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Berühmter Weitwanderweg mit ungefährlichen Passwanderungen rund um den Mont Blanc. Wir schliefen möglichst in Betten und assen in den Berghütten (Gewichtersparnis und Ruhe). Ausserdem schickten wir Reservewäsche nach Ferret (postlagernd). Ab und zu haben wir eine Seilbahn benützt. Zusätzliche Abkürzungsmöglichkeiten sind hervorgehoben. Zeitangaben: wir wanderten in stetigem, aber gemütlichem Tempo.Aktualisierungen zu dieser Tour bitte an: info@wandersite.ch. Zum voraus vielen Dank!
Gewandert: Juli 2000
Anreise mit der Bahn nach Martigny, mit Postauto nach Col de la Forclaz (das Postauto ist das Hinterste in der Reihe, angeschrieben "Trient" oder "Chatelard" (Fahrplan)
Abkürzungsmöglichkeit: Sesselbahn und Seilbahn Col de Balme - Le Tour.Von der Passhöhe La Forclaz im Wallis folgen wir, die Fahrstrasse kreuzend, den Wegweisern nach Peuty/Trient (Variante: Fahrt mit Postauto oder Übernachtung in Trient). Unten im Tal gehts links durch die Gärtnerei, dann auf gut angelegten Waldwegen zur Alp Herbagères und weiter über Weiden zum Col de Balme. In der Berghütte mit dem berühmten unfreundlichen Empfang gelingt es vielleicht jemandem, der Wirtin ein Lächeln abzuringen.
Für den Abstieg zu Fuss nach "Le Tour" wandern wir 100 m ebenaus Richtung Sesselbahn und biegen in rechts ab: Im Zickzack gehts auf schmalen Pfaden zur Bergbahn-Mittelstation. Der weitere Abstieg zur Talstation verläuft meist auf breiten, sonnenausgesetzten Kieswegen.
Bei der Talstation Le Tour können wir entweder den Bus nach Montroc/Chamonix besteigen oder auf der Strasse nach Montroc wandern (Bus- und Bahnstation). Ab Montroc markierter Wanderweg nach Tré le Champ.
Übernachtung:
Hinter dem Gebäude des Naturschutzzentrums beginnt der perfekt angelegte und markierte Aufstieg zum Grand Balcon. Am sonnigen Steilhang führt der Zickzackweg bergauf. Nach anderthalb Stunden haben wir den schweisstreibenden Teil hinter uns; Hochmoore, Alpenblumen und eine einmalige Panoramasicht lassen die Anstrengung rasch vergessen. Sanft steigt der Weg bis zum höchsten Punkt auf 2133 m; die Abzweigungen Richtung "Lac Blanc/Lac Chéserys" nicht beachten! Unser Weg verläuft nun mehr oder weniger entlang der Höhenkurve. Bald mündet der zweite Aufstiegsweg von Tré le Champ her (Variante mit Leitern) in unsern Weg ein.
Bei der Verzweigung Ch.
des Chéserys folgen wir weiter der Route Richtung "Flégère",
kurz absteigend und dann wieder auf schönstem Höhenweg mit grandioser
Sicht auf das Mont-Blanc-Massiv. Von weitem sehen wir die Seilbahnstation,
unser Tagesziel. Den letzten Aufstieg auf der Skipiste können wir
uns ersparen, indem wir auf dem Weg um den Hang herum direkt zum Refuge
La Flégère wandern, das sich direkt unterhalb der Seilbahnstation
befindet.
Seilbahnverbindung nach
Chamonix.
Übernachtung im Refuge La Flégère. Gute Küche (4-Gangmenü!), Morgenbuffet mit Kaffeemaschine (EUR 37/Person im 6-Zimmer inkl. Halbpension).
3. Tag, 6.30 h, 820
m aufwärts, 1720 m abwärts
La Flégère 1877m - Charlanan
1812m (1 h) - Planpraz 2060m (0.55 h, oberhalb Seilbahn-Mittelstation)
- Col de Brévent 2368m (0.50 h) - Le Brévent 2525m (0.45
h) - Cab. Bel Lachat 2152m (0.45 h) - Merlet 1563m (1 h) - Les Houches
980m (1.05 h)
Nach der Kreuzung einer weiteren Skipiste steigen wir auf dem Hangweg hinauf zur Hochebene von Planpraz.
Auf der Hochebene (Skiliftstation) von Planpraz konsultieren wir die Wegweiser: Richtung "Brévent" sind zwei Wege angegeben - der leichte Pistenweg und der Bergweg via Col de Brévent.Variante Talfahrt nach Chamonix: Links geht es in 10 Minuten am "Rest. Altitude" vorbei und hinab zur Mittelstation Planpraz (1999 m); Seilbah nach Chamonix.
Wir folgen dem abwechslungsreichen Bergweg, der gut markiert, aber ziemlich anstrengend (hohe Tritte) zum Col de Brévent führt. Dort beginnt eine schwierigere Passage - zuerst auf verschlungenen Plattenwegen (rote Punkte, rot/weisse Markierungen), dann über steile Felsstufen bergauf. Eine entgegenkommende Frau ist voller Panik und muss von ihrem Mann bei jedem Tritt ermutigt werden. Der Schlussanstieg führt über drei luftige, versetzte Eisenleitern fast senkrecht an der Felswand hoch. Nach einer letzten Felskletterei mündet unser Bergweg in die Skipiste ein, der wir folgen. Kurz vor dem Schlussanstieg zweigt rechts der Weg Richtung "Bel Lachat" ab. Bei schönem Wetter lohnt es sich, die 5 Minuten bis zum Gipfel des Mont Brévent mit seiner Gipfelterrasse, der Seilbahnstation und dem Panoramarestaurant aufzusteigen.
Nach einem kurzen Abstieg
gehts ebenaus weiter zur Cabane Bel Lachat (Wegzustand anfragen,
falls noch Schnee liegt). Weiter auf dem TMB nach Merlet (Busverbindung)
hinunter. Der Weg führt an einer Christusstatue vorbei und senkt sich
ins Tal hinunter, wo wir beim Bahnhof die Brücke über
die Arve überqueren und nach kurzem Aufstieg das Dorf Les Houches
erreichen.
Bus- und Bahnverbindung
nach Chamonix.
Variante:
Vom Hotel gehts in 20 Minuten der Strasse entlang zur Talstation der Seilbahn Les Houches - Bellevue. Fahrt mit der Seilbahn zur Bergstation Bellevue 1781 m (Café bei der Bergstation) - zu Fuss wären es ca. 2 h.Von der Bergstation Bellevue entweder rechts dem Wegweiser entlang in einer Schleife oder Abkürzung geradeaus via Haltestelle und abwärts auf dem Wiesenpfad zum breiten Haupt-Wanderweg.
Variante:
5. Tag, 6.20 h, 1310
m aufwärts, 926 m abwärts
Le Lay/Contamines 1180m - Notre Dame
de la Gorge 1210m (0.40 h) - Nant-Borrant 1460m (0.40 h) - La Balme 1706
m (0.50 h) - Col du Bonhomme 2329m (2.40 h) - Col de
la Croix du Bonhomme 2479m - Refuge Croix du Bonhomme 2443m (0.50 h)
- Les Chapieux 1554m (1 h)
Von Le Lay/Contamines
am Tennisplatz mit Restaurant vorbei zur Kapelle Notre Dame de la Gorge
(Bus, Taxi). Alter, steinbehauener Saumweg nach Nant-Borrant (Café
und Gasthaus).
Weiter auf Natursträsschen
zum Gasthaus La Balme. Am Brunnen kann die Wasserflasche aufgefüllt
werden.
Auf Zickzackwegen bergauf
zur Hochebene, weiter steil hinauf zum Col du Bonhomme (kleine Holzhütte
zum Unterstehen); oft liegt hier noch Schnee. Nun links mehr oder weniger
der Höhenkurve entlang zum Col de la Croix du Bonhomme und
kurz bergab zum Refuge Croix du Bonhomme. Selbstgebackenes
Brot!
Ziemlich steiler Abstieg
nach Les Chapieux .
Variante:
6. Tag, 7 h, 1150 m
aufwärts, 800 m abwärts
Ville des Glaciers 1709m - Refuge des
Mottets1864m (0.40 h) - Col de la Seigne 2516m (2 h) - Alpe sup. de la
Lée Blanche 2205m - Cab. Elisabetta CAS 2260m (1.10 h) - Lac de
Combal 2020 (0.40 h) - Cantine de la Visaille 1670 m (1 h)
Von Les Chapieux nach Ville des Glaciers mit Hotelbus (eine Ausgabe, die sich lohnt, da Teersträsschen).
Am Refuge des Mottets
vorbei gehts steil hinauf zum Col de la Seigne (Landesgrenze F/I).
Abstieg über die Alpe sup. de la Lée Blanche. Ein kurzer
Abstecher zur
Cabane Elisabetta lohnt sich. Über den Lac
de Combal Abstieg ins Tal. Kiessträsschen mit Abkürzungen
zur Cantine de la Visaille.
Bus nach Courmayeur.
Übernachtung:Variante: Ab Lac de Combal Aufstieg zum Höhenweg über Checrouit und mit Seilbahn nach Courmayeur (+2h!); siehe Erlebnisbericht.
|
7. Tag, 5.10 h, 1350
m aufwärts, 930 m abwärts
Courmayeur 1223m - Val Sapin - Villain 1327m - Brücke über Torrent 1450m - Rifugio Bertone 1970 m (1.45 h) - Le Pré 2125m - Testa Bernarda 2560m - Col Sapin 2436 - Alpe Armina 2009m - Pt. 1982m - Alpe de Sécheron 1924m - Lavachey 1642 m Der schön angelegte
Weg durch Lärchenwald zum Rifugio Bertone ist uns in bester Erinnerung.
Traumhafte Aussicht! Wir suchten uns den damals schlecht markierten Weg
der Nordflanke der Testa Bernarda entlang.
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten:
|
8. Tag, 4.30 h, 770
m aufwärts, 950 m abwärts
Courmayeur/Arnouva mit Bus.
Arnouva 1769m - Kiesstrasse zum Rifugio
Elena 2061m (0.45 h) - Grand Col Ferret 2537m (1.40 h, Landesgrenze
I/CH) - Creux de la Chaudière 2374m - La Peule 2071 (1 h, Besenbeiz
und Strohlager) - Ferret 1705m (1 h)
Übernachtung und
Link:
|
|
| 9. Tag, 4 h, 400 m
aufwärts, 560 m abwärts
Ferret 1705m - La Léchère - La Fouly 1610m (0.40 h) - Höhenweg nach Praz de Fort 1151 (2 h, Pizzeria) - Issert 1055 (0.30 h, Buvette) - Waldweg nach Champex-au-Lac 1456m (1.30 h) |
Webcam Champex-Lac |
|
Variante:
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Lac de Champex |
| 10. Tag, 6.20 h, 1210
m aufwärts, 1140 m abwärts
Champex - Refuge d'Arpette (0.30 h, Tel. 0041 27 783 12 21) - Landesgrenze CH/F - Fenêtre d'Arpette 2665 m (3 h) - Chalet du Glacier 1583m (2 h, Buvette "Relais du Glacier") - Bissenweg nach Col de la Forclaz 1526m (0.50 h). Vor und nach der Passhöhe ist der Weg sehr steil - Geröllfelder im Aufstieg, felsig im Abstieg, aber bei Trockenheit ungefährlich. Die Sicht von der Passhöhe und beim Abstieg auf den Trient-Gletscher sind phänomenal. |
Trient-Gletscher ab Bissenweg |
Variante und Info:
|
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Weitere
Wegbeschreibungen im Internet
Organisierte "Tour Mont Blanc"
Folgende
Organisationen haben in der Vergangenheit eine geführte "Tour Mont
Blanc" durchgeführt, teilweise mit Gepäcktransport.
Allerdings
ändern sich die Programme von Jahr zu Jahr - am besten klicken Sie
sich durch:
Variante der Gruppe Nico (Juli 2001)
1. Tag: Anreise und Ausflug mit Gondelbahn nach La Flégère.
2. Tag, 4.45 h, aufwärts
775 m, abwärts 845 m
Bergstation Les Houches/Bellevue
1801m - Bellevue 1705m - Col de Voza 1660m - le Fioux 1520m - Le
Crozat 1410m - Pont des Places 1413m - L'Ormey 1340m - La Joux 1270 m -
Gite du Champel 1190m - Le Grand Plan 1340m - Ref. de Miage - Auberge le
Truc.
3. Tag, 6 h, aufwärts
1005 m, abwärts 1020 m
Le Truc - Banc du T.C.E
1512m - Les Granges de la Frasse 1350m - Chemin Bernard - Wasserreservoir
1450m - Les Plans 1530m - Maison forestière 1725m - Hôtel
Tré la Tète 1970m - Cascade Combe Noire 1470m - La Laya 1485m
- Refuge Nant Borrant 1459 m- Auberge La Balme 1706 m.
4. Tag, 5.15 h, aufwärts
805 m, abwärts 950 m
La Balme - Col de la Croix
du Bonhomme - Les Chapieux.
5. Tag, 5.45 h, aufwärts
835 m, abwärts 945 m
Les Chapieux/Ville des Glaciers
- Ref. des Mottets - Col de la Seigne - Cantine de la Visaille, Bus nach
Courmayeur.
6. Tag, 3 h, aufwärts
700 m, abwärts 40 m
Bus Courmayeur - La Pralut,
Bergbahn zum Punta Helbronner 3462 m und retour.
Wanderung Courmayeur - Refuge
Bertone.
7. Tag, 5.35 h, aufwärts
950 m, abwärts 995 m
Ref. Bertone - P.Bernard
- Col Sapin - Alp Séchéron - Lavachey, Bus nach Arp Nouvaz
1760 m, Aufstieg zum Rif. Elena.
8. Tag, 4.25 h, aufwärts
625m, abwärts 1065 m
Rif. Elena - Col Ferret
- La Peule 2071m - Höhenweg Pt. 1998m - Crêtet de Létemaire
- Alpe le Plampra 1925m - Brücke über le Merdenson 1705m - pt.
1656m - Léchère dsssous 1680 m Brücke über Drance
de Ferret 1614m - La Fouly.
"Inzwischen sind wir die TMB gelaufen und haben alles recht gut überstanden. Wir - meine Frau und ich - sind in diesem Jahr 70 geworden, haben das auch deutlich gemerkt! Wir werden uns in Zukunft kleinere Touren und Etappen suchen müssen. Insbesondere die dritte Etappe von La Flégère nach Les Houches, dabei besonders der Abstieg vom Le Brevent, war denn doch eine Nummer zu groß. Trotzdem sind wir recht stolz, dass wir es geschafft haben!
Hier eine kurze Schilderung unserer Tour, vielleicht können Sie sie gebrauchen. Wir sind zu viert gelaufen, haben uns fast vollständig an Ihre Routenbeschreibung gehalten.
1. Tag: Anfahrt nach Col de Forclaz, kleiner Spaziergang zum Einlaufen zur Buvette "Relais du Glacier", Übernachtung im Hotel am Forclaz.
2. Tag: Forclaz - Tre
le Champ.
Da der Bissenweg gestern
gut zu laufen war, ist ja völlig eben, wir dabei nicht nach Trient
runter müssen, laufen wir die Variante Forclaz - Bissenweg -
Buvette du Glacier - Les Grands - Col de Balme. Das ist zwar landschaftlich
schön, aber von Les Grands zum Col de Balme zieht es sich sehr, sehr
lang hin! Die Fels- und Plattenturnerei, das ständige Auf und Ab ist
zwar nicht schwierig, aber zehrt doch erheblich an den Kräften - für
den ersten Wandertag ist das zu viel!
Am Col de Balme sind wir
schon ziemlich geschafft und entschliessen uns, mit der Seilbahn runter
zu fahren - ein nicht ganz billiges Vergnügen ... Von Le Tour laufen
wir noch nach Tre le Champs, übernachten in der Auberge La Boerne..
3. Tag: Tre le Champ -
La Flegere
Eine vergleichsweise kleine
Etappe. Sehr schön zu laufen, wunderbare Aussichten auf das Mont Blanc-Massiv.
Den ganzen Tag Sonne.
Zum Balcon hoch via Col
des Montets sind ja keine Leitern.
4. Tag: La Flegere - Les
Houches
Das ist eine eigentlich
viiiiel zu lange Etappe! Zum Le Brevent hoch geht ja noch, aber die 1700
Hm Abstieg nach Les Houches sind eine Plage. Wir waren völlig kaputt.
Meinen Knien hätte ich das auf keinen Fall antun sollen. Aber am Le
Brevent haben noch alle gemeint, "schaffen wir schon!" (Sieben Jahre ist
es her, dass wir vom Wildstrubel nach Lenk abgestiegen sind, 2200 Hm -
nach dem Gipfel und Anmarsch von der Wildstrubelhütte. Das haben wir
wunderbar geschafft, eine Dusche und ein wunderbares Essen, serviert vom
Hotelchef selbst, der uns beglückwünscht hatte, haben uns wieder
zu Kräften gebracht.)
Aber sowas geht überhaupt
nicht mehr! - Übernachtung im Hotel Cristal, sehr gut.
5. Tag: Les Houches -
Les Contamines/Refuge Nant-Borrant
Regen den ganzen Morgen,
oben ist alles neblig, was sollen wir da oben? Also Bahn und Bus nach Contamines.
Nach dem gestrigen Tag kommt uns das gar nicht so ungelegen. Leider streiken
die Bahnbeamten gerade für die Rente mit 60, der Zug fährt nicht,
also Bus. Der fährt aber erst um 13:40, also Brasserie bis dahin -
ist ja auch ganz schön.
In Fayet 1,5 Stdn. Aufenthalt
und ... die Sonne kommt raus! Von Contamines laufen wir noch ein
Stündchen zum Refuge Nant-Borrant, dann haben wir morgen nicht mehr
ganz so viel. Vorsichtshalber versichern wir uns per Telefon, dass noch
Betten frei sind.
6. Tag: Les Contamines/Refuge
Nant-Borrant - Les Chapieux
Wunderbares Wetter, ein
frischer Morgen, 3 Stdn. brauchen wir bis zum Col du Bonhomme, dort dichter
Nebel. Weiter zum La Croix, Einkehr mit etwas Essen im Refuge. Da wir uns
gut fühlen, machen wir uns an die 900 Hm abwärts nach Les Chapieux/Auberge
de la Nova, 2,5 Stdn. ... nicht so schlecht für unsere alten Knochen
;-)) Landschaftlich eine schöne Strecke. Und die Auberge
de la Nova ist durchaus zu empfehlen! Auch hier hatten wir am Morgen
von Nant-Borrant aus reserviert.
7. Tag: Les Chapieux -
Cabane Elisabetta
Wir freuen uns über
die vergleichsweise kleine Etappe und das schöne Wetter. Die 10 km
/ 200 Hm fahren wir mit dem Auberge-Taxi, das zu laufen, muss man sich
nicht antun, ist landschaftlich auch nicht so "ergiebig".
8. Tag: Cabane Elisabetta
- Courmayeur - Rifugio Elena
Wieder wunderbares Wetter,
auch diese Etappe sollte nicht zu anstrengend sein. Aber es kommt anders.
Der Weg bis Checrouit und Seilbahn nach Courmayeur geht ja noch. Leider
entschliessen wir uns zu laufen: Die Seilbahn hat den Betrieb Ende August
eingestellt. Der dortige Restaurantwirt bietet uns an, für 60 Euro
mit dem Jeep nach Courmayeur fahren. Das scheint uns etwas zu viel, aber
... die Seilbahn dürfte für uns vier wohl kaum billiger sein,
und der Weg ist lang, sehr lang!
In Courmayeur machen wir
den zweiten Fehler: Wir fahren praktisch sofort mit dem Bus nach Arnouva,
da es schon späterer Nachmittag ist, von dort mit dem Jeep-Taxi zum
Rifugio Elena.
Besser wäre es gewesen,
in Courmayeur zu übernachten und am nächsten Tag zum oder über
das Rifugio Bertone zu laufen. Die Aussicht auf die Südseite des Mont
Blanc Massivs muss von dort sehr, sehr schön sein, wir bekommen eine
Ahnung davon während der Busfahrt.
Die angeblich wunderbare
Lage des Rifugio Elena ... na ja, es liegt ziemlich weit hinten im Tal,
richtig toll fanden wir es nicht.
9. Tag: Rifugio Elena
- La Fouly
Wieder wunderbares Wetter!
Die 500 Hm Aufstieg von Elena zum Col schaffen wir in 1:20 Stdn. - wir
finden uns gar nicht so schlecht. Andere lassen ihr Gepäck mit dem
Esel transportieren. Am Col herrliche Aussicht auf die westlichen Walliser
Alpen mit dem wuchtigen Grand Combin.
Langer Abstieg nach La Fouly
über La Peule. In Fouly in der Auberge des Glaciers - sehr zu empfehlen
- ein ruhiger Nachmittag auf der sonnigen Terrasse im Liegestuhl.
10. Tag: La Fouly - Champex-au-Lac
Wir wissen noch nicht, wie
wir am morgigen, letzten Tag laufen: Über den Waldweg oder das Fenetre
de Arpette. Letzteres scheint uns interessanter, allerdings auch deutlich
schwieriger. Wir wollen uns daher ausruhen, fahren mit dem Bus. Unsere
Freunde fühlen sich stark genug und laufen.
In Champex kein Problem,
Zimmer im Hotel Au Rendez-Vous zu bekommen, obwohl dieses doch recht klein
ist. Etwas viel Betrieb in der Gegend, da Sonntag ist, aber das stört
nicht sonderlich.
11. Tag: Champex-au-Lac
- Col de Forclaz
Letzter Tag, wir müssen
spätestens morgen in Karlsruhe zurück sein. Es regnet. Das Fenêtre
d'Arpette kommt damit nicht in Frage. Gott sei Dank! Denn das wäre
für meine Knie usw. eine Katastrophe geworden. Der Weg über Bovine
ist schon anstrengend genug. Landschaftlich hatten wir diese Strecke total
unterschätzt. Sie ist aber doch sehr schön, herrliche Ausblicke
ins Rhonetal! Vor allem auch, da mittags wieder die Sonne raus kommt.
Um 1/2 drei sind wir am
Forclaz, fühlen uns noch stark genug, die 400 km nach einem kräftigenden
Essen nach Hause zu fahren.
Fazit:
Die TMB kann, wie viele
schon vor mir gesagt haben, nur empfohlen werden, eine so abwechslungsreiche
Tour, so imposante Aus- und Einblicke in die Bergwelt muss man schon suchen.
Aber, und das ist ein großes ABER: 10 oder mehr Tage laufen, da sollte
man fit sein! Zweckmäßig sollte man zwei Ruhetage einlegen.
Insbesondere Courmayeur empfiehlt sich da.
Nochmals herzlichen Dank
für die Tipps, Ihre Internetseiten sind wirklich eine Fundgrube! Auch
für andere Wanderungen in den nächsten Jahren werde ich sie nutzen.Alles
Gute und noch schöne Wanderungen
Dieter Stuckenbrock."
Rückmeldung von Martina, September 2011
"1. Tag: Anreise und Übernachtung
im Hotel de Forclaz.
2. Tag: Col de la Forclaz
- Col de Balme - Col des Posettes - Tres les Champs
Wir gehen über den
angenehmen Bissenweg nach Peuty (1.319) und von dort den steilen aber gut
zu gehenden Weg durch den Wald und dann über den freien Bergrücken
hinauf zum Col de Balme (2.191). Phantastisch ist es, wenn sich am blauen
Himmel kurz vor Erreichen der Passhöhe der erste weiße Gipfel
linkerhand langsam ins Blickfeld schiebt - da kann man erahnen, was einen
auf der Tour noch so alles erwartet! Weiter ging es zum Col des Posettes
(1.997) und über les Frettes hinab auf schmalem Pfad nach Tres les
Champs (1.417) und die unbedingt empfehlenswerte Auberge la Boerne.
(1070 Hm auf, 1190 ab, 14
km, 7 Std. unterwegs)
3. Tag: Trés les
Champs - Grand Balcon - Lac Blanc - La Flégère / Chamonix
Wir nehmen den direkten
Weg zum Grand Balcon und genießen die Abwechslung durch den Leitersteig.
An der Verzweigung Ch. des Chéserys wählen wir den Weg über
die Lacs des Chéserys zum Refuge Lac Blanc - mit den ersten Tropfen
erreichen wir das Haus. Der "Umweg" lohnt sich. Nach einer Suppenrast steigen
wir zur Mittelstation La Flegere ab und schweben im Regen hinab und nehmen
den Bus nach Chamonix. Hier haben wir ein schönes Zimmer im "Croix
Blanc" (50 Euro p.P. ÜF). Im "Le Monchu" genießen wir regionale
Spezialitäten.
(1025m auf, 540 ab, 7,5
km, 5,5 Std. unterwegs; der Bus von der Seilbahn-Talstation nach Chamonix
fährt ungefähr stündlich und braucht ca. 15 min.).
4. Tag: Chamonix / Les
Contamines Les Lay - Notre Dame - Col du Bonhomme - Chapieux
Es regnet, was uns aber
nicht stört, da wir aufgrund der Abkürzung der Tour auf 8 Tage
heute 3 Etappen in einem "erledigen": mit dem Zug nach St. Gervais Le Bain
Fayet und von dort mit dem Bus nach Les Contamines Les Lay. Der freundliche
Busfahrer bringt uns zwei und zwei weitere TMB-Geher bis zum Parkplatz
der Seilbahn "de la Gorge". Auf der Straße geht es einfach bis zur
Notre Dame (1.210), dann auf breitem Weg stetig bergan bis zur Alm "La
Balme" (1.706). Nun wird der Weg schmaler, steiniger und steiler und bringt
uns (leider bei Regen) hinauf zum Col du Bonhomme (2.329). Hier gibt es
eine kleine Schutzhütte, die uns gerade recht kommt. Weiter führt
der Weg fast eben zum Refuge du Col de la Croix du Bonhomme (2.433), das
wir im Dunst fast übersehen. Kurz danach reißt es auf und gibt
den Blick auf die schöne Landschaft frei und man kann erahnen, wo
sich das Ziel des Tages, Les Chapieux (1.549), befindet (ü/HP/Busschuttle
37 Euro p.P.)
(1360 Hm auf, 960 Hm ab,
16,8 km, 6,5 Std. unterwegs).
PS: Hier haben wir überlegt, dass es eventuell Sinn gemacht hätte, über den Col des Fours (2.665) hinüber zum Ville des Glaciers (1.789) zu queren und im Chalet Ref.des Mottets zu nächtigen.
5. Tag: Chapieux -
Col de Seigne - Rif.Elisabetta - Cantine de la Visaille / Courmayeur
Nach einem guten Abendessen,
einer angenehmen Nacht und dem empfohlenen Busshuttle nach Ville des Glaciers
starten wir um 7.45 bei 5 Grad und strahlend blauem Himmel auf 1.800 m.
Serpentine für Serpentine zieht der breite Weg in angenehmer Steigung
dem Col de Seigne (2.516) entgegen. Dort bietet sich wieder mal ein phantastischer
Rundumblick. Hinab geht es an einem kleinen Naturschutzhaus mit Ausstellung
vorbei zum Rifugio Elisabetta. Wir sind in Italien und die Küche öffnet
erst um 12.00. Das warten wir ab und genießen eine Polenta auf der
Terrasse. Danach geht es zunächst auf gutem Weg bis zum Jardin du
Miage. Hier beginnt eine Teerstraße und führt uns zur Cantine
de la Visaille (1.659) und zum Bus nach Courmayeur (1.230). Wir genießen
ein Eis in der beschaulichen Fußgängerzone und übernachten
im Hotel „Mont Blanc“ (50 Euro Ü/üppiger HP).
(820 m auf, 920 ab, 16,7
km, knapp 7 Std. unterwegs)
6. Tag: Courmayeur - Rif.Bertone
- Rif. Bonatti (2 Varianten)
Der Weg führt durch
Villair hindurch und dann im Wald steil bergan zum Rifugio Bertone (1.991).
Sehr schöner Blick auf Courmayeur und den Gletscher. Mont Blanc leider
in Wolken. Trotzdem bietet diese Etappe einen beeindruckenden Blick auf
das gesamte Massiv. Man sieht vom Col de Seigne bis zum Grand Col Ferret.
7. Tag: Rif. Bonatti -
Arnuva - Rif. Elena - Grand Col Ferret - Tête de Ferret - La Peule
Der Mont Blanc begrüßt
uns weiß im blaugrauen Morgenlicht. Immer wieder drehen wir uns auf
dem Weg nach Arnuva (1.789) zu ihm um. Von hier geht es auf schmalem Pfad
hinauf zum Rifugio Elena (2.062). Imposanter Blick auf den Glacier de Pré
de Bar und guter Nußkuchen. Weiter zieht ein breiter Weg steil hinauf
zum Grand Col Ferret (2.537) mit einer genialen Aussicht!
Über Pfad und Wiese
schlagen wir einen Haken über den Tête de Ferret (2.713) und
dann auf schmalem Pfad durch Wiesengelände hinab zur Alm La Peule
(2.071). Hier beziehen wir unser Nachtquartier. Im Gebäude ist es
etwas feucht aber die Betten sind gemütlich und warm. Freundliche
Bewirtung.
(1060 Hm auf, 1070 Hm ab,
18 km, 7,25 Std. unterwegs)
8. Tag: La Peule - La
Fouly - Praz de Fort - Champex
Auf schönem Pfad geht
es hinab nach La Fouly (1.593). Wir gönnen uns einen Kaffee
in der Sonne und gehen dann gemächlich aus dem Val Ferret hinaus nach
Praz de Fort (1.130). Hier rasten wir auf einer Wiese mit Blick auf die
ersten Häuser von Champex am gegenüberliegenden Hang. Auf schönem
Pfad durch den Wald erreichen wir diese am Nachmittag.
Wir beziehen das freundliche
Hotel „Au Club Alpin“ und genießen am Ortsausgang auf der Terrasse
der Bäckerei die letzten Sonnenstrahlen und den Blick auf die Bergwelt.
(625 Hm auf, 1.240 Hm ab,
16,6 km, 8 Stunden unterwegs)
9. Tag: Champex - Fenêtre
d'Arpette - Col de la Forclaz
Aus Champex hinaus geht
es an der Seilbahn vorbei auf einem Bissenweg nach Arpette. Hier öffnet
sich ein Hochtal und gibt den Blick frei auf ... nicht auf das Fenêtre
d’Arpette, das liegt noch linker Hand versteckt, sondern auf den Col des
Escandies - quasi der Nachbarpass. Bis La Barme (2.100m) steigt der
Weg noch gemächlich an, ab hier wird es schmaler, steiler, steiniger.
Teils über Platten und Blockwerk. Aber nun kommt auch das Fenêtre
ins Blickfeld. Endlich oben angekommen, genießt man wieder einmal
einen wunderbaren Ausblick, u.a. auf den direkt nebenan gelegenen Glacier
du Trient. Dies ist der höchste Punkt unserer Runde: 2.665 m. Von
hier geht es steil, schmal und steinig bergab bis zum Chalet des Glaciers
(1.635). Ab hier führt uns der Bissenweg zurück zum Col de la
Forclaz.
(1.240 Hm auf, 1.150 ab,
15 km - keine aussagekräftige Zeit, da ich im Aufstieg sehr langsam
war und im Abstieg gestürzt bin und entsprechend langsam im weiteren
Abstieg).
10. Tag: Aiguille du Midi
ob Chamonix
Wir gönnen uns noch
einen Ausflug nach Chamonix. Mit der Bergbahn geht es auf die Aiguille
du Midi (Bergstation 3.777). Von hier haben wir einen wunderbaren Blick
vom Jura bis zum Matterhorn, in das Mont Blanc Massiv und auf Teile unserer
Tour. Ein grandioser Abschluss vor der Rückfahrt nach München.
Alles in allem ist dies eine unbedingt empfehlenswerte Tour! Wir haben außer uns nur drei Mal Deutsche getroffen, aber ansonsten scheint die halbe Welt versammelt und man trifft viele freundliche Menschen. Herzlichen Dank für die vielen Informationen, die uns sehr geholfen haben! Martina Renner."