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Tour Val d'Hérens |
Skizze:www.valrando.ch |
http://www.sion-region.ch, Tel. 0848 848 027 mit nationalen und regionalen Wanderrouten |
Hinweis:Kurzbeschrieb Tour Val d'Hérens
Wir wanderten diese tolle Route vor der Wandersite-Zeit, deshalb nur eine kurze Vorstellung. Landschaftlich grandios!
Gewandert 1966
1. Tag: Sion -
Les Collons
4 h, aufwärts 1300 m
Abkürzungsmöglichkeit: Bus benützen;
der Bus hält direkt vor dem Bahn- und Informationsschalter
Sion 491 m - Les Agettes 1164 m (Restaurant, Bushaltestelle) - Mayens de Sion 1335 m (Restaurant, Bushaltestelle) - Les Collons 1784 m (Bushaltestelle).
Les Collons 1784 m - Aufstieg zum Höhenweg bei der Retorte-Siedlung "Thyon 2000". Auf dem Höhenweg wandern wir nun Richtung Grande Dixence. Zuerst geht es bergauf nach "Les Gouilles d'Essertse" 2378 m, und nach einer Stunden gelangen wir nach Essertse 2198 m, einer Hütte aus dem 17. Jahrhundert, die vom Skiclub Hérémence hübsch renoviert wurde und nun Getränke und Unterkunft anbietet.
Auf schmalen, teilweise etwas wilden Pfaden geht es der Bergflanke entlang über Orchèra 2159 m nach Allèves 2180 m. Dort nehmen wir den oberen Weg bergauf Richtung Dixence Barrage 2365 m. Schöne Sicht auf den grossen Stausee inmitten der Bergwelt. Im Zickzack geht es nun hinunter zum Hotel Le Ritz , am Fusse der Staumauer 2141 m. Wer müde ist, kann für das letzte Stück auch die kleine Seilbahn benützen. Das Hotel Ritz ist Unterkunftstätte für die Bergwerksarbeiter und hat ein Stockwerk für Hotelgäste reserviert. Direkt unter der Staumauer zu übernachten ist vielleicht nicht jedermann's Sache. (Postauto über Hérémence nach Sion).
Varianten:
Alternativen oder Zusatztag:
- Aufstieg zur Cabane La Barmaz 2458 m, Privathütte, Reservation Tel. 079 279 96 63 oder 079 737 81 79 (dem Stausee entlang, dann Aufstieg; ca. 45 Min. ab Staumauer)
- Aufstieg zur Cabane Prafleurie, 2662 m, Tel. Hütte 027 281 17 80 oder 079 628 46 32, (Steinbockpfad ab Staumauer, ca. 1.30 h); Daunendecken
- Dixence - Prafleurie; tolle Bilder: http://www.hikr.org/tour/post7901.html
- Zusatztag: Steinbock Höhenweg ab Le Chargeur, Grande Dixence, 4 h: http://www.grande-dixence.ch/energie/wasserkraft/wallis/grande-dixence.html
3. Tag: Grande Dixence
- Col de Riedmatten - Arolla
6 h, aufwärts 850 m, abwärts
730 m; Abkürzungsmöglichkeit: Seilbahn zur Staumauer benützen.
Le Chargeur 2141 m - Seilbahn oder steil
hinauf zur Staumauer 2365 m - teils durch beleuchtbare Tunnels ebenaus
dem Stausee Lac de Dix entlang zum Pas du Chat 2372 m.
Am andern Ende des Stausees, kurz vor
der Brücke, folgt man dem Wegweiser Richtung "Col de Riedmatten" und
"Cabane des Dix" (neue Wegführung). Nach etwa zehn 10 Minuten Wanderzeit
trennen sich die Wege. An dieser Verzweigung steht wieder ein Wegweiser,
der die beiden Richtungen signalisiert. Geht man den Weg Richtung "Col
de Riedmatten" weiter, findet man sich schliesslich auf dem früheren
Weg wieder.
Nun wird der Weg etwas unbequem, über
Bachtobel und Geröll und dann sehr steil hinauf zum Col de Riedmatten
2919 m (1.40 h ab Stausee-Ende).
Wunderbare Sicht auf die nahe Gletscherwelt.
Die Variante über den etwas tieferen Pas de Chèvres (2855 m), Einstieg ca. 150 m weiter neben dem Col de Riedmatten, ist nur schwindelfreien Berggängern zu empfehlen, da die Metallleitern senkrecht den Fels hinaufführenSteiler Abstieg über Remointse d'Arolla 2405 m nach Arolla 2006 m (Postauto). Das Hotel Kurhaus liegt am Weg.
Stausee Lac de Dix |
Col de Riedmatten |
Col de Riedmatten |
4. Tag: Arolla - La
Sage - Villa - Evolène
5 h, aufwärts 450 m, abwärts
1100 m.
Abkürzung: die meisten Etappenorte sind mit Postauto verbunden. Hinweis: die Strecke La Forclaz - Villa verlief 1996 auf einer Asphaltstrasse.Arolla 2006 m - La Monta 1893 m - Pramousse 1835 m - Satarma 1813 m - La Gouille 1834 m - Les Haudères 1452 m (Gasthäuser) - Seppec 1650 m - La Forclaz 1727 m (Gasthäuser) - La Sage 1667 m (Gasthäuser) - Villa 1739 m (Hotel Col de Torrent, Tel. 027 283 11 53) - Evolène 1371 m, einem der typischsten Walliserdörfer.
Varianten
- für die Strecke Arolla - Villa Postauto benützen
- von Les Haudères direkt nach La Sage aufsteigen.
5. Tag: Evolène
- La Combe - Nax
7 h, aufwärts 1200 m, abwärts
1300 m
Evolène 1371 m - l'A Vieille 2368 m - Tsalet d'Eison 2190 m - Lovégno 2169 m - L'Arpetta 2091 m - La Louère 2164 m - La Combe 2324 m - Nax 1265 m (Postautohaltestelle, Verkehrsbüro Nax).
Varianten:
6. Tag: Nax - Sion
2.40 h, abwärts 720 m
Abstieg von Nax 1265 m über Bramois 511 m nach Sion 491 m
Erfahrungsbericht zur Bergwanderung im Wallis/Schweiz, Tour Val d'Herens, So. 3.8.- Sa. 9.8.2003
| Vorbereitung :
Wir sind eine Gruppe von 4 Männern, die schon vor zwei Jahren eine ähnliche Tour gemeinsam gewandert ist. Da am Dolomitenhöhenweg 1 keine Quartiere mehr zu bekommen waren, entschlossen wir uns zu dieser Tour im Wallis. Wir fanden die Tour im Internet und Ursi Brem (Internet) unterstützte uns tatkräftig per Email bei einigen Fragen. Auf dieser lobenswerten Internetseite fanden wir neben der Kurzbeschreibung Hinweise auf Übernachtungsmöglichkeiten. Diese schauten wir uns im Internet an und buchten sie dann direkt von Hause aus. Dies wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, bietet jedoch Sicherheit und verhindert in einer Gruppe unnötige Diskussionen. Als Karte bestellten wir uns die empfohlene Tourkarte Val d'Herens, die es aber im Buchhandel nur in 1:60000 gab. Im Tourismusbüro Sion besorgten wir uns dann diese Karte in 1:25000 (=empfehlenswert).
|
Detaillierte Wanderbeschreibung
:
1. Hinfahrt am So., den 3.8.2003
Fahrt mit dem PKW von Leichlingen bei
Köln nach Sion; guter Termin, da wegen Ferienbeginn am Freitag und
Samstag längere Staus, Unterkunft im Best Western Hotel du Rhone in
Sion, Zimmerpreis etwa 175 Franken incl. Frühstück, 8 Std. Fahrt
bei einem Stau und wenig Pause, Vorbereitung nach den Webseiten von Ursi
Brem (mehrere Emails ausgetauscht und Karte Val d'Herens 1:60'000)
2. Tag: Montag, 4.8.2003
Wanderung von Sion nach Les Collons
Wegen der Hitze starteten wir schon nach
dem Frühstück um 7.30 nach letzten Vorbereitungen (Verkehrsverein,
neue Karte) um 9.10 Uhr. Heute lagen 1300 Höhenmeter vor uns. Es ging
etwa 4,5 Stunden lang immer stark bergan. Das Zwischenziel Les Agettes
mit schöner privater Zwischenrast erreichten wir nach 2 Stunden. Dann
ging es noch mal richtig hoch und Wolfgang bekam Kreislaufprobleme. Wir
hatten zu Mittag nicht richtig gegessen, dies sollten wir morgen beachten.
Nachher war die Wärme erträglich und wir kamen um 15.00 Uhr an
einem sehr angenehmen Hotel La Cambuse in Les Collons an. Auf der Terrasse
war es wunderschön. 2 Bier, ein Apfelkuchen und dann anschließend
ein Nickerchen (individuell : so war es bei mir). Leute, die wir kennen
lernen, empfehlen aus ihrer 20-jährigen Schweizerfahrung die Tour
des Mouverans (Wandersite: ausführliche Beschreibung siehe
Tour des Muverans).
21.04 Uhr : Wolfgang und Michael geben
vorzeitig auf und gehen ins Bett.
3. Tag : Dienstag, 5. August 2003
Nach sehr angenehmem Frühstück
machen wir uns kurz nach 9 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und etwa 25
Grad auf. Zuerst geht es steil hoch nach Thyon. Sieht besser aus, als wir
es uns von einer Retortensiedlung vorgestellt haben. Dann geht es weiter
hoch nach Les Gouilles d'Essertse auf 2361m. Daneben liegt ein schöner
kleiner Bergsee, der zur Pause und vielleicht zum Schwimmen einlädt.
Dann geht es immer leicht abwärts zur Alm Essertse. Hier werden wir
mit Handschlag begrüßt von Leopold und Alva. Angenehme 2. Rast
nach jetzt gut 2,5 Std.. Danach sind es noch 3 Std. bis zur Staumauer.
Plötzlich zieht ein Gewitter auf und es fängt bald an zu regnen.
In aller Eile packen wir unsere Regensachen aus, die aber keinen 100-prozentigen
Schutz bieten. Zunächst lässt der Regen wieder nach. Der Weg
bietet zwei Alternativen : Oben herum ist er wohl länger und anstrengender,
wir nehmen den unteren Weg, der aber in eine ziemlich beschwerliche Kraxelei
ausartete. Gegen Ende fängt es dann wieder an zu regnen, besser zu
hageln. Bis auf Wolfgang, der uns stolz seinen BW-Poncho (=dicht, aber
schwer) präsentierte, wurden wir doch ganz schön nass. Wir retteten
uns noch ins Hotel und trockneten unsere Sachen. Bald darauf wurde
es ein ganzes Stück kälter.
4. Tag : Mittwoch, 6.8.
Nach einem grauseligen Frühstück
wanderten wir zunächst steil zur Staumauerkrone hoch. Ab da bequemer
Wanderweg mit herrlichem Panaroma in etwa 1,5 Std. zum Ende des Stausees.
An der Hängebrücke ging es steil bergan in Richtung Col de Riedmatten.
Nach 1,5 Std. finden wir uns wieder auf dem Weg zur Cabane des Dix. Wir
hatten den richtigen Weg verpasst, ohne dass wir dafür eine Erklärung
fanden. (Wandersite: seit 2001 neue Wegführung: Die Metallbrücke
wird abgebrochen. Neu nimmt man beim Wegweiser am Ende des Stausees kurz
vor der Brücke den gleichen Weg wie zur "Cabane des Dix". Nach etwa
zehn 10 Minuten Wanderzeit trennen sich die Wege Richtung "Cabane des Dix"
und "Col de Riedmatten". An dieser Verzweigung steht wieder ein Wegweiser,
der die beiden Richtungen signalisiert. Geht man den Weg Richtung "Col
de Riedmatten" weiter, findet man sich schliesslich auf dem alten Weg wieder.
Nach einer Wanderzeit von 1 Stunde 40 Minuten erreicht man den Col de Riedmatten).
Leute, die wir trafen, empfahlen uns , über die Cabane de Dix zum Col de Riedmatten zu gehen. Anstieg für einen von uns aber über seinen Möglichkeiten (s.Vorbereitung und Trainingszustand). Er kehrt zur Staumauer zurück und fährt mit Bus und Taxi nach Arolla. Wir drei gehen über den Gipfel des Tete Noir zur Cabane des Dix, die mit toller Aussicht auf einem Felsgipfel liegt. Hier kann man die umliegenden Gletscher sehen (Wandersite: im Hüttenverzeichnis sac-cas.ch findet man unter "Dix, cabane des" eine Übersichtskarte).
Nach kurzer Pause steigen wir hinunter
und überqueren die Ausläufer des Glacier de Cheillon (Wandersite:
blau/weiss markierter Alpinweg über den Gletscher, nur für erfahrene
Bergsteiger, T4)
und steigen danach sehr beschwerlich zum Col de Riedmatten. Auch der Abstieg
mit etwa tausend Höhenmetern hat es in sich in. Überraschend
liegt unser Hotel Kurhaus direkt am Wanderweg. Wir sind froh, diese anstrengende
Tour geschafft zu haben, besonders als unser 4. Mann wieder eintrifft.
5.Tag, Donnerstag, den 7.8.2003
Nach dem langen gestrigen Tag nahmen wir
uns vor, es heute langsamer angehen zu lassen. So wanderten wir zunächst
zum Lac Bleu (Wandersite: schmaler Wurzelpfad in lichtem Wald, 1.10
h), einem wunderschönen Bergsee, und dann hinunter nach Les Audères.
Es war hier unten auf ca. 2000m doch sehr heiß mit etwa 30 Grad.
Danach ging es leicht bergab nach Evolène. Unser 4-Bettzimmer in
der Pension Evolène war dann doch ein ziemlicher Reinfall.
6. Tag : Freitag, den 8.8.2003
Von Evolene nach Vex/Sion
Wir entschieden uns für den einfacheren
Talweg und wanderten zunächst leicht abwärts von Evolene über
Lana nach Euseigne, wo wir in angenehmem Schatten mehrere Biere mit
Omelette au lard kombinierten. Bald ging es wieder nach den eindrucksvollen
Erdtürmen bei zunehmender Hitze konstant hoch nach Vex. Angeblich
legten Wolfgang und ich dann den bekannten Endspurt hin und nach etwa 5
Stunden erreichten wir Vex, wo wir den Tourabschluss gebührend feierten.
Die letzte Strecke legten wir wie geplant im klimatisierten Postbus zurück.
In Sion erwartete uns eine Gluthitze. Aber Michael ließ es sich nicht
nehmen und blieb bis fast 10 Uhr auf.
Gatermann@ish.de
Tour d'Hérens mit Gepäcktransport
Wer die Tour bequem mit Gepäcktransport wandern und sich nicht um die Hotelreservation kümmern möchte, findet hier Informationen in Deutsch und Französisch:
1.Tag: Tyhon - Grande Dixence
2. Tag: Grande Dixence -
Arolla
3. Tag: Arolla - Evolène
/ Les Haudères / La Sage
4. Tag: Evolène /
Les Haudères / La Sage - Cabane des Becs de Bosson
5. Tag: Cabane des Becs
de Bosson - Nax
6. Tag: Retour nach Sion
Je nach Wunsch lässt sie die Tour verlängern oder verkürzen.