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Anreise:
mit Bahn und Postauto nach Wildhaus Lisighaus (Fahrplan),
nach Oberdorf mit Sesselbahn.
Anfang Juni waren Lift und Restaurant noch nicht in Betrieb. |
Die Etappen
1. Tag: 6.40 h, aufwärts
790 m, abwärts 740 m
Route: Wildhaus/Oberdorf 1228 m - Freienalp
1300 m - neuer Höhenweg oberhalb Schwendisee - Iltios 1342 m (1.30
h) - Alp Sellamatt 1390 m (0.45 h) - Wildmannlisloch 1650 m (1.30 h) -
Strichboden 1623 m - Vorder Selun/Selunalp 1577 m (0.15 h) - Ochsenalp
1677 m (0.15 h) - Tritt 1770 m (1.30 h) - First 1663 m (0.15 h) - Alp Looch
1535 m - Amden-Arvenbüel 1273 m (1 h)
Von der Haltestelle Wildhaus Lisighaus (1050 m, Zwingli-Geburtshaus) gehen wir kurz bergab zur Talstation des Sessellifts (5 Min.), mit dem wir nach Oberdorf fahren.
Ab Oberdorf folgen wir dem Wegweiser "Toggenburger Höhenweg". Wir steigen zur Freienalp auf und wandern auf dem neu erstellten Weg oberhalb des Schwendisees zur Station Iltios (Restaurant). Weiter gehts über die Alp Sellamatt zum Wildmannlisloch, eine Naturhöhle, die zu besuchen sich lohnt; hier lebten vor 50'000 Jahren Urmenschen (Taschenlampe mitnehmen!). Am nahen Strichboden mit den einladenden Holztischen der Alpwirtschaft "Zum wilden Mannli" vorbei gelangen wir zur Bergstation Vorder Selun (Selunbahn nach Starkenbach).
Von der Vorderen Selunalp gehts zur Ochsenhütte und relativ steil bis zum Tritt, dem höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung. Der Weg über ein Karrenfeld erfordert besonders bei nicht ganz trockenen Verhältnissen gute Trittsicherheit. Der Weg ist aber überall gesichert, und felsige Stellen sind mit Halteseilen bestückt. Schöner Blick auf das sich ob Arvenbüel ausdehnende Alpgebiet. Fünf Minuten später erreichen wir auf ca. 1820 m die Abzweigung zum Leistchamm. Der Höhenweg aber zweigt rechts ab und senkt sich durch einen canyonartigen Einschnitt zum First hinunter.
Hier verlassen wir den Toggenburger Höhenweg und steigen weiter bergab, an der Alpwirtschaft Alp Looch vorbei. Richtung Amden-Arvenbüel gibt es nun zwei Wege - schöner ist die Route über den Beerenbach. Bei der ersten Alphütte unterhalb von Alp Looch wählen wir die unscheinbare Abzweigung nach rechts (Wegweiser befindet sich an der Hüttenwand). Idyllischer Pfad durch das Moorgebiet von Röhr, durch Wald und Weiden zum Beerenbach hinunter. Wer mag, kann hier Beine und Arme mit Kneipp-Kaltwasserbädern behandeln. Dem Strässchen entlang erreichen wir eine Viertelstunde später die Feriensiedlung und Bushaltestelle Amden-Arvenbüel.
Abkürzungsmöglichkeiten:
GasthäuserPostauto Wildhaus - Unterwasser, Drahtseilbahn nach Iltios (Fahrplan) Postauto Wildhaus - Alt St.Johann, Sessel/Gondellift nach Alp Selamatt (Fahrplan) Postauto Wildhaus - Starkenbach, offene offener Privatseilbahn nach Vorder Selun/Selunalp Postauto Arvenbüel - Ziegelbrücke
2. Tag: 6.15 h, aufwärts
700 m, abwärts 530 m.
Route: Amden-Arvenbüel 1273 m
- Altschen 1388 m - Hüttlisboden 1522 m - Hinter Höhi 1416
m - Oberchäseren 1656 m - Elisalp 1476 m - Tanzboden 1443 m
Vom Parkplatz und Postautohaltestelle Amden-Arvenbüel (div. Restaurants) gibt es vorerst zwei Möglichkeiten, Richtung Altschen zu wandern:
Weiter gehts auf der Schattenseite des Mattstocks der Höhenkurve entlang, dann hinauf zur Alp Oberchäseren (Tel. 055 611 11 71 oder 055 283 17 70, Übernachtungsgelegenheit im ML). Spezialitäten wie Älplermagaronen, Älplerrösti und Chäserenplättli werden angeboten. Hier steigt der Weg weiter an den Fuss des Speers.
Variante: wer mag, nimmt den 20 minütigen Aufstieg zum Gipfel des Speers (1950 m) in Angriff, wo man einen wunderbaren Rundblick von den Chrufirsten über das Alpsteinmassiv bis hin zu den Glarneralpen geniesst. Abstieg auf gleichem Weg - oder in einer leichten, aber ausgesetzten Kletterei direkt hinunter zum Wannenberg (nur für Schwindelfreie!).Wir umgehen nun den Speer und wandern entlang der "Schwarzi Chöpf". Nach dem gefahrlosen Abstieg übers Leiterli gelangen wir zur Alp Bütz 1560 und schliesslich über die Hochebene Elisalp (Naturschutzgebiet) zum Wannenberg. Auf schönen, ungefährliche Wiesen- und Waldgratwegen wandern wir über Schorhüttenberg zum Tanzboden; ein Aussichtspunkt, der zu jeder Jahreszeit von allen Richtungen her gerne aufgesucht wird.
3. Tag: 6 h, aufwärts
560 m, abwärts 1180 m.
Route: Tanzboden 1443 m - Alp Oberbächen
1227 m - Regelstein 1315 m - Ricken 780 m - oberer Atzmännig
1200 m - Schutt/Atzmännig 824 m
Vom Tanzboden gehts über Stotzweid
zur
Alp Oberbächen und über den Regelstein hinunter zum
Ricken
(Postautohaltestelle, Hotels und Rest.). Aufstieg über
Oberricken,
vorbei an der Alpwirtschaft Hüttenberg
zum
Atzmännig
(Bergstation Sesselbahn).
Abstieg nach
Schutt, Talstation
des Sessellifts, Postautohaltestelle.
|
Alpwirtschaft Hüttenberg |
4. Tag: 5.30 h, aufwärts
300 m, abwärts 550 m
mit dem Sessellift auf den Atzmännig
Route: Oberer Atzmännig 1200 m - Rotstein 1285 m - Tweralp 1332 m - Chrüzegg 1265 m - Habrütispitz - Schindelberg 1153 - Schnebelhorn 1292 m (höchster Berg im Kt.Zürich) - Hirzegg - Roten 1148 m - Älpli - Hulftegg-Pass 949 m
Zusatzvariante: Schutt
- Brustenegg - Oberer Atzmännig zu Fuss zusätzlich 1.30 h
|
Schindelberg |
5. Tag: 6 h, aufwärts
530 m, abwärts 910 m
Route: Hulftegg-Pass 949 m - Mühlrüti
758 m - St. Iddaburg 966 m - Dietschwil 697 m - Wil 570 m
Der fünfte Tag ist zwar
lang, aber nicht mehr allzu streng.
Ein schmaler Pfad führt
vom Gasthaus Hulftegg am rechten Strassenrand entlang 200 m bergab,
um dort im rechten Winkel abzubiegen. Der Pfeil beim Waldeingang zeigt
zu wenig nach links. Steil und etwas ruppig gehts nun durch den Wald
zum Weiler
Hulftegg hinunter. Beim Stall auf der andern Seite der
Strasse finden wir wieder eine gelbe Markierung. Ein weicher Wiesenpfad,
auf dem man getrost barfuss gehen könnte, führt uns zum Bach
hinunter. Bald stehen wir bei den ersten Häusern von Mühlrüti;
wir wandern an der Kirche vorbei zur Passstrasse, wo wir 100 m rechts die
Bushaltestelle erreichen.
Nun steigen wir durch den
Wald auf die berühmte
St.Iddaburg (12. Jahrhundert). Über
Steig
und Alvensberg kommen wir nach Dietschwil, wo wir uns verpflegen
können (Postautohatestelle). Dann wandern wir zum
Giessenfall
und gelangen beim Wurenholz auf den Thurweg, dem wir über
Wilen
bis zur bekannten Äbtestadt Wil folgen.
Wer mag, lässt die Wanderung bei einem Rundgang in der gut erhaltenen Wiler Altstadt mit ihren bemerkenswerten Bauwerken, den vielen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants gemütlich ausklingen.
Wegbeschreibung der Wanderwege St.Gallen:
für Details siehe Prospekt-Download pdf: http://www.sg-wanderwege.ch
"Mit dem Toggenburger Höhenweg
steht dem Wanderer die schönste, aber auch eine der anspruchsvollsten
Wanderrouten im St. Gallerland zur Verfügung.
Sie wandern zwischen Wildhaus
und Tanzboden vorwiegend über Bergwege, anschliessend über Wanderwege.
Die rund 87 km lange Wanderroute ist in fünf Tagesetappen mit durchschnittlich
sechs Stunden Wanderzeit zu bewältigen. Übernachtungsmöglichkeiten
unterwegs sind vorhanden, wenn zum Teil auch in bescheidenem Rahmen. Reservieren
Sie Ihre Unterkunft deshalb unbedingt vor der Wanderung!
Selbstverständlich
können Sie den Toggenburger Höhenweg auch in einzelne Tageswanderungen
aufteilen – immer wieder führen Wege und Bahnen ins Tal zum nächsten
Verkehrsmittel.
Wildhaus - Amden/Arvenbüel
(7 h)
Die Wanderung beginnt im
Ferienort Wildhaus, bei der Talstation der Sesselbahn nach Oberdorf. Wir
wandern von der Talstation zum Iltios oder fahren nach Oberdorf und starten
von dort. Es besteht auch die Möglichkeit, die Bahnen ab Unterwasser
oder Alt St. Johann zu benützen und die Wanderung auf Iltios oder
Selamatt zu beginnen.
Den imposanten Zacken der
Churfirsten entlang wandern wir auf einem Naturweg zur Breitenalp, wo der
Weg zum sagenumwobenen Wildenmannlisloch abzweigt. Hier lebten vor rund
50 000 Jahren Urmenschen. Für den Besuch der Höhle sollte man
eine halbe Stunde einrechnen. Weiter führt der Weg zur Alp Strichboden,
dann weitet sich der Blick nach Westen. Hier zweigt der gut markierte Bergweg
ab in die Gegend des Tritt, der unsere volle Aufmerksamkeit fordert. Ein
steiler Abstieg bringt uns zu den Felsbändern des First und nach Amden
– Arvenbüel, dem Ziel der ersten Tagesetappe.
Amden/Arvenbüel -
Tanzboden (6.15 h)
Von Arvenbüel wandern
wir via Altschen zum Hüttlisboden. Auf Bergwegen geht‘s leicht abwärts
durch ein Naturschutzgebiet, ein Hochmoor voller Zwergföhren und interessanter
Flora, zur Hinter Höhi. Dann steigen wir auf zur Alp Oberchäseren
und weiter Richtung Speer. Wir umgehen den mit 1950 m höchsten Nagelfl
uhgipfel Europas östlich. Nach dem Abstieg übers Leiterli gelangen
wir zur Alp Bütz und zur Hochebene Elisalp, einem weiteren Naturschutzgebiet.
Auf gleicher Höhe wandern wir dem Wannenberg entlang zum Schorhüttenberg
und zum Ausflugsziel Tanzboden. Wer
nicht dort übernachtet,
wandert ab Bütz über die Wolzenalp nach Rietbach und gelangt
von dort zu Fuss oder mit der Sesselbahn nach Krummenau.
(Automatischer Auskunftsdienst
über Betrieb: 071 994 15 15)
Tanzboden - Atzmännig
(5 1/4 h)
Die Wanderung wechselt nun
vom Gebirge in das hüglige Gelände des Mitteltoggenburgs. Vom
Tanzboden gehts talwärts zur Stotzweid, dann folgt ein leichter Aufstieg
zur Alp Oberbächen. Bis zum Aussichtspunkt Regelstein durchwandern
wir immer wieder kleine, interessante Moore. Durch den Cholwald erreichen
wir das gastliche Bergdorf
Ricken an
der gleichnahmigen Passstrasse, wo die Wanderung gut unter- oder abgebrochen
werden kann. Noch liegt ein steiles Wegstück vor uns: von Ricken wandern
wir nach Oberricken und steigen auf zum rund 1'200 m hohen Atzmännig.
Je nach Müdigkeit gehts mit der Sesselbahn oder zu Fusshinunter zur
Talstation Schutt.
(Automatischer Auskunftsdienst
über Betrieb: 055 284 64 44)
Atzmännig - Mühlrüti
(6 h)
Der Sessellift bringt uns
wieder bequem auf den Atzmännig. Aufwärts gehts zum Rotstein,
dann leicht abwärts über die Tweralp zur bekannten Chrüzegg,
wo wir die Aussicht auf Zürichsee und Glarneralpen sowie ins Toggenburg
und zum Alpstein bewundern. Über Habrütispitz wandern wir zum
Schindelberg und steigen auf zum höchsten Berg des Kantons Zürich,
dem 1'292 m hohen Schnebelhorn. Nachdem wir uns nochmals an der Aussicht
erfreut haben, gehts zur Hirzegg, dann steigen wir auf zum Roten. Über
das Älpli erreichen wir die Hulftegg,
wo übernachtet werden kann - oder wir wandern ins Tal zum stattlichen
Toggenburger Dorf Mühlrüti.
Mühlrüti - Wil
(5.15 h)
Bis Wil ist die Wanderung
nicht mehr allzu streng. Von Mühlrüti aus steigen wir zuerst
auf zur sagenumwobenen St.Iddaburg, wo im 12. Jahrhundert Graf Heinrich
seine des Ehebruchs bezichtigte Gemahlin Idda in den Abgrund gestossen
haben soll.Die Unschuldige überstand den Absturz und beschloss darauf,
ihr Leben als Einsiedlerin allein Gott zu widmen. Der Weg führt weiter
über Steig – Alvensberg nach Dietschwil, dann wandern wir weiter zum
Giessenfall und gelangen beim Wurenholz auf den Thurweg, dem wir bis zur
bekannten Äbtestadt Wil folgen."
Wanderreportage von "Wanderland"
Geführter Toggenburger Höhenweg
Von Sternenberg führt
dieser Weg durch typische Voralpenlandschaft. Das Schnebelhorn als höchster
Zürcher Berg bietet eine fantastische Sicht auf den ganzen Alpenkamm.
Atzmännig und Regelstein sind weitere Aussichtshügel mit umfassendem
Panorama. Über Weiden, durch Wälder und vorbei an Hochmooren
gelangen Sie zum Tanzboden. Am nächsten Tag umrunden Sie den Speer
und erfreuen sich an der Aussicht über den Amdener Kessel in die Alpen.
Nun folgen Sie den Hängen der Churfirsten und wandern hoch über
dem Toggenburg zum Ziel in Wildhaus.
Sie übernachten in
Hotels oder Berggasthäusern.