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Nr. 718
Tageswanderung Berner Oberland
Region Thunersee
Karte     -Webcam Thunersee
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Niesen Bergstation
An- und Rückreise: Bahn nach Spiez, Regionalzug (Richtung Kandersteg) nach Mülenen
je nach Wahl Drahtseilbahn Mülenen - Schwandegg - Niesen  -Fahrplan
Wanderbillett = 3 Sektionen zu Fr.18.50

 
 
 

 

Niesen - Trainingstour nach Wahl

Hinweise: 
  • Der Niesen steht majestätisch über dem Thunersee; die Sicht vom Gipfel auf 2362 m ist phänomenal. Eine 100-jährige steile Drahtseilbahn führt in zwei Sektionen auf den Gipfel, wo man übernachten kann. Die Bahn fährt ab Anfang Mai - Mitte November.
  • Nordic-Trail-Angebot mit Chip, Stockvermietung, Gepäcktransport und Duschgelegenheit auf dem Niesenkulm.
  • Tipp 2-Tagestour: Die Tour auf 2 Tage verteilen und auf dem Niesen übernachten - ein Erlebnis!
  • Niesen, Blick von Merligen
    Blick vom Niesen auf den Brienzersee; Bild: Simon Wüthrich, 2011
    Blick vom Niesengipfel

    Der steile Berg eignet sich bestens als Trainingstour, sind doch total 1600 Höhenmeter zu überwinden! Dank der Bahn sind ab Mülenen verschiedenste Varianten kombinierbar.
    Etappe
    Höhendifferenz
    aufwärts
    abwärts
    1)  Mülenen - Schwandegg (Wald)
    1006 m
    2.45 h
    1.45 h
    2a) Schwandegg - Niesen Kulm direkt (sonnig, steil)
      700 m
    2.10 h
    1.15 h
    2b) Schwandegg - Niesen Kulm via Alp Oberniesen (sonnig, Naturwiesen, weniger steil)
      740 m
    3.00 h
    1.50 h
    Wir haben unsere Niesen-Besteigung auf zwei Wandertage aufgeteilt und jeweils ein Wanderbillett gelöst (1 Etappe Bergfahrt, 2 Etappen Talfahrt)..
    Gewandert: Juni und September 2005


    1) im Aufstieg
    2.45 h, aufwärts 1006 m
    Route: Mülenen 693m - Waldbrücke 1000m (0.40 h) - Rölleren 1340m (1.05 h) - Schwandegg 1669m (1 h)

    Hinter der Talstation der Niesenbahn führt eine Brücke über die Kander zum gelben Wegweiser und dem Pfeil "swisstopwalk.ch", dem wir bis "Schwandegg" folgen. Das Kiessträsschen führt uns links bergauf. Achtung: Nach fünf Minuten beginnt rechts ein schmaler Pfad; er führt in den Wald hinein und steigt im Zickzack hangaufwärts. In einer Waldlichtung kommen wir an einer Alphütte vorbei; nach der Linkskurve Markierung am Viehgatter beachten! Dem Waldrand entlang gehts zum Teersträsschen hinauf. Nach weiteren fünf Minuten biet rechts ein Kiesweg ab, auf dem wir zur Waldbrücke gelangen. Wer einen Chip gemietet hat, kann hier die Zwischenzeit stoppen. Das Trassee der Niesenbahn führt oben auf der Brücke unglaublich steil bergauf.

    Der Wegweiser gibt nun zwei Varianten nach "Rölleren" an; Anfang Saison folgt man besser dem steileren Nordic-Trail, wo die Wege als erstes kontrolliert und geflickt werden (die andere Variante holt weit nach rechts aus und quert mehrmals ein heikles Rutschgebiet). Der steile Zickzackweg verläuft zunächst nah am Bahntrassee und trifft unterhalb "Rölleren" mit der anderen Route wieder zusammen. Die Steilheit nimmt ab. Sturmschäden haben den Wald verändert; die Sonne scheint durch und es duftet wundervoll. Am Weg finden wir Beerenstauden, schöne Blumen und einen Platz zum Picknicken.

    Bei der Verzweigung Rölleren gibt es wiederum zwei Varianten zur Auswahl:

    Wir bleiben auf dem Nordic-Trail und wandern im wohltuender Schatten der Bäume weiter bergauf. Der gut angelegte Weg ist voller Wurzeln, was im Aufstieg aber problemlos ist. Kurz vor der "Schwandegg" (wir sehen bereits das Gebäude) teilen sich die Wege. Wir gehen nach links zur Mittelstation Schwandegg. Getränkeautomat. Wer picknicken will, findet oberhalb der Station Tische und Bänke, mit Sicht auf den Thunersee.



     
     
    2a) im Aufstieg
    2.10 h, aufwärts 700 m
    Route: Schwandegg 1669m - Aussichtsplatz 1880m (1 h) - Räbmattli (0.15 h) - Niesen Bergstation 2336m (0.45 h) - Niesen Kulm 2362m (0.10 h)
    Lawinenverbauungen
    Eiger, Mönch und Jungfrau
    Hinweis: Ab Schwandegg gibt es zwei Varianten für den Aufstieg. Hier ist der direkte Weg beschrieben - der Wegweiser befindet sich beim Ausgang gegenüber. Wer die Variante über Oberniesen wählt, entdeckt den Wegweiser ein paar Meter weiter unten.
    Der direkte Weg zum Niesen quert oberhalb der Mittelstation Schwandegg das Bahntrassee, das hier in einem Tunnel verläuft, und kommt am schönen Sitzplatz mit Sicht auf den Thunersee vorbei. Auf teilweise steilen Wurzelpfaden steigen wir im Wald bergan. Der Weg ist anstrengend, aber gut angelegt. Wo sich der Wald lichtet, kurven wir durch Lawinenverbauungen. Ungezählte Steintritte und Mäuerchen erleichtern den Aufstieg im steilen Gelände. Vor dem Quergang nach links lohnt sich eine Pause auf dem Aussichtsplatz, der den Förderern der Niesenbahn gewidmet ist. Die Sicht ins Tal ist atemberaubend!

    Blick vom Niesengipfel, Bild: Simon Wüthrich, 2011Wir befinden uns nun oberhalb der Waldgrenze, doch meist weht hier ein Lüftchen. Nach einem Viehzaun nehmen wir den Schlussanstieg in Angriff. Im steilen Wiesengelände, immer wieder die Krete streifend, schraubt sich der Pfad im steilen Zickzack bergauf. Wir kommen an einem Messpfosten für Walking-Trailer und dem Stall Räbmattli vorbei und geniessen immer wieder die traumhafte Aussicht. Das Niesenbähnchen gleitet auf Brücken mühelos bergauf. Auch unser Pfad nähert sich dem Ziel. Bei der Bergstation führt ein ebener Weg nach links zum schön gelegenen Bergrestaurant. Nebenan steigt der Weg zum Niesengipfel, von wo man ein 360-Grad-Panorama geniesst.


    2b) im Abstieg
    1.50 h, abwärts 710 m, aufwärts 40 m
    Route: Niesen Kulm 2362 m - Bergrestaurant Niesen 2336m - Sattel 2037m (0.50 h) - Alp Oberniesen 1813m (0.15 h) - Schwandegg 1669m (0.45 h)

    Vom Niesen Kulm gehen wir rechts am Restaurant vorbei bergab. Bald führt ein schöner Gratweg ebenaus, wo wir nochmals die schöne Aussicht geniessen können. Der Pfad wird nun steiniger und schmaler und führt im Zickzack hangabwärts.
    Beim Wegweiser queren wir den Hang nach links und zielen dann auf den Sattel zu, den auch die Kühe gerne als Ruheplatz benützen. Entsprechend strapaziert sehen die Wege aus.
    Sicht zum Sattel und ins Kandertal
    Zunächst auf Kuhwegen nach links dem Zaun entlang, dann steil hinunter zur Alp Oberniesen.

    Beim Wegweiser scharf nach links, den rot/weissen Pfosten entlang, am Masten der Materialseilbahn vorbei. Nach einer Tannengruppe gehts nochmals steil bergab; es sind ein paar Felstritte zu überwinden. Wir überqueren einen Bach und wandern um den Hang herum, eine Weide und verschiedene Rutschgebiete streifend. Nach der Überquerung eines Wildbachs mit steilen Seitenmoränen haben wir den tiefsten Punkt erreicht. Leicht aufwärts queren wir einen Wiesenhang und zwei Waldstücke und achten im Wald auf den Pfeil "Schwandegg 2 Minuten". Der Eingang zur Mittelstation Schwandegg befindet sich im unteren Teil des Gebäudes.



    Gasthäuser
    • Mülenen: Kiosk-Café bei der Talstation, bei schönem Wetter ab 12 Uhr geöffnet.
    • Niesen-Kulm: Berghaus Niesen Kulm, Tel. 033 676 77 11, mit Aussichtsterrasse, Spielplatz und Wintergarten. Fantasievolle Küche, schöne WC-Anlagen, Lesestoff für wolkenverhangene Tage...
    Links
    Karten und Bücher
    • Wanderwege am Niesen: http://www.niesen.ch
    • Wanderkarte 1:50'000 Blatt 253T, bei http://www.wandern.ch oder http://www.swisstopo.admin.ch
    • Wanderkarte 1:60'000 Jungfrau-Region (guter Überblick über das gesamte Gebiet), Kümmerly+Frey, bei Amazon.de
    • Digitale Karten:
    • "Eine abwechslungsreiche Route mit vielen Rastplätzen ist die Niesen-Besteigung von Wimmis über die beiden Ahorni", aus "Berner Hausberge", AT-Verlag, bei Amazon.de
    • "Architektur erwandern" (Schwandegg - Niesen), Werd-Verlag
    • "Thunersee - Hohgant - Entdeckungsreisen zu Menschen und Landschaften", 100 Ausflugstipps sowie eine siebentägige Wanderung rund um die ganze Region, bei Amazon.de
    • "Zu Fuss im Berner Oberland und im Oberwallis", die 41 schönsten Wanderungen in der Lötschberger-Region, 2011, http://www.coopathome.ch
    Wanderungen in der Gegend

    Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
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