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Wandertage Schwierigkeit Outdooractive-Karte
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4 T2
sportlich
Wegbeschreibung (F): Louis-Jos.Fleury

Haute Route du Val Terbi

4 Tage unterwegs auf einsamen Jura-Höhenwegen - praktisch ohne Hartbelag

Das östlich von Delémont liegende Val Terbi ist in der Deutschschweiz wenigen bekannt. Es liegt zwischen den beiden Jura-Höhenwegen an der Sprachgrenze Deutsch - Französisch. Während die Tour Valdorée das Tal auf mittlerer Höhe umrundet, folgt die "Haute Route du Val Terbi" den Gratwegen um das Tal herum, mit Übernachtung in Berghütten. Es lohnt sich, diese schöne Ecke der Schweiz kennenzulernen. 

Die Etappen der Haute Route du Val Terbi


Mont Raimeux über dem Val Terbi

Val Terbi, Blick gegen Hohe Winde

Sonnige Hochebene von Rebeuvelier

Jugi Delémont (neben Birsbrücke, 4.Tag)

Hinweise
Die Route ist in der Website:


ausführlich (auf Französisch) beschrieben - die folgenden Ausführungen sind ihr entnommen; vielen Dank! Allerdings sind Übersetzungsfehler nicht ausgeschlossen; bei Unsicherheiten konsultieren Sie am besten das Original. Die Wege sind nicht immer markiert, besonders auf der 1. und 2.Etappe - ein Einheimischer hat spannende Zusatzschleifen und Schleichwege eingebaut, die zu finden ein Abenteuer für sich sind. Wer sich das nicht zutraut oder gerne sorglos wandert, lässt sich von einem Wanderführer begleiten.

Die Wegzeiten sind grosszügig bemessen.

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Die Etappen

An- und Rückreise:


1. Tag: 5 h, aufwärts 1090m, abwärts 220m
Route: Courroux 418m - Bambois 550m - Grotte du Bambois 630m - Rocs du Midi 870m - Skiclubhütte 770m - Rebeuvelier 664m (3h) - Gitzi 930m - Pré des Auges 1097m - Cabane du Raimeux SAC 1240m (2h)

A: Vom Dorfplatz gegenüber der Kirche, am Hotel de l'Ours vorbei, folgen wir kurz der Rue de Bellevie südwärts und zweigen rechts ab in die Rue du Canal. Wo die Strasse endet, führt ein Weg alles dem Kanal entlang bis zur Hauptstrasse Courrendlin - Vicques. Nach Querung der Strasse in gleicher Richtung weiter. Der Weg führt zwischen den beiden Bauernhäusern Esserts Beurquet und Les Voites (Fischzucht) hindurch zum Waldeingang.

Im Einschnitt des Waldes rund 20 Höhenmeter aufsteigen und rechts in einen schlecht markierten Weg einfädeln. Der Pfad steigt eine Böschung hinauf (rote Pfosten) und trifft in einer Linkskurve auf einen Wanderweg mit gelben Rauten, der in einen breiten, leicht aufsteigenden Waldweg mündet. Nach ungefähr 500 m Richtung Westen erreicht man auf einer Höhe von 550 m die grosse Weide von Bambois. 100 m weiter vorn trifft man auf zwei gelbe Weidegatter, wo man den Weg durch das linke Gatter verlässt (Detail siehe die Topokarte: outdooractive.com).

B: Über eine Wegspur steigen wir die ganze Weide bergauf; rechts sehen wir Courrendlin, Châtillon und den Montchaibeux. Wir gehen durch zwei gelbe Weidegatter; nach dem zweiten drehen wir leicht nach links, der Hanglinie entlang. Schöne Sicht auf Delémont und ins Tal!

Wir betreten den Wald auf einem alten Weg, der in einen breiten Waldweg führt, wo man links wieder auf den gelb markierten Wanderweg trifft. (Die Waldhütte der Bergerie de Courrendlin befindet sich ungefähr 400m entfernt, etwas weiter unten).

Gelben Wegpfeil beachten! Schöner Pfad zur Grotte du Bambois, ein Ort wo man sich zu Fuss oder zu Pferd eine Rast einlegt.

Weiter oben trifft man auf einen Wanderweg (den besser markierten Weg wählen!). Den Markierungen folgen und im Zickzack auf den Waldhügel aufsteigen, dann leichter Abstieg nach rechts in eine Mulde und weiter rechts dem Gratweg entlang zum Aussichtspunkt Rocs du Midi. Picknickplatz mit Feuerstelle (Holz ist rar). Auf der Felskanzel einen Blick in die imposante felsige Schlucht werfen! Von links bis rechts sind zu entdecken: Raimeux, Graitery, Montagne de Moutier, Vellerat, Choindez, Courrendlin; weiter entfernt die Ordons, Bassecourt, Courtételle, Rossemaison, Develier, Delémont - ouah!

C: Ab Aussichtspunkt Rocs du Midi gibt es zwei Varianten:


Bei der Viehbarriere neben der Hütte ostwärts über Weide zum Waldrand abkürzen. Ein breiter Weg führt in langgezogener Kurve nach Rebeuvelier bis zur Kirche. Hübsches Restaurant.

Von Rebeuvelier zur Raimeux-Hütte gibt es einen gelb markierten Wanderweg, dem wir teilweise folgen. Vom Dorfplatz Rebeuvelier zunächst Richtung "Vermes" marschieren. Beim Dorfausgang den Weg rechts nehmen, am Campingplatz vorbei, und Richtung Bauernhaus Belle Journée gehen.

Vom Bauernhaus südwärts aufsteigen. Der Weg macht im Wald eine starke Kurve nach rechts. Ziemlich steil gehts südöstlich aufwärts. Bei den Weiden von Barres treffen wir auf einen Weg, dem wir nach links weiter aufsteigend Richtung Bauernhaus Gitzi folgen.

Oberhalb des Hauses Gitzi passieren wir den Zaun westwärts und wandern zunächst der Höhenkurve, dann etwas südwärts dem Hang entlang bis zur Kantonsgrenze im Wald. Dort treffen wir in einer Vertiefung auf eine Piste, die der Kantonsgrenze entlang führt. Wir folgen ihr bergauf und streifen eine bewaldete Weide, die Pré des Auges. Oberhalb dieser Weide zweigt ein Weg nach rechts, nach Westen ab. Ihm folgen wir ein paar Dutzend Meter und zweigen links ab auf einen Pfad, der uns gegen eine Klippe führt. Wir folgen dem Fuss dieser Klippe nach rechts, dann mündet der Weg in die Weiden von Raimeux, wo sich ein altes Fussballfeld befindet.Wir queren die Weide nach rechts und gelangen auf dem Weg, der vom Weiler "Raimeux de Granval" herkommt, zur Cabane du Raimeux..

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2. Tag: 4h20, aufwärts 540m, abwärts 700m
Route: Cabane du Raimeux 1240m - Antenne 1302m - Petit Pré 1104m - 998m - La Hauteur 795m (1h50) - Probstenberg 1119m - Mieschegg 1104m (2h10) - Tannmattegg 1178m - Tannmatt 1122 m (20min)

Die Cab.du Raimeux verlässt man nördlich Richtung Raimeux de Grandval und geht weiter zum 15 m hohen Beobachtungsturm (1939-45). Achtung, bei Nebel ist es leicht, sich zu verlieren! Beim Turm folgt man alles dem Grat der Kantonsgrenze entlang Richtung Osten. Nach rund 4 km kommt  man in der Nähe des Bauernhofs Petit Pré. Unterwegs gibt es sehr schöne Ausssichtspunkte und einen Picknickbank oberhab Petit Pré.

Weiter der Kantonsgrenze folgend, gehts leicht bergab bis zum Waldeingang. In der Ecke des Waldes endet die Weide. Wir nehmen den Weg nach rechts Richtung "Corcelles". Dies ist der alte Weg, den die Bauern von Envelier nahmen, um nach Corcelles zu gelangen. Er mündet nach rund 600m in die Haarnadelkurve eines breiten Waldwegs; rund 10m vor dieser Kurve entdeckt man links einen alten Weg, der steil gegen Süden bergab führt - der Einstieg auf ca.990M.ü.M. ist mit kleinen Steinmännchen markiert. Auf dem Weg findet man an einigen Bäumen noch gelbe Markierungen. Wenig ausgeprägt, leitet er auf der Höhe der Strasse Corcelles - Elay (Seehof) zum Bauernhof La Hauteur.

Auf der andern Seite der Fahrstrasse, bei der Verzweigung links neben dem Bauernhaus, nehmen wir den aufsteigenden Weg links Richtung Südosten. Auf der andern Seite des Waldhügels wandern wir zwischen den beiden Bauernhöfen Underi Hell und Mittlere Hell zur Oberen Hell. Dort, auf 1010m, einem kleinen Hügel, kreuzt man die gelb markierte Wanderroute. Weiter Richtung Südosten; der alte Waldweg steigt gegen Probstenberg hinauf. Auf diesem Hof gibt es in einem eingezäunten Areal eine Hirschkolonie. Je nach Abmarschzeit ist nun der Moment für das Mittagspicknick gekommen.


Die Val-Terbi-Route folgt ab Probstenberg dem gelb markierten Jura-Höhenweg durch die Weiden, dem Grat entlang, am Hirsch-Gehege vorbei. Nördlich vom Hinteren Brandberg kommt man an einem Reservoir vorbei. Der Weg folgt der Kantonsgrenze BE/SO. Beim Bauernhaus Büx trifft man auf ein Teersträsschen, auf dem man die 2 km nach "Mieschegg" marschieren könnte - schöner sind jedoch die Pfade dem Grat oder dem Waldsaum entlang:

Die Strasse nach wenigen Schritten verlassen und entweder zum Waldrand oder bis zum Grat hinauf (Kantonsgrenze) aufsteigen.


Die Mieschegg ist eine einfache Alpwirtschaft. Aus der Lehrtafel erfahren wir Spannendes über die Pest und den Bau der Kapelle. Zur "Tannmatt" könnte man dem Teersträsschen entlang um den Hügel herum gelangen. Der schönere, etwa gleich lange Wanderweg führt über den Hügel. Der Weg steigt hinter der Mieschegg bergauf zum Aussichtspunkt Tannmattegg, wo sich ein Kreuz befindet. Abstieg nach Süden zur Bauernherberge Tannmatt.

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3. Tag: 5h10, aufwärts 600m, abwärts 900m
Route: Tannmatt 1122m - Zentner 1170m (40min) - Scheltenpass 1051m - Vorder Erzberg 1070m (1h) - Hohe Winde 1204m - Mittlere Rotmatt - Choin 967m - Trogberg 975m (1h20) - Le Greierlet 806m - La Chèvre 910m - Welschgätterli 810m (1h) - Stierenberg 912m - (1h10)

A. Von der Tannmatt starten wir ostwärts zum Grat hinauf. Schöner Aussichtsplatz mit Sicht auf Thal und Balsthal. Wir folgen dem Thalweg, auf dem wir vielen gelungenen Lehrtafeln begegnen. Der Weg führt durch Weiden und quert eine hohe Starkstromleitung. Eine Tafel erklärt die Verteilung des Stroms zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Im kleinen Tälchen, das wir durchwandern, entdecken wir schönen Karstlöcher. Wir erreichen den Bauernhof Zentner, wo der Weg links abzweigt Richtung "Scheltenpass"


Unsere Route führt an einem Kreuz vorbei und senkt sich hinter dem Grat zu den Weiden vom Stierenberg hinunter. Hier gibt es einen Schiessplatz, den die Armee ab und zu benützt (Auskunft Tel. 062 394 12 49). Weiter auf dem Wanderweg Richtung Nordosten zum Scheltenpass. Um das Bergrestaurant Erzberg zu erreichen, wo wir Mittagsrast halten, gibt es zwei Möglichkeiten:


B.
Vom Restaurant Erzberg starten wir nach links Richtung "Hohe Winde". Der Weg steigt durch die Weiden zum Grat, vorbei an der Skiclub-Hütte, und führt zum Geo-Messpunkt auf der Hohen Winde - tolle Aussicht! Bei klarem Wetter sieht man die Brücken über dem Rhein in Basel, den Moron-Turm, den Chasseral und natürlich die Alpen.

Wir starten Richtung Nordwesten, dem Wegweiserpfeil folgend, am kleinen Picknickplatz unterhalb der Weide vorbei, und steigen zum Stall beim Waldrand hinunter. Der gelb/rot markierte Jura-Höhenweg (Richtung "Delémont") führt uns zur Mittleren Rotmatt, westlich steigt der Weg leicht an gegen Choin an der jurassischen Grenze. Picknickplatz. Hier zweigt unsere Route rechts ab nach Trogberg, vorbei am Kräutergarten der Firma Ricola. Weiter auf dem Jura Höhenweg, am Hof Greierlet vorbei. Eine Tafel zeigt die Wappen von Solothurn und vom Prince-Eveque Rinck de Baldenstein.

Unser Weg folgt dem Waldrand nach Westen, führt auf den Waldhügel, quert rechts ein kleines Steinschlaggebiet und mündet in die Bergweiden von La Chèvre. Der Höhenkurve entlang gehts durch die Wiese, dann folgen wir dem Gratweg. Der Weg senkt sich im Wald zu einem berühmten Durchlass, dem Welschgätterli, die "petite porte des Welches" oder Vaitcheriatte. Gleichzeitig ist dies die Sprachgrenze zwischen dem welschen Val Terbi und dem deutschsprachigen Laufental.

Nun nach rechts Richtung "Oberbergli", dem Hoggen-Hang entlang. Zuerst ebenaus durch eine traumhafte Blumenwiese, dann im Wald ziemlich ruppig bergab. Bei der Verzweigung die die Richtung halten und um den Waldhang herum zum Restaurant Oberbergli.
 
Links
  • Zentner: Bergwirtschaft Güggel, Tel. 062 394 11 73, Mi geschl., einfache Verpflegung (5 Min. unterhalb "Zentner"), Mi geschl.
  • Stierenberg: Bergwirtschaft Matzendörfer Stierenberg, Tel. 062 394 12 49 (10 Min oberhalb Wanderweg), Do geschl.
  • Erzberg: Berggasthof Vorder Erzberg, Tel. 061 791 90 95 (hausgemachte Nussgipfel), Mi/Do geschl.
  • Hohe Winde: Skihütte Hohe Winde Thierstein, bewartet am Wochenende
  • Ricola-Kräutergarten Troberg: http://www.ricola.ch
  • Oberbergli 699m, unterhalb Stierenberg: Restaurant Oberbergli, Tel. 061 781 11 14, Mo/Di Ruhetage
  • Erschwil (40 Min. unterhalb Höhenroute): Gasthof Kreuz, Schmelzistrasse 9, Tel 061 781 21 27, Zimmer (kontrollieren)
  • Delemont - Roc de Courroux – Retemberg - Oberes Fringeli - Welschgätterli - Le Greierlet - Erschwil, 7 h: http://www.hikr.org
  • http://map.wanderland.ch, digitales Wanderwegnetz der Schweiz, mit eingezeichneter Wanderroute

Bergrestaurant Oberbergli

Restaurant Vorder Erzberg

Skihütte Hohe Winde

Hohe Winde

Welschgätterli

Blumenweise am Hoggen-Hang


4. Tag: 3h40, aufwärts 330m, abwärts 740m
Ober Fringeli 826m - Rétemberg 868m (1h10) - Pierreberg 791m (45min) - Roc de Courroux 855m (35min) - Petit Roc 778m - Pont de la Birse 409m (50min) - Courroux 413m (20min)

Beim Oberbergli starten wir auf demselben Weg, wie wir gestern gekommen sind, drehen aber hinter dem Bergrestaurant sofort nach rechts.
Wir folgen den gelben Markierungen Richtung "Fringeli/Delsberg". Der Weg führt bergauf zum Stierenberg, an der Cabane d'Erschwil vorbei, senkt sich leicht in eine feuchte Mulde und führt dann über den Gratweg des Falchriedbergs nach Ober Fringeli.

Wir folgen dem Weg bis zum Bauernhaus (ehemaliges Restaurant). Bei der Wegkreuzung steht eine Lehrtafel zur Geologie (der Lehrpfad gehört zum "Sentier Gressly", der von Bärschwil heraufkommt). Weiter auf dem Jura-Höhenweg Richtung "Rétembert/Delémont"; Mittagshalt im Naturfreundehaus in Rétemberg.

Der Höhenweg führt uns weiter über Pierreberg, Roc de Courroux und Petit Roc (sehr schöner Aussichtspunkt). Auf der andern Seite der Schlucht von Bellerive sieht man die Ruinen des Schlosses Vorbourg. Im Norden befindet sich das Schloss Soyhières, im Tal das Dorf Courroux und die Birs. Wir treffen auf einen breiteren Weg, der die Felsen umgeht und bergab Richtung "Colliard" führt.

Unten an der Birs, wo der Zusammenfluss der Birs mit der Sorne vom Pont de la Birse aus zu sehen ist (praktisch am Stadtrand von Delémont) nehmen wir den Weg nach links, der uns nach Courroux, unseren Ausgangspunkt, zurückführt.

Das ganze Gebiet zwischen der Birs und Courroux steht unter Naturschutz. Früher baute man hier Eisenerz ab für die Schmelzerei von Rondez auf der andern Seite des Bachs. Diese Gegend bildet heute das Tal Terbi, von wo der Name dieser Tour, die Haute Route du Val Terbi, her stammt.

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Dokumentation


Haute Route du Val Terbi - geführte Tour mit Gepäcktransport


Wanderungen in der Gegend


PS: Wer diesen Trek gewandert ist und seine Erfahrungen und seine Etappeneinteilung weitergeben möchte, melde sich bitte bei: info@wandersite.ch.
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