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T2 - T3
Ruedi Flueler

Vom Zermattertal ins Val d'Hérens - Walliser Seitentäler

Blick auf den Turtmanngletscher
Diese Route wurde der Wandersite freundlicherweise eingesandt von Ruedi Flueler, Mai 2008.
Herzlichen Dank!
Hinweise:
Auf dieser Wandertour werden Sie verschiedene Seitentäler des Wallis kennenlernen, z.B. Mattertal, Turtmanntal, Val d’Anniviers, Val de Moiry und das Val d’Hérens. Sie werden aber nicht nur die Pässe zu diesen herrlichen Tälern überschreiten, sondern hautnah die Gletscher Bruneggletscher, Turtmann-Gletscher und den Glacier de Moiry erleben.
Gewandert: Sommer 2003


Die Etappen:

1. Tag: 2 ½ h, aufwärts 500m  -  T 2
Route: Kalpetran 896m – Embd 1400m

Nachdem wir mit der SBB durch den Basistunnel des Lötschberg fahren können, hat sich die Anfahrt gegen früher um eine ganze Stunde reduziert. Wir steigen in Visp um, benützen die „kleine Rote“ nach Stalden und weiter nach Kalpetran. Hier heisst es aussteigen, Bergschuhe binden, Rucksack auf, denn von jetzt an geht es hinauf, ja recht schön hinauf. Der Wegweiser beim Bahnhof weist uns den Weg, im Zick-Zack nach Embd.


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2. Tag: 5h, aufwärts 350m, abwärts 1100m  -  T 2
Route: Embd 1358m / mit Seilbahn nach Schalb 1923m - Gartini 1909m - Augstbordstafel 2257m - Augstbordpass 2893m (3h45) - Oberstafel 2369m - Gruben 1818m (1h15)

Es lohnt sich den Fahrplan der Seilbahn, welche sich in westlicher Richtung vom Hotel Morgenrot befindet, am Vorabend noch zu studieren und eventuell bei der angegebenen Telefon-Nummer kurz die Abfahrtszeit bestätigen zu lassen. Mit der offenen 4 Platz fassenden Bahn fahren wir von Embd nach Schalb, haben gut 500 m Höhenmeter oder 1h20 eingespart und geniessen die Wunder-Aussicht ins Mattertal.

Auf gemütlichem Bergweg starten wir unsere Wanderung über Wiesen, durch Wald, vorbei bei Gartini und gelangen nach rund einer Stunde zur Maiensäss Augstbordstafel. In gleicher Richtung (westlich) folgen wir dem schönen Weg, entlang dem Hang, steigen stetig an und bereits sind wir auf dem Augstbordpass, wo der überraschende Blick ins Turtmann-Tal hinab uns beinahe zwingt, einen Stundenhalt einzuschalten.

Auf gutem Weg geht’s hinab über Stock und Stein, über Wiesen, Alpenrosen-Stauden und weiter unten auch Heidelbeer-Stauden. Bei Oberstafel vorbei. Bei Punkt 2151m müssen wir in gleicher Richtung weiter hinuntersteigen, durch den Wald. Es tut gut, dass Gruben nach diesem letzten steilen Stück in Sicht ist.
 
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Abendstimmung im Turtmanntal

Embd

Seilbahn Embd - Schalb

Schalb: Blick zum Dom

Schalb: Richtung Augstbordpass

Augstbordstafel

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3. Tag: 4h, aufwärts 850m, abwärts 150m  -  T 2 / T 3
Route: Gruben 1818m – Vord. Sänntum 1901m - Holustei 2222m - Turtmannhütte 2519m

Eigentlich könnten wir auf der Autostrasse bis hinauf zum Stausee wandern. Ich schlage jedoch eine abwechslungsreichere Route vor. Von Gruben wandern wir auf der Autostrasse das Turtmanntal hinauf, nach rund 1km erreichen wir rechts (in Laufrichtung) einen grossen Bauernhof, dort überqueren wir auf der Brücke die „Turtmänna“, nehmen dort, rechts, die breitere Waldstrasse, welche stetig ansteigt. Wir bewundern den herrlichen Seidelbast, welcher beinahe büschelweise wächst und kommen nach wenig mehr als 1 km zu einer starken S-Kurve. Wir sind nun bei Punkt 2041m. Wenige Meter vor dieser S-Kurve führt ein signalisierter Wanderweg links den Wald hinunter bis zur „Turtmänna“, wir überqueren den Bach und kommen auf die Autostrasse, herkommend von Gruben. Wir befinden uns beim Vord. Sänntum.

Der Wegweiser zeigt verschiedene Wege zur Turtmannhütte. Wir entscheiden uns für den linken Weg, welcher leicht durch Alpen, vorbei an Föhren ansteigt und uns zum Holustei (Ueberbleibsel eines Felssturzes) bringt. In gleicher Richtung (südlich) wandern wir praktisch auf der Höhenkurve (2200m) bis dann der Felsenweg, mit Drahtseilen gesichert, aufwärts geht und wir in kurzer Distanz die Turtmannhütte erreichen. Der Blick von der Hütte aus zum Brunegg- und Turtmanngletscher ist einfach grossartig.

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Hauswurz

Turtmanngletscher

Turtmannhütte


4. Tag: 7h, aufwärts 1050, abwärts 850m  -  T 2 / T 3
Route: Turtmannhütte 2519m - Stausee 2177m - Punkt 2366m - Mittl. Stafel 2266m - Meidsee 2661m – Meidpass 2790m - Chiesso 2198m - Hotel Weisshorn 2337m

Heute wandern wir auf der linken Seite das Turtmanntal hinunter. Zuerst steigen wir wieder hinunter, erreichen den Stausee und folgen dem Wegweiser auf der linken Seite der zwei Stauseen, steigen auf dem Wanderweg stetig in nördlicher Richtung hinauf .

In nördlicher Richtung geht es rund 5km dem Hang entlang, vorbei beim Punkt 2366m. Wir erreichen Mittl. Stafel, sowie den Weg, welcher rechts von Gruben hinaufkommt. Wir wählen den linken Weg, steigen zum Meidsee auf und weiter zum Meidpass. Wir verlassen das Turtmanntal, vor uns liegt das Val d’Anniviers. Kurz nach dem Meidpass ist eine Weggabelung, wir nehmen den linken Weg, welcher uns hinunter nach Chiesso führt. Auf breitem Weg müssen wir (leider) nochmals 150 Höhenmeter aufsteigen bis zum Hotel Weisshorn, wo wir in dem im Jahre 1882 gebauten, einfachen aber sehr romantischen Hotel übernachten können. Die Aussicht ins Val d’Anniviers, die Walliser- und Berneralpen sind einfach phantastisch.
 
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Hotel Weisshorn


5. Tag: 3h, abwärts 900m  - T 2
Route: Hotel Weisshorn 2337m - Punkt 2085m - Copate 1962m - Ayer 1476m / Grimentz 1553m

Vom Hotel Weisshorn gibt es verschiedene Wanderwege nach Ayer. Nachdem wir gestern aufgrund heisser Temperaturen ziemlich gelitten haben, wählen wir eine Route im Wald.

Gleich nach dem Hotel führt ein Weg in den Wald hinunter, in einer Schleife nach Norden, und nach 150m wieder nach Süden, erreichen wir den Punkt 2085m, wo ein grosses Gebäude steht (unterhalb dieser Stelle, in den Mayens de Gillou, befindet sich übrigens der geografische Mittelpunkt des Kanton Wallis). Auf einem breiten Waldweg gehts ebenaus in südlicher Richtung und sanft abwärts zum Weiler Copate. Die Waldstrasse geht weiter in südlicher Richtung, mit einigen S-Kuven, wir können den Weg - dank guter Beschilderung – nach Ayer nicht verfehlen.

Natürlich könnten wir in Ayer weiter nach Grimentz wandern. Wir jedoch nehmen das Postauto nach Vissoie, steigen dort um und warten auf den PTT-Anschluss, welcher uns nach Grimentz hinauf chauffiert. Grimentz ist ein wunderschönes Dorf mit vielen, von der Sonne braungebrannten Holzhäusern, wobei praktisch jedes Haus als Dekoration die tiefroten Geranien vor den Fenstern hat. Ein Bummel durch dieses typische Walliserdorf lohnt sich.

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6. Tag: 4h, aufwärts 700m, abwärts 100m  -  T 2 / T 3
Route: Grimentz 1553m / Lac de Moiry 2250m - Punkt 2374m - Punkt 2569m - Punkt 2512m - Cab. de Moiry 2825m

Mit dem Morgenkurs des Postautos fahren wir von Grimentz hinauf zum Stausee Lac de Moiry.

Beim Wendeplatz des Postautos geht links unser signalisierter Wanderweg von der Autostrasse weg, hinauf  auf Punkt 2374m, wo wir bei der Weggabelung den rechten Weg nehmen. Wir wandern, leicht ansteigend, Richtung Süden. Auf unserer rechten Seite sehen wir hinunter auf den Lac de Moiry. Beim Punkt 2569m überqueren wir den ersten grösseren Bach, wandern in gleicher Richtung weiter und erreichen Punkt 2512m, wo sich ein Ferienhaus befindet, mit herrlichem Blick auf den Glacier de Moiry. Wir geniessen den schönen Weg über Wiesen, bevor wir zu den Felsen kommen.

Auf gutem Weg, teils gesichert und mit teilweisen hohen Stufen, im Zick-Zack, überwinden wir die letzten Höhenmeter und sind überrascht, bereits bei der Cabane de Moiry zu sein. Was für eine herrliche Aussicht auf den zurückgelegten Weg, ins Val de Moiry, aber noch phantastischer auf den vor uns liegenden Gletscher.

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Grimentz

Staudamm Lac de Moiry

Lac de Moiry

Glacier de Moiry
Cabane de Moiry; Bild Peter Burn, 2014
Cabane de Moiry


7. Tag : 6h, aufwärts 850m, abwärts 700m  -  T 2 / T 3
Route: Cab. de Moiry 2825m - Gros Liapec 2294m - Le Louché 2402m - Punkt 2481m - Basset de Lona 2792m - Lac de Lona 2640m - Pas de Lona 2787m - Cab. des Becs de Bosson 2983m

Von der Cabane de Moiry steigen wir auf dem gleichen Weg wie gestern hinunter, erreichen den Gletschersee, wandern in nördlicher Richtung auf dem Wanderweg (nicht auf der Autostrasse) und erreichen einen Stall, Gros Liapec.

Nach rund 500m führt ein Weg dem See entlang, wir schlagen jedoch den linken Weg ein, welcher langsam ansteigend zu einem weiteren Stall und zu einem Tümpel führt, Le Louché. Kurz nach diesem Tümpel ändern wir die Richtung. Wir zweigen links ab (westlich) und marschieren auf der Alpstrasse zu einer grossen Majensäss Punkt 2481m. Der Wegweiser zeigt uns den Wanderweg in nördlicher Richtung zum Basset de Lona. Hinter uns liegt das Val de Moiry, vor uns das Val d’Hérens.

Vom Basset de Lona steigen wir auf schönem Weg hinab, über Matten und erreichen schon bald den lieblichen Bergsee Lac de Lona, mit Sandstrand! Dies ist ja geradezu eine Einladung für ein erfrischendes Bad, bevor wir gemütlich aufsteigen zum eigentlichen Uebergang ins Val d’Hérence, dem Pas de Lona. Auf der breiten Krete führt uns der Weg in nördlicher Richtung zur Cabane des Becs de Bosson.

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Lac de Lona

Cabane Becs de Bosson

Wegweiser Becs de Bosson



 

8. Tag : 4h, abwärts 1600m  -  T 2 / T 3
Route: Cab. des Becs de Bosson 2983m - Pas de Lona 2787m - L’A Vieille 2370m - Fourcla 1792m – Evolène 1371m

Die Cabane des Becs de Bosson verlassen wir auf dem gleichen Weg, wie wir gestern hinaufgestiegen sind, erreichen den Pas de Lona und halten rechts, wandern zuerst auf Schotter, dann auf gemütlichem Alpweg und erreichen die Majensäss L’A Vieille.

Hier zweigen wir stark links ab, überqueren auf einer Brücke den Bach Punkt 2293m und wandern in südlicher Richtung leicht absteigend auf breitem Weg über Weiden und anschliessend durch den schattenspendenden Wald. Der Weiler Fourcla liegt immer noch auf 1792m vor uns, weit unten, sehen wir bereits Evolène auf 1371m.

Nach einem wohlverdienten, erfrischenden Getränk geniessen wir eine der vielen Walliser-Spezialitäten, haben noch etwas Zeit um das schöne Walliser-Bergdorf anzusehen und fahren dann mit dem Postauto das Val d’Hérens hinunter, vorbei an den berühmten „Pyramides d’Euseigne“ nach Sion.

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