrpläne
zum voraus zu konsultieren oder beim Hinweg den im Postauto aufliegenden
Plan mitzunehmen. Von praktisch allen Orten sind auch Wanderwege ins Tal
hinunter markiert.
1. Tag: 3.30 h, aufwärts 330 m,
abwärts 580 m
Route: Altanca 1390m - Ronco 1368 m
(0.20 h) - Deggio 1208m (0.30 h) - Lurengo 1324m (0.50 h) - Bosco d'Öss*
1343m (0.20 h) - Freggio 1037m (0.50 h) - Osco/Paese 1137m (0.40 h)
Von Altanca wandern wir grösstenteils der Strasse entlang nach Ronco und Deggio. Im folgenden Wiesengelände steht die Kappelle San Martino, einem der ältesten kirchlichen Bauten des Tales. Oberhalb der Kirche führt der Weg durch die Wiesen nach Lurengo. Hier beginnt ein schöner Waldweg zum Bosco d'Öss, von wo wir auf einem recht ruppigen, steilen Zickzackweg voller Wurzeln und Steine nach Freggio absteigen.
In Freggio auf dem Aussichtsbänklein geniessen wir unsere Pause mit Blick auf die Kehrtunnels der Gotthardbahn. Wer anschliessend die Kirche besichtigen möchte, folge dem Wegweiser "Strada alta". Die andern kürzen den Weg ab und steigen durch die Häuser zum Strässchen hinauf. Wir wandern am schönen Rundholz-Neubau, der weiter oben im Bau ist, vorbei und geniessen die folgende Strecke durch Weiden und lichten Wald. Bald ist Osco zu sehen, wo wir an der wärmenden Sonne vor dem Rist. Salzi Platz nehmen und uns verwöhnen lassen.
2. Tag: 5.45 h, aufwärts 500 m,
abwärts 450m (obere Route ab Tengia)
Osco 1137m - Calpiogna 1143m (1 h)
- Figgione 1040m (0.30 h) - Rossura 1060m (0.10 h) - Tengia 1099
m (0.25 h) - Monti di Cò* 1362m (0.50 h) - Anzonico 984m (1.15 h)
- Segno 1090m (0.40 h) - Cavagnago 1020m (0.10 h) - Sobrio 1098 m (0.45
h)
Nach Osco zweigt bei der ersten Strassenkurve ein romantischer Pfad ab. Hier beginnt eine der schönsten Strecken der Strada alta. Am bewaldeten Berghang kreuzt der Weg die markanten Gräben der Wildwasser Ri del Ri und Ri Sciresa. Nach dem Maiensäss Targnett und dem tief eingeschnittene Tal des Baches Formiei folgt die grosse Waldlichtung mit dem geschützt gelegenen Dorf Calpiogna.
In der Dorfmitte zweigt rechts ein schöner Wiesenpfad ab. Wieder im Gehölz, überquert die Strada alta den gefürchteten Wildbach Ri Bassengo auf neuem Steg und tritt dann auf die Wiesen vor dem idyllischen Weiler Figgione hinaus. Von Stein zu Stein hüpfend, gehts dann über den Wildbach Croarescio zum typischen Leventinerdorf Rossura. Der Wanderweg führt oberhalb der Strasse mitten durch die alten Häuser zum Dorfende. Talseits auf einem Hügel erhebt sich die sehenswerte Pfarrkirche San Lorenzo mit wertvollen Fresken aus dem 15. Jahrhundert; rund um die Kirche ist ein Kappellenkranz von Kreuzwegstationen angeordnet. Bei einer Brücke senkt sich der Weg zur Strasse hinunter, und schon ist das Dorf Tengia in Sicht.
Bei der Kapelle in Tengia gibt es für den Weiterweg nach Anzonico zwei Varianten: Der eine ist weniger anstrengend und führt von Tengia 1099 m über Ri Bassengo bis auf eine Höhe von 1208 m. Durch Wälder und Wiesen wird auf einem bequemen Weg Calonico 961 m mit seiner weithin sichtbaren Kirche San Martino erreicht. (Je 15 Minuten vor- und nach Calonico ist der Weg asphaltiert.) Beim Grotto Pro Bell gelangt man in den Wald und auf neuer Route bergab und bergauf durch den Wald nach Anzonico; 1.55 h.Mühsamer und rund 30 Minuten länger, aber aussichtsreicher, ist der obere Weg, der von Tengia zur Berghütte Sorsella 1234 m führt. Beim Aufstieg durch den Wald zu den Monti di Cò kommen wir an einem schönen Stufen-Wasserfall vorbei. Eine herrliche Aussicht belohnt die grössere Anstrengung. Über Ravatoi, Casioni und Bosco Salvagata erreichen wir schliesslich ebenfalls Anzonico, wo übernachtet werden kann. An den steilen Hang gebaut, weist der Ort neben soliden Tessiner-Steinhäusern noch viele, gut erhaltene Leventiner-Holzhäuser auf.
Am Südrand von Anzonico, bei der Kappelle Sant’ Antonio, setzt sich die Strada Alta fort. Nach aussichtsreichem Weg über Wiesenhänge und durch Gehölz folgen die Ställe von Segno und die mittelalterliche Kleinkirche Sant’ Ambrogio. Über Wiesengelände senkt sich der Weg zum grossen Dorf Cavagnago hinunter und kreuzt bei der Pfarrkirche die Poststrasse nach Sobrio. Steilen Wiesenhängen entlang, dann im Kastanienwald ansteigend, überquert der Höhenweg mehrere Gräben und tritt dann auf die Heuwiesen unterhalb das Dörfchens Ronzano hinaus. Plötzlich erblicken wir den Glockenturm des Kirchleins von Sobrio.
Kirche von Calonico |
Blick ab Osco nach Süden |
Nähe Anzonico |
Monti di Cò |
Campanile von Ronzano |
Geführte Tour Strada alta
| Gasthäuser |
"Wir haben ein riesiges Zimmer mit Doppelbett und zwei Einzelbetten und eine grosse Dachterrasse mit Wäscheleinen." M.Schild, 2004. "Das Restaurant ist zwar am Mittwoch geschlossen, aber Zimmer kann man trotzdem haben, einfach anrufen, in 2 min. ist jemand da." M.Roux, Mai 2007 "Einfaches Zimmer, gute Küche, sehr nette Bewirtung." H.+ C.Schwarz, Okt.2007 |
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