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Nr. 770
Tageswanderung 
Solothurner Jura
Webcam Langenbruck
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Hinter Brandberg, Mieschegg, Vorder Erzberg
Anreise: Bahn nach Oensingen
Bus Richtung "Gänsbrunnen" bis Haltestelle Wolfsschlucht (am besten beim Einsteigen dem Chauffeur melden)
Rückreise: Bus Passwang - Balsthal, Bahn oder Bus Balsthal - Oensingen -Fahrplan
Wanderlandkarte
Webkarte Wanderland Schweiz
mit eingezeichneter Route 

Wolfsschlucht - Scheltenpass - Passwang

Eine schöne, ziemlich lange Höhenwanderung auf der zweiten Kette im Solothurner Jura. Der Aufstieg durch die romantische Wolfschlucht ist ein Abenteuer für sich. Der Bach hat eine bis 100 m tiefe Schneise ins Kalkgestein eingeschnitten. Zahlreiche Höhlen am Weg könnten Wölfen und Bären durchaus als Wohnstätte gedient haben.
  • Der Weg vermag auch sportliche Kinder zu begeistern - für sie gibt es eine Halbtagsvariante (Hammerrain - Wolfsschlucht - Lochbodenweg - Welschenrohr, total 1h40).
  • Wenig Hartbelag.
  • Die Route folgt grösstenteils dem Weissenstein-Wasserfallen-Weg (mit Ausnahme des 1stündigen Umwegs via Hinter Brandberg/Mieschegg)
Gewandert: Juli 2005

6h20, aufwärts 820m, abwärts 490m  (direkte Route = 5h20)
Hammerrain 603m - Höhlen Wolfsschlucht 810m (30min) - Fledermaus-Tafel 830m (15min) - Lochbodenweg 880 h (15min) - Hinter Brandberg 1162m (35min) - Brandbergegg 1182m - Mieschegg 1110m (45min) - Tannmattegg 1178m - Tannmattgrat 1151m (20min) - Zentner 1180 (35min) - Scheltenpass 1051m (40min) - Vorder Erzberg 1070m (20min) - Ob.Chrutteren 870m - Beibelberg 949m (1h10) - Zingelen 980m - Passwangtunnel 932m (30min)

Mitten im Wald hält der Bus; am Strassenrand gehen wir 50 m zurück und finden beim Hammerrain den Einstieg zur Wolfsschlucht. Nach wenigen Schritten türmen sich links und rechts hohe Felsen; wir wandern dem Ufer eines ausgetrockneten, völlig übermoosten Bachbetts entlang bergauf. Kreuz und quer liegen umgefallene Bäume. Das Gebiet steht unter Naturschutz und ist Teil des "Jurawegs Thal" mit interessanten Schautafeln. Der schmale Weg führt über Treppen, Wurzeln, Steine und Brücklein in die Höhe; immer wieder entdecken wir in den Felsen Löcher und Höhlen. Die zwei grössten Höhlen beim Wegweiser Wolfsschlucht sind mit Sitzbrettern und Feuerstellen ausgerüstet.

Bei der Abzweigung "Welschenrohr" treffen wir mit dem Weissenstein-Wasserfallenweg Nr.94. Wir wandern weiter bergauf, durch einen engen Felsriss. Kurz nach der Fledermaus-Tafel ist die Schlucht zu Ende, und der Wegweiser gibt zwei Ausstiege an.


Wir machen einen lohnenswerten Umweg und folgen dem Wegweiser "Hinter Brandberg/Mieschegg" nach links. Der Pfad führt uns zur Fahrstrasse Welschenrohr - Mieschegg hinauf, die wir überqueren. Der kürzeste Weg zur Mieschegg führt grösstenteils der Strasse entlang. Der längere, aber schöne Wanderweg führt zunächst nach "Hinter Brandberg". Wir folgen dem "Lochbodenweg" nach links, ebenaus dem Waldrand entlang, an einer Feuerstelle vorbei, zur nächsten Verzweigung.


Die Route Richtung "Hinter Brandberg" zweigt rechts ab. In vielen gut angelegten Kehren schraubt sich der Pfad durch den steilen Wald bergauf. Eine Tafel weist auf das Luchs-Revier hin, in dem wir uns nun bewegen. Oben queren wir eine Wiese und landen in der gemütlichen Gartenwirtschaft des Hofs Hinter Brandberg.

Durch die Weide steigen wir zum Gratweg auf der Brandbergegg hinauf. Auf der andern Talseite sehen wir den Weissenstein. Richtung "Mieschegg" geht es durch Weiden und ein Waldstück kurz bergab, wo wir die Fahrstrasse streifen. Ein neu angelegter Pfad führt im Waldsaum oberhalb der Strasse in abwechslungsreichem Auf und Ab zur Pestkappelle bei der Bergwirtschaft Mieschegg. Wer hier essen will, telefoniert am besten zum voraus.

Hinter dem Gebäude Mieschegg gehts steil bergauf zum Kreuz bei Tannmattegg. Schöne Sicht auf Balsthal und in die Juraberge. 5 Minuten unterhalb des Hügels liegt die Wirtschaft "Obere Tannmatt", wo man ebenfalls einkehren kann.

Vom Aussichtspunkt folgen wir dem Gratweg durch die Weide, links an einer Tannengruppe vorbei und abwärts zu einem Stall, wo der Weg von der "Oberen Tannmatt" her einmündet. Nun sind wir wieder auf Route 94. Wir folgen dem Kiessträsschen nach links über die Ebene und zweigen vor dem Waldeingang rechts in die Wiese ab. Über Weiden und Blumenwiesen, an einem Kreuz vorbei, gehts nach einem Waldstück (Freiluftleitung) durch eine schöne Talmulde. Den Bauernhof rechts umwandernd, zweigen wir beim Wegweiser Zentner nach links ab.

Durch eine Weide steigen wir zum Kreuz hinauf, mit schöner Sicht ins Tal; unter uns liegt die "Bergwirtschaft Güggel". Abwärts gehts durch grosse Juraweiden; über uns sehen wir das Ausflugsrestaurant Matzendorfer Stierenberg, das wir links liegen lassen. Ein Natursträsschen führt uns zum Scheltenpass hinunter.

Hier nicht dem Teersträsschen folgen, sondern im Wald kurz aufsteigen und dem markierten Gratweg folgen. Es führt nach 15 Minuten durch die Wiese direkt zum gemütlichen Restaurant Erzberg hinab; beliebter Treffpunkt der Velofahrer. Es liegt am Fuss der "Hohen Winde".

Wir befinden uns nun auf der zweiten Kette des markierten Jurahöhenwegs, mit dem Ziel "Passwang". Auf dem Kiessträsschen leicht abwärts nach Ob.Chrutteren. Im anschliessenden Waldstück, wo sich der Weg verzweigt, weiter den Markierungen entlang. Ein schmaler Pfad führt für längere Zeit auf etwas gleicher Höhe dem Waldhang des Sunnenbergs entlang. Beim Hof Goris, Wegweiser Beibelberg, beginnt ein Teersträssen, das nach 10 Minuten wieder in Kiesbelag übergeht. Kurz vor der Einmündung in die alte Passstrasse sehen wir am Waldrand eine schöne Feuerstelle. Beim Parkplatz Zingelen müssen wir uns entscheiden: Nach links, der Strasse entlang, erreichen wir in 5 Minunten die Bushaltestelle Passwangtunnel.


Restaurant Vorder Erzberg

unterhalb Erzberg

am Sunnenberg

Beibelberg

Beibelberg und Passwang

Rückmeldung:

"Ich hätte Ihnen eine wunderbare Rundwanderung als Vorschlag für den Jura. Vor 3 Wochen war ich mit 8 Personen auf folgender Rundwanderung:

Start und Zielort ist der Scheltenpass, welcher dieses Jahr 100 Jahre alt wird, da im Jahre 1914 die Passstrasse erstellt wurde.
Die Route geht über Matzendörfer Stierenberg, Rotlach, Bellihütte, Le Grande Schönenberg (oben auf Punkt 1192 hatten wir Rast gemacht, dort beim Hüttli), danach weiter Hüsligraben, Stäge, Mieschegg, Tannmatt, Zentner, Matzendörfer Stierenberg und retour zum Scheltenpass. Wanderzeit: 4h30.
Ich habe diese Wanderung jetzt schon 3 mal gemacht, wunderbar und alle Teilnehmer waren hell begeistert. Mit sonnigen Grüssen aus dem Baselbiet, Martin J., Juni 2014"
Matzendörfer Stierenberg; Bild Marin J., 2014
Matzendörfer Stierenberg
Stierenberg; Bild Martin J., 2014
Blick vom Stierenberg
Rotlach;
                  Bild Martin J.
Rotlach
Rotlach, Bild Martin J.
Rotlach
Schönenberg; Bild Martin J.
Schönenberg


Gasthäuser
  • Brandberg: Bergwirtschaft Vorder Brandberg, Tel. 062 394 12 24, Mi geschl.
  • Brandberg Bergrestaurant Hintere Brandberg, Tel. 032 639 11 91, Mi geschl.
  • Mieschegg: Alpwirtschaft Mieschegg, Tel. 062 394 12 17, Essen zum voraus bestellen
  • Tannmatt: Rest. Obere Tannmatt, Tel. 062 394 12 21 (5 Min. unterhalb Wanderweg), Übernachtungsmöglichkeit im Stroh (?)
  • Zentner: Bergwirtschaft Güggel, Tel. 062 394 11 73, Mi geschl., einfache Verpflegung (5 Min. unterhalb "Zentner"), Mi geschl.
  • Stierenberg: Bergwirtschaft Matzendörfer Stierenberg, Tel. 062 394 12 49 (10 Min oberhalb Wanderweg), Do geschl.
  • Erzberg: Berggasthof Vorder Erzberg, Tel. 061 791 90 95, Mi/Do geschl.
  • Passwang: Bergerstaurant Alpenblick-Passwang, an der Passwangstrasse, Tel. 062 391 33 13, Mo/Di geschl., schöne Aussichtsterrasse
Bergrestaurant Mieschegg
Links
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