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Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser:

Fluchtwege durch die Schweiz

Weg der
                  Hugenottten und Waldenser durch die Schweiz; Quelle:
                  stiftung-via.ch
Karte aus dem ehemaligen Flyer der stiftung-via.ch


Aktuell ab Februar 2017: "Tagespilgern auf dem Hugenotten- und Waldenserpfad durch die Schweiz"
Munot, Schaffhausen
Munot, Schaffhausen

Ein wenig Geschichte

Die Hugenotten (wie die reformierten Christen genannt wurden) waren als religiöse Minderheit in ihrer (katholischen) französischen Heimat jahrzehntelangen Drangsalen und Verfolgungen ausgesetzt. Nach mehr als dreissig Jahren politisch-religiöser Konflikte unterzeichnet König Heinrich IV. im Jahr 1598 das Edikt von Nantes und führt damit das Nebeneinander der katholischen und reformierten Konfessionen im Königreich Frankreich ein: Die Protestanten dürfen ihre Gottesdienste innerhalb strikter Grenzen abhalten. Nach der Ermordung des Königs im Jahre 1610 wird die Gültigkeit des Edikts bestätigt; es befriedigt indessen weder die eine noch die andere Partei. Unter Ludwig XIII. zieht der Aufstand der Protestanten im Süden mehrere Kriege nach sich, die mit dem Sieg des königlichen Lagers im Jahre 1629 enden. Von nun an sind die Protestanten von der Gnade des Königs abhängig. Das Land geniesst dreissig Jahre Frieden.

Ab 1661 verfolgt Ludwig XIV. eine immer restriktivere Auslegung des Ediktes, was eine schrittweise Aufhebung der den Protestanten früher gewährten Rechte bedeutet. Mit der formellen Aufhebung des Ediktes 1685 setzt sich das Prinzip «ein König, ein Gesetz, ein Glaube» durch. Damit bleibt den Protestanten Frankreichs (Hugenotten) nur noch die Wahl zwischen Abschwören, Leben im Untergrund oder risikoreicher verbotener Flucht.

Für die Waldenser im Piemont gelten andere Regeln. Der Landesfürst Viktor Amadeus II. von Savoyen verfolgt zwar seine reformierten Untertanen, die damit das Schicksal ihrer Glaubensgenossen in den französischen Nachbartälern teilen, untersagt aber deren Auswanderung nicht. 1689 gelingt einer bewaffneten Gruppe von Exil-Waldensern die gewaltsame Rückkehr, «Glorieuse Rentrée», in ihre heimatlichen Täler, wo sie sich halten können.

Man schätzt, dass rund 170 000 Glaubensflüchtlinge ihre Heimat verlassen. Davon werden rund 70 000 in der Schweiz aufgenommen, wovon ein kleiner Teil hier ansässig wird - in der Republik Genf, in den reformierten Kantonen der Eidgenossenschaft, in der Grafschaft Neuenburg. Die Übrigen ziehen weiter, vornehmlich in die reformierten deutschen Fürstentümer Brandenburg, Hessen, Württemberg und die Pfalz, sowie in die Niederlande, nach England, Schottland und Irland, Skandinavien, Nord-Amerika und Süd-Afrika.

Ein Antrag ist beim Europarat in Abklärung, diesen Kulturfernwanderweg unter die Europäischen Kulturrouten aufzunehmen! 


Die schweizerischen Fluchtwege

Die Schweiz ist vorwiegend das erste Zuflucht- und Transitland. Die schweizerische Teil-Strecke Aufgrund der Topographie und der geographischen Lage stehen den Flüchtlingen in der Schweiz mehrere Wegstrecken zur Verfügung. Genf und Schaffhausen sind für die etwa 70 000 Flüchtlinge Ein- und Ausgangspforten auf ihrem Weg in reformierte Länder. Viele durchqueren die Schweiz in einem Zuge, andere werden in Aufnahmekantonen für unterschiedliche Dauer ansässig.

Obige Karte beruht auf Forschungsarbeiten von Historikern und Geographen und gibt die damals von den Exilanten meistbegangenen Routen möglichst getreu wieder; sie ist gleichzeitig Grundlage für die Planung und Umsetzung unseres Vorhabens, das sich eines einheitlichen, europäischen Logos bedienen wird. Von Etappe zu Etappe, zu Fuss oder per Velo oder gar mit dem Schiff, allein oder in der Gruppe: die Neu- Entdeckung dieser Epoche unserer Geschichte auf den von den Flüchtlingen begangenen Wegen – die durch wunderschöne Landschaften führen - ist die Reise wert.


Ziele der Stiftung "Via - auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser"

Hugenotten auf der Flucht; Bild:
          stiftung-via.chDie Ziele der Stiftung sind: Die Bestimmung der Wege, welche die Hugenotten und die Waldenser in der Schweiz benützt haben, die Erhaltung und Darstellung dieser Wege wie auch die dazu nötige Finanzierung; auf diese Weise soll die Verbindung mit den Wegen in Frankreich, Italien und in Deutschland hergestellt werden. Dieser transeuropäische Weg wird es einem breiten, interessierten Publikum gestatten, die Umstände und die Folgen dieses eindrücklichen Exodus zu erfassen, wie auch dessen europäische Dimension und die reiche Hinterlassenschaft in den Empfangsländern zu würdigen.

Durch die wunderschönen Landschaften der Schweiz wandernd, wollen wir Stätten der Erinnerung näher kommen und das, was von diesem reichen Erbe noch erhalten ist, erkunden. Sich heute dieser tragischen Ereignisse zu erinnern, bedeutet auch, ein deutliches Zeichen für die Respektierung der Gewissensfreiheit zu setzen.

Für Weitwanderer bedeutet das Nachvollziehen der Fluchtwege ein spannendes Eintauchen in die Geschichte. Anhand der digitalen Wanderkarten und der Unterlagen der spezialisierten Homepages kann dies zu einem mehrtägigen bis mehrwöchigen Abenteuer ausgeweitet werden; noch sind Nachwanderer Pioniere, erst einige Teilstrecken sind bestimmt und eingeweiht worden, weitere werden folgen.
  Noch sucht man einen grossen Sponsor für den Schweizer Abschnitt!


Hier die Routen durch die Schweiz

1):   Valleiry (FR) - Chancy CH - Avully - Cartigny - La Pte Grave - Bernex - Lully - Lancy - Carouge - Genève -
Coppet - Nyon - Promenthoux - Rolle
- Aubonne - Morges - Lausanne - Echallens - Yverdon - Grandson - St-Aubin - Neuchâtel - St-Blaise

2a): St-Blaise - La Neuveville - Biel/Bienne - Büren a.Aare
       oder
2b): St-Blaise - Murten - Bern - Aarberg - Büren a.Aare

3):   Büren a.Aare - Bätterkinden - Solothurn - Wangen a.Aare - Langenthal - Aarwangen - Aarburg - Zofingen - Aarau - Lenzburg - Brugg


4a): Brugg - Hornussen - Mumpf - Rheinfelden - Basel
       oder
4b): Brugg - Mellingen - Zürich - Kloten - Bülach - Eglisau - Schaffhausen - Thayngen - Hilzingen (D)

Infos:

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Dokumentation und Karten

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Infos für Wanderer

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