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Fricktaler Höhenweg

Chriesiberg ob Zeiningen
webkarte

Hinweise
Eine abwechslungsreiche Wanderroute über markante Jura-Höhenzüge im Fricktaler Wandergebiet. Blau markiert auf alten  Pfaden, von der Zähringerstadt Rheinfelden aus über den historischen Marktflecken Frick bis hin zum Weindorf Mettau - vorbei an landschaftlichen und kulturellen Schönheiten. Distanz: gesamthaft 60 km.

Max Mahrer, Bild:
        Cornelia Thürlemann

Max Mahrer als grosser Initiant des Weges hat einen Routenbeschrieb zusammengestellt, der Ihnen hier weitergegeben werden darf (Stand 2002). Herzlichen Dank! Später sind wir ihn (umgekehrt) nachgewandert und haben unsere Erfahrungen niedergeschrieben.

Der Höhenweg kann ganzjährig gewandert werden, besonders schön ist er im Frühling, wenn all die Kirschbäume blühen. Auch im Winter, wenn Schnee liegt, sind die Wege dank Traktorspuren begehbar - allerdings empfiehlt es sich, wegen der Gleitgefahr Stöcke und Schuhkrallen mitzunehmen.

Der Fricktaler Höhenweg geht von ist mit blauen Wegweisern und Rhomben lückenlos und perfekt markiert. Konditionsstarke Wanderer bewältigen den ganzen Weg (60 km) in 2 Tagen. Dank guter Flur- und Waldwege, viel Abwechslung und relativ geringer Höhendifferenzen eignet sich die Begehung auch für Familien mit Kindern.

Dank guter Bahn- und Postautoverbindungen im Fricktaler Wandergebiet können sich die Wanderer individuelle Streckenabschnitte von ganz verschiedener Länge aussuchen. Der Abstieg ins Tal ist über das gelb gekennzeichnete Wanderwegnetz an verschiedenen Orten möglich. Die Wanderroute liegt innerhalb des Einzugsgebietes des Tarifverbundes der Nordwestschweiz (TNW).


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 Verlauf und Routenbeschreibung von Max Mahrer, Initiator des Höhenwegs

Angeregt durch die gemeinsame geschichtliche Vergangenheit der beiden Rheinbezirke, übernahmen Wanderbegeisterte die Markierung attraktiver Wegstrecken über lohnenswerte Jura-Höhenzüge und Aussichtspunkte des Fricktals. Die blauen Wegweiser der Höhenroute tragen als verbindliches Signet ein grünes Lindenblatt auf weissem Grund, das dem nur kurze Zeit bestehenden Kanton Fricktal (1802-1803) als Hoheitszeichen diente. Die Erstellungskosten des heimatkundlichen Wanderweges trug die Aargauische Kantonalbank zu ihrem 75-jährigen Jubiläum. Der Fricktaler Höhenweg gilt als Erlebnispfad in einer wunderschönen Naturlandschaft mit kulturellen Sehenswürdigkeiten und dient als Beitrag zur Förderung des Wanderwesens im Fricktal.

Die beidseitige Begehung ist dank guter Flur- und Waldwege und relativ geringer Höhendifferenzen nicht nur dem trainierten Wanderer möglich, sondern eignet sich auch für wanderfreudige Familien mit Kindern. Dank guter Bahn- und Postautoverbindungen im Fricktaler Wandergebiet können sich die Wanderer individuelle Streckenabschnitte von ganz verschiedener Länge aussuchen. Der Abstieg ins Tal ist über das gelb gekennzeichnete Wanderwegnetz an verschiedenen Orten möglich. Die Wanderroute liegt innerhalb des Einzugsgebietes des Tarifverbundes der Nordwestschweiz (TNW).

Die ganze Höhenroute ist «narrensicher» markiert. Als Kartenmaterial eignet sich die Aargauer Wanderkarte, die Wanderkarte Liestal (Blatt 214 T) sowie das Blatt 214 Liestal, alle im Massstab 1:50’000.


Verlauf des Fricktaler Höhenweges

1. Tag
Zähringerstadt Rheinfelden (285 m, Bahnhof) - Steppberg (395 m) - Magdener Galgen (449 m) -Sonnenberg (632 m, Aussichtsturm) - Weindorf Zeiningen (340 m, Bushaltestelle) - Chriesiberg (545 m) - Looberg (571 m)  -  Wabrig (556 m, Aussichtspunkt)  -  Flugplatz Schupfart (Restaurant Airpick) - Tiersteinberg (749 m, Aussichtspunkt) - Ruine Alt-Tierstein (630 m) - Marktflecken Frick (361 m, Bahnhof).
Bus- bzw. Bahnverbindungen in Richtung Brugg - Zürich, Basel oder nach Aarau.

2. Tag
Marktflecken Frick (361 m, Bahnhof) - Wettacher (614 m, Schutzhütte) - Schynberg (722 m, Aussichtspunkt, Bergkreuz) - Marchwald (607 m) - Weiler Sennhütten (634 m, Waldschenke, Herberge) - Aussichtsturm Cheisacher (698 m, Bergkuppe) – Bürersteig/Passhöhe (550 m, Bushaltestelle) - Laubberg (648 m, Bergkapelle) - Mettauertal (Punkt 352) - Weindorf Mettau (346 m, Barockkirche, Bushaltestelle).
Busverbindungen zu den Bahnhöfen Brugg, Laufenburg oder nach (Leibstadt)  - Koblenz.


Routenbeschreibung von Max Mahrer

1. Tag, 7.30 h: Von der Zähringerstadt Rheinfelden zum Marktflecken Frick (29 Kilometer)
Rheinfelden (Bahnhof) - Sonnenberg 1 Std. 45 Min. - Dorf Zeiningen 2 Std. 20 Min. - Looberg 4 Std. - Flugplatz Schupfart (Restaurant) 4 Std. 50 Min. - Tiersteinberg (Aussichtspunkt)  6 Std. -  Frick (Bahnhof) 7 Std. 30 Min

Ausgangspunkt ist mit 285 m ü.M. der Bahnhof der Zähringerstadt Rheinfelden. Die blaumarkierte Höhenroute führt zunächst über den bewaldeten Steppberg (395 m) hinauf zur langgestreckten Kuppe des Magdener Galgens (449 m). Ueber diesen Höhenzug steigt der Weg weiter bis zum Aussichtsturm mit dem Turmstübli auf dem weitherum bekannten Sonnenberg (632 m). Von der Plattform des Turmes geniesst der Wanderer einen herrlichen Rundblick auf die Erhebungen des Baselbietes, St. Chrischona und den benachbarten Schwarzwald. Das markante heimatliche Refugium der Möhliner Naturfreunde - ein beliebtes Ausflugsziel und Rastort - ladet die Besucher jeden Sonn- und Feiertag zum Kaffeehalt ein.

Der Bergkrete folgend, fällt der Höhenweg nach dem Weindorf Zeiningen ab (340 m, Bushaltestelle) und erreicht nach einem Anstieg zum Burgacherhof (440 m), den aussichtsreichen Feldweg am Waldrand des Zeiningerberges. Oberhalb der Rebberge entlang führt der Weg weiter zum Spitzgraben. Den Graben aufwärts, folgt der landschaftlich reizvolle Chriesiberg (533 m), kurz zuvor, auf Spitzgraben Punkt 518, lädt eine Schutzhütte mit einer Feuerstelle zur Mittagsrast ein.

Zum Flugplatz Schupfart (545 m) marschieren wir (auf Hartbelag) über die fruchtbare Tafeljura-Hochebene von Looberg (570 m) und den Wabrig mit seiner schönsten Fernsicht auf Punkt 555 (Ebnethof) ins obere Fricktal. Wer den Aufstieg über das Fazedellerkreuz zum 749 Meter hohen Tiersteinberg nicht direkt wagen will, kann sich im Flugplatz-Restaurant Air-Pick noch einmal stärken. Als Belohnung für den Aufstieg zum höchsten Fricktaler Berg und die anschliessende Firstwanderung auf dem langgezogenen Bergrücken, erwartet den Naturfreund am Aussichtspunkt ein prächtiger Ausblick. Die Sicht wird im Norden von den weiten Höhenzügen des deutschen Schwarzwaldes begrenzt.  Der Abstieg zum historischen Marktflecken Frick (361 m, Bahnhof) führt an der neusanierten Burgruine Alt-Tierstein (630 m, Rastplatz) vorbei und wird erreicht über die Flur Chaltenbrunnen (578 m) und der Ortschaft Gipf-Oberfrick.


2. Tag,  7h15: Von Marktflecken Frick zum Weindorf Mettau (30 Kilometer)
Frick (Bahnhof)  -  Wettacher 1 Std. 45 Min. -   Schynberg-Grat   2 Std. 30 Min. -   Weiler Sennhütten 3 Std. 45 Min. -  Aussichtsturm Cheisacher 4 Std. 30 Min. -  Bürersteig/Passhöhe 5 Std. 30 Min. -  Laubberg 6 Std.15 Min.  -  Weindorf Mettau (Kirche, Bushaltestelle) 7 Std. 15 Min.

Im Anschluss vom Bahnhof Frick (361 m) erstreckt sich der Fricktaler Höhenweg zuerst durch das Dorfzentrum und folgt über den Weidenplatz hinauf zum Waldrand des Frickberges (450 m). Mit Blick auf die südlich liegenden Fricktaler Höhen zieht die Route Richtung Osten, alles am Waldrand des Frickberges entlang, bis sich vor uns die Weite der Hornusser Rebberge öffnet.

Ueber den Grossacher (533 m) und dem Rastort Wettacher (614 m, Schutzhütte) gelangen wir zur südlichen Schynbergshalde, von wo aus der markante und aussichtsreiche Schynbergs-Grat (722 m) zu erreichen ist. Eine ideale Feuerstelle befindet sich auf Punkt 691 direkt unterhalb des Bergkreuzes. Hinunter geht’s, am Waldrand entlang, zum Solbacher (611 m), dann biegt der Höhenweg nach links ab und führt durch den Marchwald (607 m) - vorbei an historischen Grenzsteinen - zum Weiler Sennhütten (634 m). Hier erwartet den Wanderer ein ausgebauter Rastplatz und eine Waldschenke mit Uebernachtungsmög- lichkeit in der Herberge. Weiter geleitet uns der Weg des Lindenblattes zur Ampferenhöhe und nach einem kurzen Waldstück links hinauf zur Sternwarte und zum prächtigen Sulzer Aussichtsturm Cheisacher (698 m). Im weiten Umkreis bietet sich hier eine atemberaubende Aussicht auf die waldreichen Jurahöhen, hinunter in das Dorf Sulz sowie hinüber in den benachbarten Schwarzwald.

Vorwiegend im Wald verläuft anschliessend die Wanderroute über die langgezogene Bergkuppe des Cheisachers (Einweihung Aussichtsturm 30.4./1.5.2011), dann hinüber zum Passübergang Bürersteig (555 m, Bushaltestelle der Linie Brugg - Mettau - Laufenburg). Rechts um das Bürerhorn herum erreichen wir den Laubberg (648 m), dessen kleine Bergkapelle uns zu einer kurzen Rast einlädt. Der weite Ausblick bei guter Witterung lässt hier die Herzen der Wanderer höher schlagen.

Der Weg führt weiter, dem Stationen- und Gansinger Panoramaweg folgend, über den Höhenzug zwischen den Ortschaften Oberhofen und Wil hinunter ins anmutige Mettauertal. Kurz vor Mettau, an der Postauto-Haltestelle Linde (Punkt 352), erreichen wir die Hauptstrasse Bürersteig - Gansingen - Etzgen. Das kleine Weinbaudorf Mettau (345 m) mit seiner festlichen Barockkirche St. Remigius bildet den Abschluss  des erlebnisreichen Fricktaler Höhenweges. Im heimeligen Landgasthaus zur Linde, direkt gegenüber der Kirche und der Bushaltestelle Post, können sich die müdgewordenen Glieder wieder erholen. Auch das Gasthaus zum Sternen ladet die durstige und hungrige Wanderschaft zur Einkehr ein.

Zum Abschluss der Fricktaler Höhenwanderung lohnt sich eine Besichtigung der reizvollen Mettauer Dorfkirche alleweil. Das im Jahre 1776 zu Ehren des heiligen Remigius geweihtes Gotteshaus ist ein Kleinod spätbarocker Baukunst und steht heute unter Denkmalchutz der Eidgenossenschaft.
 

Auskunft und weitere Unterlagen über den Fricktaler Höhenweg (Wandervorschläge für Vereine und Gruppen, Übernachtungsmöglichkeiten sowie des öffentlichen Verkehr) sind durch

erhältlich.

Wer den ganzen Fricktaler Höhenweg bewältigt hat, kann am Schluss der Route bestimmt allen Wanderfreunden zurufen:

Max Mahrer,
Initiator des Höhenweges
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Erlebnisbericht, umgekehrte Variante

mit Tipps für Ein- und Ausstiegsvarianten
Gewandert: Februar/März 2003

Anreise: Bahn nach Brugg, Postauto nach Etzgen
Rückreise: ab Rheinfelden  (Fahrplan)
 

1. Tag: 6h40, aufwärts 790 m, abwärts 740 m
Route: Etzgen 330m - Mettau Linde 352m (30min) - Rindelhof (50min) - Laubberg 648m (30min) - Bürersteig-Höhe 550m (40min) - Aussichtsturm Cheisacher 694m (1 h) - Sennhütten 634m (40min) - Wettacker 614m (1 h) - Frick 361m (1h30)

Hinweise
Die erste Etappe Etzgen - Frick verläuft mehrheitlich auf bequemen Wald- und Feldwegen - asphaltiert sind 1 km zwischen Mettau Post und Mettau Linde sowie 3 km vor Frick.
Genügend Picknick mitnehmen; zwischen Mettau und Frick gibt es - mit Ausnahme der Trinkstube in Sennhütten - keine Einkehrmöglichkeit.

In Etzgen Dorf folgen wir den blauen Wegweisern leicht bergauf; kurz vor der ersten Kehre verlassen wir die Strasse und wandern am Waldrand entlang nach Mettau. Im Dorfzentrum (Barockkirche) ignorieren wir den gelben Wegweiser nach Frick; die blauen Tafeln führen uns der Hauptstrasse entlang dorfauswärts bis zur Kreuzung Mettau Linde und dort noch 50 m Richtung Oberhofen, wo links im Zickzack der Wanderweg bergauf steigt.

Nach einer halben Stunde treffen wir auf die gelben Markierungen der Route, die von Wil herauf führt. Nach einer scharfen Rechtskurve wandern wir um den Laubberg herum; schöner Weitblick. Der Bauernhof Rindelhof bietet hofeigene Produkte an. In einem grossen Hirschgehege werden zur Zeit über 100 Kirschbäume geschnitten. Der Aufstieg (10 Minuten) dem Kreuzweg entlang von der Grotte zum Laubberg ist der steilste des heutigen Tages. Oben locken Bänke und eine Kapelle zum Innehalten.

Auf schönen Wiesenpfaden wandern wir zum Bauerngut Lichthof, folgen dort 200 m der Güterstrasse und zweigen links ab in den Wald hinein. Beim Wegweiser "Bürerhorn" biegt halblinks ein schmaler Pfad ab, der uns zur Bürersteig Passhöhe bringt, einer Postautohaltestelle mitten im Wald (hier könnte man die Wanderung unterbrechen).

Nun folgt ein längeres Wegstück im Wald; nach einer halben Stunde kommen wir zu einer Abzweigung; die gelben Wegweiser zweigen nach links ab; wer abkürzen will, kann ihnen folgen. Der Fricktaler Höhenweg hingegen macht eine Extraschleife und schraubt sich in weiten Kehren 100 Höhenmeter weiter bergauf. Oben führt ein aussichtsreicher Kretenweg zu Sternwarte und neuer Aussichtsturm Cheisacher (Picknickplatz mit Feuerstelle). Hier ändern wir die Richtung, wandern leicht bergab und treffen wieder auf den Weg mit den gelben Markierungen.

Nach der Durchquerung des Dimmiswalds überqueren wir eine Passstrasse und einen Schlittelhügel, wo sich viele Kinder vergnügen. Unser Aufstieg folgt für 10 Minuten einem rasanten Schlittelweg. Oben sind die Sennhütten, ein einsamer Weiler mit Herberge für Gruppen und einer Trinkstube (Getränke und Biberli, offen Mi - So), die sich für eine Rast anbietet. Weitere Abkürzungsmöglichkeit: Kurz nach Sennhütten könnten wir links abzweigen und nach 20 Minuten in Effingen das Postauto besteigen.

Es folgt ein längeres Wegstück durch den Marchwald. Nach einer knappen Stunde weist ein gelber Wegweiser nach Frick, dem wir folgen können. Der Höhenweg macht einen kurzen Umweg zum Fuss des 722 m hohen Schinbergs, der zusätzlich (+ 1 h) bestiegen werden könnte. Kurz vor der Waldhütte Wettacher (Picknickplatz) treffen die beiden Wege wieder zusammen.

Wir gelangen nun auf die Südseite des Fricktals, wo die Autobahn unten im Tal nicht zu überhören ist. An den Rebbergen von Hornussen vorbei kommen wir zum Golfplatz von Frick und überqueren weiter unten die Autobahn. Auf verschlungenen Strassen und Trottoirs werden wir von den blauen Wegweisern durch das Dorf und zum Bahnhof von Frick gelotst.

Links

  • Sauriermuseum mit Dinosaurier-Lehrpfad in Frick.
  • Aussicht vom Cheisacherturm: http://www.cheisacherturm.ch
  • Effingen - Sennhütte - Cheisacherturm - Bürersteig - Laubberg  Wil AG, 5 h: Wanderkolumne http://blog.tagesanzeiger.ch
  • http://map.wanderland.ch, Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten und ÖV-Haltestellen
  • http://www.mapplus.ch, Karte mit eingezeichneter Route
  • Übernachtungsmöglichkeiten:
  • Sennhütten ob Effingen: Trinkstube und Herberge, Tel. 062 876 13 67, offen Mi - So, Zimmer und Lager
  • Frick: Hotel Adler, Tel. 062 871 13 30
  • Frick: Hotel Engel, Tel. 062 865 00 00
  • Frick: Hotel Rebstock, Tel. 062 871 12 65
  • Frick: Hotel Platanenhof, Bahnhofstr.21, Tel. 062 865 71 71



  • 2. Tag: 5 h, aufwärts 520 m, abwärts 540 m
    Route: Frick 361m - oberer Dorfrand von Gipf (25min) - Ruine Thierstein 615m (50min) - Thiersteinberg 749 m (40min) - Frozedelle 703m (15min) - Flugplatz Schupfart 545m (40min) - Looberg 509m (1 h) - Chriesiberg 533m (30min) - Zeiningen 340 m (40min)

    Hinweise
    Höhepunkte der zweiten Etappe sind die Ruine Alt Thierstein und der kleine Flugplatz Schupfart mit seinem Ausflugsrestaurant.
    Asphaltiert ist die Strecke von Frick bis zu den obersten Häusern von Gipf, der Höhenweg über den Looberg, sowie 10 Minuten vor Zeiningen, total rund 5 km (Ausweichmöglichkeit ist beschrieben).

    Die ersten 10 Minuten auf dem Trottoir von Frick Richtung "Gipf-Oberfrick" sind die unangenehmsten des Tages; kurz nach der Unterführung des Bahngeleises in Gipf führt der Fricktaler Höhenweg rechts in ein ruhiges Quartier. Nach einem Brücklein gehts an den obersten Häusern vorbei ziemlich steil zur Anhöhe hinauf, wo sich das Strässchen zu einem schönen Wanderweg wandelt.

    Blumenwiesen mit vielen Kirschbäumen (wir streifen den "Chriesiweg") und fruchtbare Äcker erfreuen das Auge; eine Feuerstelle lockt zur ersten Rast - hier die Richtung halten. Wir kommen an verschiedenen Wildgehegen vorbei und wandern in einem Halbkreis zum Wald hinauf. Bequemer Weg durch den Wald zur Ruine Alt Thierstein, eine interessante, gut erhaltene Anlage auf drei Geländestufen mit wunderschönem Blick ins Tal. Picknickplatz mit Feuerstelle.

    Für den Aufstieg auf den Thiersteinberg ist gut auf die blauen Wegweiser zu achten; zuverlässig weisen sie uns auf meist schmalen Pfaden im Zickzack zum langgezogenen Grat hinauf. Der bequeme Gratweg, mit Feuerstellen und Aussichtspunkten, mit Blick bis in den Schwarzwald hinaus, ist Wandergenuss pur. Auffallend sind die ausrangierten Bunker. Bei der Wegkreuzung Frozedelle ist der schöne Gratweg zu Ende, und wir machen eine Spitzkehre nach rechts.

    Sanft führt uns der Weg bergab aus dem Wald, wo wir die Strasse überqueren und zum Gebäude des Flugplatzes Schupfart gelangen. Bei schönem Wetter kann man hier vom Restaurant aus dem Flugbetrieb auf der Rasenpiste zuschauen (Kinderspielplatz nebenan).

    Auf verwinkelter Route führen uns die blauen Wegweiser durch die Felder. Unmarkierte Abzweigungen nicht beachten! Wo wir auf das Teersträsschen* zum Looberg treffen, folgt der Höhenweg diesem Strässchen nach rechts, eine sonnige und aussichtsreiche Route hoch über dem Tal, doch leider auf Hartbelag.

    Beim Weiler Looberg zweigt der Fricktaler Höhenweg nach rechts ab. Über offene Felder und Waldstücke gelangen wir zu Punkt 508, wo die gelben und die blauen Markierungen wieder zusammentreffen. Schöne Sicht nach Bad Säckingen und in den Schwarzwald! Beim Chriesiberg sehen wir einen Wildhasen ins das Dickicht hoppeln. 10 Minuten später treffen wir im Wald auf eine gedeckte Picknickstelle. Kurz nach dem Waldausgang weist ein Wegweiser überraschend nach rechts zu den Zeininger Weinbergen. Eine steile Strasse führt zur Post und ins Dorfzentrum von Zeinigen hinunter,ein typisches Fricktaler Dorf mit alten Bauernhäusern.

    Gasthäuser:


    Blumenwiesen oberhalb Gipf

    Ruine Alt Thierstein

    Blick vom Thiersteinberg

    Looberg

    Chriesiberg ob Zeiningen


    3. Tag: 2h35, aufwärts 630 m, abwärts 690 m
    Route: Zeiningen 340 m  - Sonnenberg 632m (1 h) - Galgen 449m (35min) - Rheinfelden 280m (1 h)

    Hinweise
    Höhepunkte der dritten Etappe sind der Aussichtsturm und die uralten Grenzsteine auf dem Sonnenberg. In Rheinfelden lohnt sich die Besichtigung der Altstadt. Lohnenswert ist auch ein Bad im Thermalwasser des Kurzentrums mit seinem Sole-Aussenbad, der Saunalandschaft und dem orientalischen Hamam. Interessant ist auch die Besichtigung der Brauerei Feldschlösschen (Voranmeldung erforderlich).
    Asphaltiert sind je 1 km nach Zeiningen und vor dem Bahnhof Rheinfelden.
     
    In Zeiningen geht es durch den alten Dorfteil mit seinen Läden und Restaurants auf die andere Seite des Tals und bergauf Richtung Sonnenberg. Bald sind wir im Wald und steigen gleichmässig in die Höhe. Auf schönem Gratweg, vorbei an alten Grenzsteinen (hier verlief früher die Grenze zwischen der Eidgenossenschaft und Österreich), wandern wir zum Sonnenberg, ein schöner Aussichtspunkt mit einem 90 Jahre alten Aussichtsturm. An Sonntagen ist der Kiosk offen; Bänke und Grill laden zur Rast ein.
    Sonnenberg
    Auf dem Abstiegsweg kommen wir an weiteren Picknickplätzen vorbei - offenbar ist der Sonnenberg ein beliebter Ausflugsberg. Ein markanter Punkt ist der Galgen, mit Ruhebänken und Sicht auf Magden. Hier macht der Weg eine Spitzkehre. Durch den sturmgeschädigten Wald gelangen wir zu einem Wegweiser, wo unser Weg die gelbe Route wieder verlässt. Wir wandern weiter durch den Wald, parrallel zur immer lärmigerer Autobahn, die wir nach dem Waldausgang überqueren. Die blauen Wegweiser führen uns durch ruhigere Quartiere direkt zum Bahnhof von Rheinfelden.

    Tipps


    Links


    Gasthäuser


    Dokumentation


    Interessantes vom Sonnenberg - Fricktaler Wandertag (Tageswanderung Nr. 759)
    Der steile Aufstieg zum Sonnenberg führte durch den Wald und an von Moos überwachsenen militärischen Anlagen aus dem Zweiten Weltkrieg vorbei. Beim Grenzstein aus dem Jahr 1931 informierte der Kreisförster Kurt Steck über das neu geschaffene Naturwaldreservat «Sunneberg», wo der grösste eichenreiche Laubmischwald im Kanton Aargau steht. Das Naturwaldreservat ist 25 Hektaren gross und darf 50 Jahre lang nicht mehr genutzt werden. Von den 1000 wertvollen alten Eichen wurden 925 unter Schutz gestellt. Eichen können bis zu 1000 Jahre alt werden. Sie sind ökologisch äusserst wertvoll, da sie von den einheimischen Bäumen die grösste Artenvielfalt an Tieren beherbergen. Auf der Kuppe des Sonnenbergs hatte Sturm Lothar fürchterlich gewütet und sämtliche alten Baumriesen gefällt. Dadurch ist eine grosse Lücke entstanden, so dass man eine traumhafte Aussicht geniessen kann. Am Lagerfeuer beim Aussichtsturm wurde eine Rast eingeschaltet. Während die Würste auf dem Rost brutzelten, informierte Max Mahrer über den 1913 errichteten Aussichtsturm auf dem Sonnenberg und das Turmstübli, welches Eigentum der Möhliner Naturfreunde ist, die auch jeden Sonntag den Turmwart stellen.
    Quelle: BAZ vom 26.5.01 (Auszug)
     

    Etwas Fricktaler Geschichte

    In der Landschaft des Fricktals bewegt sich der Wanderer auf geschichtsträchtigem Boden. Dies bringt auch der Wegweiser des Fricktaler Höhenweges zum Ausdruck. Die blauen Schilder ziert ein Wappen, das auf weissem Grund ein grünes Lindenblatt zeigt. Es handelt sich dabei um das Hoheitszeichen des Kantons Fricktal, das auf die bewegte Vergangenheit der Grenzregion zwischen Jura und Rhein hinweisen soll.

    Als die Eidgenossen 1415 den Aargau eroberten, besetzten die Berner zur Sicherung der Juraübergänge auch die nördlichen Ausgangspunkte der Passstrassen (Densbüren, Effingen, Bözen, Hottwil ...). Das politische Fricktal -  bestehend aus den heutigen Bezirken Rheinfelden und Laufenburg - blieb bis zum Jahre 1801 Teil des vorderösterreichischen Kaiserreiches. Unter dem Dreissigjährigen Krieg (1618 - 1648) litt das Fricktal unsäglich, während die benachbarten Eidgenossen in tiefem Frieden lebten. Mord, Brandschatzungen, Plünderungen durch die schwedischen Krieger gehörten zur Tagesordnung.

    1799 erfolgte der Einmarsch der Franzosen ins Fricktal, das erneut schwer geplündert wurde. 1801 musste die Donaumonarchie auf das ihr seit 1386 gehörende Gebiet verzichten, worauf der Waldshuter Arzt Dr. Sebastian Fahrländer 1802 den helvetischen Kanton Fricktal gründete. Das Staatswesen, dem eine eigene Verfassung zugrunde lag, gliederte sich in die drei Gerichtsbezirke Rheinfelden, Frick und Laufenburg.

    Dem souveränen Fricktal war jedoch nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Wirtschaftlich bankrott, wurde die Republik im Jahre 1803 durch die von Napoleon Bonaparte diktierte Mediationsakte dem neugeschaffenen Kanton Aargau zugewiesen.

    Einer der drei Sterne im Wappen des Kantons Aargau repräsentiert das Fricktal.

    Max Mahrer,
    Möhlin, im Frühjahr 2006



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