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Nr. 658
Tageswanderung
Region Zürich
Wanderland-Karte mit markiertem WanderwegnetzWebcam Felsenegg
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: diverse Hütten und Restaurants
Anreise: Bahn nach Zürich HB, weiter mit Üetlibergbahn (oder Tram) zur Station Triemli
Rückreise: Üetlibergbahn Ringlikon - Zürich HB (oder zu Fuss zurück zur Station Triemli)  -ZVV-Fahrplan

Von Hütte zu Hütte: Alpine Wege am Üetliberg

Teehütte Fallätsche

Auf den Üetliberg führen unzählige Wege. Die hier beschriebene "Bergtour" ist wenig bekannt und überrascht selbst Einheimische mit seinen teilweise alpinen Wegen so nahe von der Stadt Zürich.
  • Hütten: Alle drei "Teehütten" werden von Freiwilligen betrieben; die Öffnungszeiten sind deshalb beschränkt. Voll auf seine Rechnung kommt, wer die Tour an einem Sonntag unternimmt.
  • Coiffeurweg der Üetlibergflanke entlang: Ein unbekannter, unmarkierter, feuchter Bergweg mit vielen Wurzeln und einigen Treppen - Kinder werden ihn lieben.
  • Fallätsche als Schutzgebiet - kein Gebiet zwischen Jura und Voralpen ist reicher an Flora und Fauna als die offenen Felshänge der Fallätsche, Tages-Anzeiger 1.12.09
  • Billettvorschläge:

    3h40, aufwärts 440m, abwärts 240m
    Route: Zürich Triemli 485m - Zürich Albisgüetli (30min) - Höckler (20min) - Teehütte Fallätsche 740m (1 h) - Aussichtspunkt Fallätsche - Coiffeurweg - Teehaus Jurablick 750m (1h35) - Ringlikon 682m (15min)

    Der erste Teil unserer Wanderung verläuft entlang des geteerten, viel begangenen Panoramawegs mit schöner Sicht auf den Zürichsee. Ab Station Triemli folgen wir dem Wegweiser Richtung "Friesenberg/Albisgüetli", der nach der Gleisüberquerung kurz steil bergauf führt. Beim Waldeingang oberhalb des Hotels Atlantis verlassen wir die Üetliberg-Route und wandern ebenaus nach links dem Albisgüetli zu, vorbei an Friedhöfen und und Familiengärten.

  • Variante: Vom Hauptbahnhof mit Tram Nr. 13 direkt zur Endstation Albisgüetli fahren.
  • Direkt unterhalb der Tramstation Albisgüetli folgen wir dem Wegweiser "Höckler/Langnau". Ein schöner, aber nicht markierter Weg führt zum Scheibenstand des Schützenhauses (hier wird jeweils das Zürcher Knabenschiessen ausgetragen). Dort steigen wir in einer Kurve zum Weg hinter dem Scheibenstand auf, der ebenaus Richtung Langnau führt (Abzweigungen ignorieren!). Wo der Weg nach einem kurzen Stück bergauf zu einer grossen Rechtskurve ansetzt, zweigen wir links auf schmalen Pfad dem Bach entlang zum Brücke hinunter.

    Auf dem breiten Weg gehts weiter zum Höckler, ein Wiesendamm. Wer die Aussicht geniessen will, muss bald schon wieder steil zum Weg zurückkehren, denn hier zweigt rechts unser Bergweg ab; der Wegweiser "Üetliberg" steht etwas versteckt in den Bäumen; der Weg ist nicht gelb markiert. Gut angelegt, steigt er im Zickzack bergauf; ab und zu kommt uns ein Mountainbiker entgegen; die Fallätsche, ein steiles Rutschgebiet, liegt links auf der andern Seite der Moräne. Wir wandern an einer Waldhütte vorbei, steigen nochmals zwei Kurven höher (die zweite können wir abschneiden) und kommen in der nächsten Rechtskurve auf einer Höhe von 700 m an eine Abzweigung nach links, der wir folgen. Ebenaus geht es zur Moräne; dort treffen wir auf den Moränenweg, der direkt von Langnau heraufkommt, und wandern 3 Minuten bergauf. Links steht unvermittelt die Teehütte Fallätsche, wo wir auf der Terrasse eine schöne Aussicht und eine atemberaubende Sicht auf das steile Absturzgebiet geniessen. Das Gebiet erinnert uns an den Creux du Van!

    Nach dem Hüttenbesuch steigen wir weiter auf dem Moränenweg auf, wo wir nach knapp 10 Minuten auf den Aussichtspunkt Fallätsche am Weg Üetliberg - Felsenegg treffen. Wir wandern auf der Naturstrasse Richtung "Üetliberg", die verschiedenen Abzweigungen ignorierend (siehe Variante über den Üetliberg Kulm).

    Nach 400 m oder 7 Minuten ab Aussichtspunkt sehen wir links einen unscheinbaren Holzpfosten und ein unmarkiertes Weglein. Diesem folgen wir durch den dichten Wald bergab. Am Waldrand, fünf Minuten später, neben der ausgedehnten Waldlichtung Folenweid, zweigt rechts der sogenannte Coiffeurweg ab. Er ist nicht markiert (abgesehen von einzelnen blauen Punkten), aber ein echter Geheimtipp. Offenbar hatte einst ein Coiffeur in Eigeninitiative diesen Weg gebaut: Er führt in teilweise steilem und feuchtem Gelände der Flanke des Üetlibergs entlang.

    Der Coiffeurweg ist für Bikes verboten - diese zerstören den mühsam instand gehaltenen Weg, wo sie bei Feuchtigkeit tiefe Rillen hinterlassen. Wir folgen dem schmalen, perfekt ins Gelände eingepassten Wurzelpfad durch teils dichten Buchen- und Tannenwald, mehr oder weniger der Höhenkurve entlang. Die letzten 100 m vor der Kreuzung mit dem Weg Stafel - Sellenbüren verlaufen im dichten Jungwald, wo man beinahe ein Buschmesser bräuchte. Dem erwähnten Wanderweg folgen wir wenige Schritte abwärts (5 m) und finden in der Kurve die Fortsetzung unseres Weges.

    Der zweite Teil des Coiffeurwegs ist bestens unterhalten; Zivilschützer sind dabei, Schäden auszubessern. Ein Abrissgebiet wird mit Treppenwegen umgangen, diverse Bachübergänge sind mit Holzpfählen entschärft worden. Im leichten Auf und Ab gehts, tobelein, tobelaus, dem Hang entlang; Seidelbast, Akelei, Katzenschwanz und Bärlauch säumen den Weg. Man wähnt sich weit ab von der Zivilisation. Der Hang wird sanfter, der Weg breiter, und ebenaus gelangen wir zum idyllisch gelegenen Teehaus Jurablick, wo man Fr - So draussen unter den Bäumen einkehren und die Seele baumeln lassen kann.

    Auf markierten Wegen quert man kurz geradeaus und steigt hinunter zur geteerten Üetlibergstrasse, die man schräg abwärts kreuzt. Über Treppen erreichen wir das Bahngeleise, queren es und wandern bald durch offenes Landwirtschaftsgebiet zur Bahnstation Ringlikon.


    Fallätsche ab Teehütte

    Aussichtspunkt Fallätsche

    Weg im dichten Jungwald

    spannender Coiffeurweg

    Nähe Haltestelle Ringlikon

    Variante über den Üetliberg Kulm 900m

    Hier bleiben wir auf dem breiten Gratweg Richtung "Üetliberg". An der Wegkreuzung Stafel, dem tiefsten Punkt, kurz nach dem Picknickplatz Annaburg, könnten wir nochmals wählen:

    Nähe Stafel, Blick auf den
          ÜetlibergturmBlick vom Üetliberg Richtung See und AlpenRichtung "Üetliberg Kulm" bleiben wir vorläufig auf dem breiten Gratweg, kommen am nahen "Bergrestaurant Staffel" vorbei und steigen die Treppen zum Üetliberg-Aussichtsturm beim "Hotel Uto Kulm" hinauf, von wo man eine phänomenale Aussicht auf die Stadt Zürich und über den See in die Alpen geniesst.

    Abstieg zur Bahnstation der Üetlibergbahn auf der breiten Waldstrasse. Wem es zuviele Leute hat, wandert rechts vom Sendeturm rund 200 m der aussichtsreichen Hangkante entlang. Bevor der Treppenweg beginnt (auf ihm könnten wir in 20 Minuten direkt zum "Rastplatz Fuchs" absteigen), nehmen wir die Abzweigung links, wo wir bei der Sonne in die Waldstrasse einmünden (wir befinden uns auf dem Planetenweg). Im "Restaurant Gmüetliberg" bei der Bergstation der Üetlibergbahn könnte man nochmals einkehren; grosser Spielplatz nebenan.

    Teehaus JurablickDem Geleise entlang gehts nochmals 5 Minuten auf der Waldstrasse, die wir nach Überquerung der Geleise nach links Richtung "Ringlikon" verlassen. Aussichtsreicher Weg mit Blick ins Säuliamt. Unten in der Kurve befindet sich das schön gelegene Teehaus Jurablick.

    Auf markierten Wegen gehts ebenaus und hinunter zur geteerten Üetlibergstrasse, die wir schräg kreuzen. Treppabwärts, das Bahngeleise kreuzend, gelangen wir durch offenes Landwirtschaftsgebiet zur Bahnstation Ringlikon.


    Zusatzvarianten:

    a) Ringlikon - Waldegg
    Ringlikon 682m - Bahnstation Waldegg 620m, (20min):
    Wanderung dem Geleise entlang zur Haltestelle Waldegg (der "Parkplatz Waldegg" wäre in einer weiteren Viertelstunde zu erreichen).

    b) Ringlikon - Triemli
    Ringlikon 682m - Rastplatz Fuchs 710m - Triemli 456m (1 h): 
    Wer Lust nach mehr Hüttenromantik hat, folgt in Ringlikon dem Wanderweg "Hohenstein / ZKB Rastplatz Fuchs". Nach einer bequemen Viertelstunde kommt man an eine Lichtung mit grossem Spielplatz, sowie verschiedenen Grillplätzen für die ganze Familie. Auf dieser Lichtung steht rechts etwas versteckt das gemütliche kleine Teehüsli der Naturfreunde Zürich-Altstetten, wo sich jung und alt mit Snacks und feinen Getränken verpflegen kann. Neben dem Spielplatz beginnt der Abstieg zum Triemli. Der im steilen Hang gut angelegte Döltschiweg kurvt in einer halben Stunde direkt zu unserem Ausgangspunkt, der Station Triemli, hinunter.

    ZKB-Rastplatz mit Teehüsli

    Abstieg Hohenstein - Triemli

    Sandfelsen am Dötschiweg

    Triemli-Wegweiser

    c) Ringlikon - Birmensdorf ZH
    Ringlikon 682m - Ober Risi 572m (40min)
    Ringlikon; Blick über das Säuliamt auf die AlpenSehr schöner Abstieg auf der Sonnenseite des Üetlibergs: Rechts vom Wartehäuschen der Haltestelle Ringlikon in den Büelwald, am Schulhaus-Spielplatz vorbei. Beim Waldausgang die Strasse kreuzen, dem kleinen Rebberg entlang bergab gehen. den Blick auf die Alpen geniessend. Bei der Bushaltestelle "Uitikon Langwis" eine weitere Strasse kreuzen und nun im Wald auf schönstem Gratweg hoch über dem Reppischtal Richtung "Birmensdorf". Beim Waldausgang treffen wir auf die Bushhaltestelle Ober Risi (Busverbindung zu den Bahnstationen Birmensdorf, Waldegg, Triemli und Wiedikon). ZVV-Fahrplan
    Zu Fuss nach Birmensdorf 488m sind es 20 Minuten durch Quartierstrassen bergab.


    d) Eine weitere Bergtour zum Üetliberg:


    Gasthäuser
    • Teehütte Fallätsche, Alpenclub Steile Wand, Tel. 044 463 07 46: Sonntags ca. 9.30 - 17 Uhr geöffnet
    • Restaurant/Teehaus Jurablick: K.Appenzeller, 8142 Uitikon, Tel. 079 719 15 94 oder 044 493 12 36, offen Fr - So ab 09.00 Uhr (Brunch)
    • Naturfreundehütte Hohenstein: http://www.nf-altstetten.ch, Tel. 044 461 21 41. Sonntags geöffnet
    • Staffel: Berggasthaus Uto Staffel, Tel. 044 463 42 22 (Mo geschl.)
    • Üetliberg Kulm, neben Aussichtsturm: Hotel-Restaurant Uto Kulm, Tel. 044 457 66 66
    • Üetliberg Bergstation: Rest. Gmüetliberg, Tel. 044 463 92 60, Mo geschl.
    Links
    Üetlibergvereine
    • Der Verein "pro-uetliberg.ch"kämpft dafür,  den Üetliberg als einziges grösseres Naherholungsgebiet der Stadt Zürich auch für die kommenden Generationen zu erhalten, die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und die kommerziellen Auswüchse zu beschränken. Mitglieder und Sponsoren sind höchst willkommen! 
    • Üetlibergverein zur Erhaltung und Pflege des Üetlibergs, mit Planetenweg und Wanderwegen: http://www.uetlibergverein.ch
    Karten und Bücher
    • Wanderkarte 1:25'000 Kt.Zürich, Blatt 4 (mit spezieller Markierung der Hartbelag-Strecken); am Kiosk oder bei https://www.wandern-zh.ch
    • 1:60'000 Zürich, Baden, Winterthur, Rapperswil, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
    • Digitale Karten:
    • "Züri - Winterthur Nachmittags-Ausflüge", Ralph Bernet, bei Amazon.de
    • "Zu Fuss die Region Zürich erleben", 45 entdeckungsreiche Genusswanderungen, http://www.buchhaus.ch
    • "Auf Wanderwegen im Sihltal, Albisgebiet und Knonauer Amt", NZZ-Verlag, bei Amazon.de
    • "Magisches Zürich", Wandern zu Orten der Kraft (Albisgüetli - Manegg - Höckler - Blutbuche), AT-Verlag, bei Amazon.de
    • Freizeitkarte für die Stadt Zürich, mit allen öffentlichen Spielplätzen, Picknickplätzen und Finnenbahnen, bei http://shop.pro-juventute.ch
    • Entdecken Sie das Limmattal: Freizeit- und Wanderkarte, mit Ortsiinfos, zum Herunterladen (pdf): http://www.oberengstringen.ch
    • "Zürich für Kinder", die Stadt erleben, entdecken und enträtseln, bei Amazon.de
    • "52x Zürich", Freizeitkarte mit Tipps für die Region Zürich, zweisprachig de + en, Gratis-Download: http://www.zuerich.com
    • "Wandern in der Stadt Zürich"; spannende und erholsame Stadtwanderungen, Rotpunktverlag, bei Amazon.de
    • "Zürich - einfach wandervoll", eine urbane Städtewanderung in zehn Tagesetappen, Werdverlag, bei Amazon.de
    • "Zürich zu Fuss - durch Stadt und Land", mit Aquarellen und gezeichneten Plänen liebevoll illustriert, bei http://verlagambach.ch

    Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
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