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Senda SursilvanaVom Oberalppass über Flims nach Chur |
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Auf der durchgehend signalisierten Route gelangt man in mehr als hundert Kilometern vom Oberalppass nach Chur. Gutes Schuhwerk ist empfohlen, denn das unterschiedliche Gelände mit Bergpfaden, Flur-und Forstwegen, Bachüberquerungen und Steilhängen kann nicht als einfach bezeichnet werden. Einige Abschnitte müssen auf Hartbelag zurückgelegt werden; teilweise sind Ausweichvarianten angegeben. Prächtige Ausblicke, Naturerlebnis und kulturelle Sehenswürdigkeiten charakterisieren die 6-tägige Wanderung.
Das Gebiet ist gut durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Alle fett markierten Ortschaften haben Bus- oder Bahnverbindung, sodass die Tour nach Belieben abgeändert werden kann.
Etappenweise gewandert (ohne Übernachtungen).Schwierigkeitsskala: T2 (sportlich)
Vorschlag eines Wanderers aus Deutschland: "Der Weg kann auch in entgegengesetzter Richtung beschritten werden. Das hat den Vorteil für Flachland-Anreisenden, dass die klimatische Umstellung nicht so schwer fällt." Stefan Plieth@gmx.de: In 5 Tagesetappen in Gegenrichtung gewandert 8.10.-12.10.2001.
2007: Für ganze Senda Suirsilvana stehen die Tourendaten wie Kartenausschnitt, Höhenkurve und GPS zum Download gratis zur Verfügung: http://touren.topin.travel
| Anreise: Mit Bahn via Andermatt oder Disentis nach Oberalppass -(Fahrplan) |
Wegweiser Oberalppass |
Webcam Oberalppass |
Hinweise: Traumhafte Hangwege, reiche Alpenflora. Ein Teil des Weges wird darum auch "Blumenweg" genannt. "Ohne Zweifel die Königsetappe, insbesondere bei Wanderung in der Gegenrichtung."Nach der schönen Fahrt auf den Oberalppass finden wir auf der andern Seite der Passstrasse, dem Gasthaus Piz Calmot gegenüber, den Hauptwegweiser. Wir folgen der "Senda Sursilvana", eine Zusatzbezeichnung, die auf fast allen Wegweisern unserer Route zu finden ist.
Wer ungefährliche, aber schmale Panoramawege und Wurzelpfade liebt, kommt auf sein Rechnung. Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs. Die Wege sind frisch markiert (rot/weiss = Bergwege). Wenig Hartbelag vor Sedrun.
Gewandert: Anfang Juli 2006
20 m oberhalb der Strasse teilen sich die Wege - unsere Route führt halblinks bergauf. Der schmale Pfad rechts mündet oberhalb der Baracken in einen breiter Wanderweg, auf dem wir zum Pass Tiarms hinaufsteigen. Unser Weg ist auch als "Senda da Flors - Blumenweg" angeschrieben und trägt diesen Namen zu Recht. Der rot-weiss markierte Bergweg holt kurz links aus und führt in einem Bogen nach rechts, bequem der Höhenkurve entlang. Eine reiche Flora und unzähligen Alpenrosen sind zu bewundern.
Bei der Brücke im Taleinschnitt Val Val müssen wir uns entscheiden:
Beim Strommasten, etwa 100 m vor dem Brunnen, gut auf die Bodenmarkierung
achten: Unsere Route zweigt scharf nach rechts ab. Der Weg wird zu einem
breiten Kiessträsschen und kurvt in weiten Schleifen nach Milez
hinunter. Im Winter tummeln sich hier Tausende von Skifahrern und Snowboardern.
Die "Senda Sursilvana" zweigt oberhalb vom Restaurant beim Wegweiser Milez
(Informationstafel) halblinks ab, ebenaus zur Liftstation
(der Weg am Restaurant vorbei bergab wäre falsch). Ein weiterer genussvoller
schmaler Hangweg führt Richtung Val Giuv und überquert
dort die
Schwemmebene. Nach Überqueren der Brücke nicht
dem Uferweg folgen, sondern die Richtung halten und auf markierten
Spuren kurz bergauf: Die Route führt etwas
oberhalb des Holzkreuzes
nach rechts dem Hang entlang (wer fälschlicherweise am Alpgebäude
vorbeikommt, findet nach der Hütte einen markierten Zustieg zum Höhenweg).
Der Weg holt 150 m nach rechts aus und zickzackt weiter durch den Wald bergab. Prügelwege durch moorige Stellen, Schmetterlinge und Heuschrecken begleiten den Wanderer. Durch hohes Gras führt der Weg schliesslich aus dem Wald und dem Bach entlang bergab. Beim Zusammentreffen mit dem Teerstässchen auf den Wegweiser achten! Richtung "Sedrun" führt der Wanderweg nach links und quert leicht ansteigend den blumenreichen Taleinschnit der Aua daMila. Nach dem Holzgatter gehts zum Brücklein hinab und am Gegenhang sehr steil zum Strässchen hinauf.
Nun bergab Richtung "Sedrun", heute erstmals auf Hartbelag. Es reizt uns, den "Privatweg" dem Hang entlang zu benützen - man könnte manche Kurven sparen. Das Strässchen führt zur Haltestelle Rueras hinunter, wo nach "Sedrun" je ein Weg oberhalb und unterhalb der Geleise angegeben ist. Als "Senda Sursilvana" ist das obere Strässchen bezeichnet, das leicht aufwärts dem Hang entlang führt, in Kiesbelag übergeht, um schliesslich als Wiesenpfad bergab zu den ersten Häusern von Sedrun zu führen. Dort trifft man mit der unteren Route zusammen (die hier als "Senda Sursilvana" angegeben ist).
Ein "Senda" führt zur
Brücke Hauptstrasse hinunter - die Hotels und Restaurants befinden
sich im unteren Dorfteil. Der direkte Aufstieg zum Bahnhof von Sedrun
erfolgt
auf der Via dalla Staziun.
Gasthäuser
|
2.
Tag: Sedrun - Sumvitg
4.30 h, aufwärts
130 m, abwärts 530 m; ca.25% Hartbelag
Sedrun 1441 m - Bugnei
(0.30 h) - Mompé Tujetsch 1390 m (0.50 h) - Segnas
1331 m (0.25 h) - Peisel - Glaretsch 1300 m (0.10 h) - Acletta1289 m (0.10
h) - Bahnhof Disentis 1130 m (0.25 h) - Punt da Brulf 1024 m (0.20 h) -
Disla 1020 m (0.15 h) - Madernal 980 m (0.30 h) - Cumpadials 962 m (0.45
h) - Staziun Sumvitg 982 m (0.10 h)
Es folgt ein genussvoller, bequemer Wanderweg der Bahnlinie entlang, abwechselnd durch Wald und landwirtschaftliches Gebiet. Gewandert: Nov.2006 |
Beim Dörfchen Mompé Tujetsch die Richtung halten; der Weg senkt sich leicht bergab und kurvt dem aussichtsreichen Wiesenhang entlang nach Segnas. Weiter Blick ins Tal und auf die Berge, die bereits weiss verschneit sind. Durch das Dorf zur Kirche hinauf (es sind zwei Routen nach "Disentis" angegeben) . Rechts von der Kirche werden in Selbstbedienung Köstlichkeiten der Region verkauft - Käse, Confitüre, Joghurt, Bündnertorte, Getränke usw. - ein tolles Angebot!
Bei der Kapelle S.Catrina über die Brücke und nach rechts, und auf Naturwegen dem Bächlein entlang, wandern wir nun abwärts nach Disentis. Nach den ersten 100 m verzweigt sich die Route.
Unsere Route folgt vom Bahnhof Disentis zum Vorderrhein hinunter dem Fahrsträsschen nach "Cavardiras", das beim Dorfausgang in Naturbelag übergeht. Vor der Brücke Punt da Brulf beginnt links ein ein bequemer Uferweg dem Fluss entlang. Hoch über dem Tal ist eine schöne Eisenbahnbrücke zu sehen. Nach zehn Minuten steigt der Weg, hier kurz geteert, zum Weiler Disla hinauf. Schöne alte Holzhäuser. Wo sich der Weg verzweigt (der Wegweiser liegt zur Zeit am Boden), beginnt ein traumhafter Wanderweg der Höhenkurve entlang. Er ist gesäumt von Erlen- und Birkenstauden und verläuft über dem breiten Flusslauf talabwärts. Speziell ist ein als Haus getarnter Bunker am Wegrand. Wo wir auf eine Naturstrasse treffen, macht die Senda Sursilvana eine Spitzkehre nach rechts und kurvt in die Talebene bei Madernal (Postautohaltestelle "Disentis Madernal", nur wenige Kurse!).
Vor der Rheinbrücke nach links, dem Ufer entlang, zum Elektrizitätswerk. Hinter dem Gebäude steigt der Weg im Uferwald kurz bergan, nun als schmaler, felsdurchsetzter, romantischer Wurzelpfad. Bei der Wegverzweigung halten wir die Richtung und folgen weiter dem Uferweg. In stetigem Auf und Ab schlängelt er sich durch ein altes Felssturzgebiet mit riesigen, moosbedeckten Felsbrocken. Einmal durch dunklen Tannenwald, einmal nah am Wasser, dann wieder am sonnigen Hang mit Blick über das Tal, mündet der schöne Weg schliesslich bei einer weiteren Brücke in das von Laus kommende Strässchen ein.
Für letzten 20 Minuten
folgen wir der Strasse. Aufwärts gehts nach Cumpadials mit
sehenswerter Kapelle und alten Holzhäusern. Weiter hangaufwärts,
die Geleise unterquerend, zur Abzweigung Staziun Sumvitg. An der
"Ustria Staziun" vorbei kurz abwärts erreichen wir die Bahnstation
Sumvitg-Cumpadials.
Das Dorf Sumvitg befindet
sich 10 Gehminuten oberhalb Staziun Sumvitg.
Hinter der Bahnstation Sumvitg-Cumpadials folgen wir dem schmalen Wiesenpfad ins Dorf Sumvitg hinauf. Dort folgen wir nicht dem Wegweiser "S.Benedetg", sondern schlendern durch das Dorf Sumvitg zur schönen Pfarrkirche. Oberhalb der Kirche teilen sich die rot/weissen Markierungen.
Wir folgen dem Kiessträsschen bis zum nahen Haus, wo ein schmaler Pfad links bergauf führt. Im anstrengenden Zickzack gehts aufwärts durch den Wald. Oben treffen wir auf ein Natursträsschen, das sanft abwärts zur Höhenterrasse oberhalb Caltgadira führt.
Durch lichten, Farn-bewachsenen Birkenwald steigen wir 100 Hm bergauf, queren den Waldhang und gelangen ins Val Sinzera, wo der Wildbach riesige Mengen von Ufergestein mitgerissen hat. Den Bach überqueren wir weiter oben auf einem Steg, wo der steile Gegenhang auf einem anstrengenden Zickzackweg überwunden wird. Beim Ruhebänklein auf 1260 m haben wir den Aufstieg hinter uns. Der Pfad weitet sich zu einem Natursträsschen, das dem teilweise rutschgefährdeten Waldhang entlang gemächlich bergab führt. Bei den ersten Häusern von Schlans folgen wir dem Teersträsschen ins Dorf hinunter.
Die Senda Sursilvana führt als schöner Saumweg zur alten Mühle (Mulin) im Taleinschnitt und steigt dort steil an. Sonnige Wiesen wechseln ab mit lichtem Laubwald und schöner Sicht auf den Piz Mundaun und Obersaxen. Kurz vor Brigels überqueren wir die Fahrstrasse erneut und gelangen direkt ins Dorfzentrum von Brigels, einem sonnigen Sommer- und Wintersportort.
Val Punteglias ob Trun |
Blick über Schlans |
lange Schatten auf Hartbelag-Strecke |
Gasthäuser und Links
4.
Tag: Brigels - Siat
5 h, aufwärts 560
m, abwärts 550 m
Route: Brigels 1287 m
- Curtginet 1102 m (0.50 h) -
Andiast 1185 m (0.35 h) - Werkplatz
(0.15 h) - Brücke (1 h) - Pigniu/Panix 1315 m (0.30 h) - Cuolms Dadens
1529 m - Darpagaus 1580 m (1 h) - Siat 1296 m (0.50 h)
Früher musste der Fahrstrasse entlang nach Andiast gewandert werden - nun gibt es eine schöne Route oben herum. Zunächst wird man dem Sessellift entlang bergauf geführt. In der ersten Kurve könnte man (unmarkiert) über die steile Wiesenspur abkürzen. Die Senda Sursilvana folgt dem markierten Strässchen, das zwischen den Liftmasten emporkurvt, verlässt es nach 5 Minuten und führt ebenaus zum Schopf, wo die Wiesenspur heraufkommt.
Ebenaus weiter dem Hang entlang und aufwärts ins Val Mulin. Als schmaler, kettengesicherter Pfad führt er ins Tobel hinein. Nach dem Bachübergang steigt er im Zickzack den steilen Waldhang hinauf. Oben queren wir auf Wiesenspuren zu einem markierten Felsen, von wo der Weg kurz zum Panoramaweg von Andiast hinab führt. Rechts befinden sich Aussichtsbänke in bester Lage, nach links geht es direkt zum Hotel-Restaurant Postigliun.
In Andiast zweigen viele Routen ab - immer gut auf die "Senda Sursilvana"-Pfeile achten! Wir durchqueren das hübsche Dorf, kommen an Post und Kapelle vorbei und folgen oberhalb der Kirche der breiten Strasse halblinks zu den letzten Häusern von Andiast. Beim Werkhof teilt sich die Route - wir folgen dem unteren Strässchen, der Höhenkurve entlang. Nun sind wir eingefädelt und wechseln auf Naturbelag. Der Feldweg führt uns ins tief eingeschnittene Val da Pigniu hinein. Im Gegenhang sieht man Pigniu, unser nächstes Ziel, am Hang thronen.
Unser Weg wird schmaler, führt im abwechslungsreichen Auf und Ab dem waldigen, feuchten Hang entlang, und steigt in einer Waldlichtung über Wiesenspuren zum Aussichtsbänklein hinauf. Der Pfad mündet dort in einen Feldweg, der uns bis zuhinterst in den Teileinschnitt führt, dem Schmuor-Bach entlang. Idyllisch gelegene Schweizer-Familie-Feuerstelle unterwegs. Nach der Brücke schlängelt sich der Weg 100 Höhenmeter den Wiesenhang hinauf und trifft oben auf die Stausee-Strasse. Ihr entlang erreichen wir eine Viertelstunde später die Gartenwirtschaft des Restaurants Alpina im Dörfchen Pigniu; Passwanderer ins Glarnerland beginnen hier mit dem Aufstieg zum berühmten Panixerpass.
Hinweis zum Beginn der Wanderung Panixerpass: Wer mit dem Postauto in Pigniu (Panix) ankommt, sollte darauf achten, dass er von der Haltestelle aus nicht geradeaus weitergeht, (der Weg führt in einen Geröllhang und über eine Weide), sondern gleich zur Hauptstrasse aufsteigt. Von hier findet sich der Weg dann leicht ("Pass Pigniu 4 h/Elm 7 h"). Beim letzten Mal verirrten sich im übrigen gleich vier Berggänger zum Stausee, von wo nur unbequeme Kuhpfade zur Alp Mer führen! Aus dem Forum-berge.glWir aber wandern weiter auf der "Senda Sursilvana", zunächst 10 Minuten der Strasse entlang talabwärts. Nach der Kapelle führt ein schmaler, etwas steiler Pfad nach links den Hang hinauf zu den Aussichtspunkten Cuolms Dadens und Cuolms Darpagaus. Grandioser Rundblick! Gemütlicher Abstieg nach Siat, unserem Etappenziel. Hübsches Dorf mit alten Holzhäusern, schöne barocke Kirche; Einkaufsladen, Busverbindung mit Ilanz (zeitweise Rufbus).
Brigels mit S.Giacun |
Traumwege bei Miglè |
Val da Pigniu |
Einkehr im Alpina, Pigniu |
Gasthäuser
Beim Dorfbrunnen von Ruschein folgen wir dem Schwenker zum oberen Fahrsträsschen, das bergauf Richtung "Ladir" führt. Im Winter ist es schwarzgeräumt, im Sommer kann hier die Sonne brennen und den Aufstieg zu einer Prüfung machen. Zum Glück gibt es 10 Minuten vor Ladir die "Casa Crusch" zum Einkehren! Aussicht auf Obersaxen mit dem Piz Mundaun auf der andern Talseite.
Unser Weg folgt dem sonnigen Hang und führt in einen ausgedehnten Wald. Drei Schluchten sind zu überqueren, alles in leichtem Auf und Ab auf bequemem Natursträsschen, mit einem Rastplatz dazwischen. Wieder aus dem Wald, gehts auf dem Teersträsschen zu den obersten Häusern der Feriensiedlung Falera und abwärts ins Dorfzentrum, an der Talstation des Sessellifts vorbei. Unten an der "Via Cantunale" drehen wir nach links, an der Postautohalteselle "Falera Posta" vorbei. Verschiedene Einkehrmöglichkeiten unterwegs (wer die berühmte Megalithanlage bei der Kirche S.Remigius am Gegenhang besichtigen möchte, macht hier einen kleinen Umweg). Die Senda Sursilvana verlässt die Hauptstrasse in der Kurve und zweigt geradeaus ab in den Planetenweg.
Bei den letzten Häusern von Falera endet der Hartbelag. Ein aussichtsreicher Höhenweg führt dem Hang entlang in den Wald. Zu unseren Füssen liegt Laax mit dem Laaxersee. Unterwegs ignorieren wir sämtliche Abstiegsmöglichkeiten nach Laax und gehen in leichtem Auf und Ab um den schattigen Hang herum ins Skigebiet von Laax. Wir unterqueren Gondelbahn und Seilbahn und sehen oben die runde Bergstation Grap Sogn Gion. Unser Weg dreht nach rechts bergab zur Gondelbahnstation Larnags mit dem und Skirestaurant "Tegia Larnags". Beliebte Einkehrmöglichkeit im Winter.
Unter dem Seilbahnkabel gehts talabwärts (Piste im Winter, der Winterwanderweg befindet sich links in der Waldlichtung). Nach 5 Minuten teilt sich der Weg - wir bleiben auf der Senda Sursilvana und erreichen bei der Seilbahn-Talstation die Postautohaltestelle Laax Murschetg. Läden, Gasthäuser und Parkplätze.
Wegweiser in Siat |
Blick von Siat bis zum Oberalppass |
Höheweg bei Falera, im Hintergrund der Flimserstein |
Webcam
Falera 1220 m
6.
Tag: Laax - Tamins
4.25 h, aufwärts
170 m, abwärts 680 m
Laax Murschetg 1094 m
- Laax Staderas 1110 m (0.15) - Conn 975 m (1.15 h) - Aussichtsplattform
- Conn (0.10 h) - Pintrun 802 m (0.40 h) - Trin Digg 827 m (0.40 h) - Tamins
Dorf 662 m (1.15 h) - Tamins Schloss 600 m (0.10 h)
Wir betreten nun den ausgedehnten Flimserwald und folgen dem Waldweg am Nordhang über dem Caumasee. Wo sich die Wege verzweigen, folgt die Senda Sursilvana nicht dem aussichtsreichen Gratweg (Bergweg), sondern dem bequemen Natursträsschen und wandern an verschiedenen Abzweigungen vorbei zum Rand der Rheinschlucht.
| Viele vergleichen die imposante Schlucht mit dem Gran Canyon. Auf der Terrasse des Restaurants Conn lohnt sich ein Halt. Unbedingt den 5-minütigen Abstecher zur neuen Aussichtsplattform wählen! Sensationeller Tiefblick in die Ruinaulta, wie die Rheinschlucht hier genannt wird! Tisch und Bänke stehen fürs Picknick zur Verfügung. |
Beim Wegweiser Pintrun zweigt rechts ein schmaler Pfad ab, bergab zur nahen Brücke über die Flem. Direkt nach der Brücke ein leicht zu übersehender Wegweiser - unsere Route, ein weiss/rot markierter Pfad, zweigt rechts ab, folgt der Waldlichtung und steigt dann bergauf durch den Wald; die Markierungen sind hier etwas dünn gesät. Oben rechts um den Hügel herum. Schöner Feldweg durch intakte Naturlandschaft, mit Blick zurück nach Flims und die Schneeberge dahinter - er wird auch als Winterwanderweg benützt, bereits sind die lila Pfosten gesetzt. Interessante Schautafeln über Tiere und Pflanzen.
Wir passieren eine alte Panzersperre; ab hier 10 Minuten Hartbelag. Eingangs Trin Digg gehts zuerst ebenaus, dann leicht bergab der Strasse entlang zum Wegweiser "Trin Digg 814 m" am grossen Dorfbrunnen mit Picknicktisch. Nebenan beim Backhaus sind im Sommer Getränke in Selbstbedienung erhältlich.
Schöner Wiesenweg am Backhaus vorbei bergab. 5 Minuten später treffen wir auf ein Teersträsschen, folgen ihm 100 m nach rechts und zweigen links ab, der Höhenkurve entlang, immer Richtung "Tamins". Es folgt eine ausserordentlich schöne Etappe, abwechselnd durch Wald und offenes Gelände, mit schönen Ausblicken ins Vorder- und Hinterrheintal und ins Safiental. Oben am sonnigen Hang thront Trin mit seiner Ruine Canaschal. Wieder im Wald, heisst es auf die Wurzeln achtzugeben; der Weg ist voller Buchenlaub. Wo der Hang steil abfällt, sind Ketten zur Sicherheit angebracht.
Nach einem Stück durch offenes Gelände nähert sich der Wanderweg der Fahrstrasse, entfernt sich aber sogleich wieder und führt parallel dazu talauswärts. Schöne Hohl- Wald- und Wiesenpfade. Bei einem kleinen Weiler gut achtgeben: Unsere Route kreuzt das Strässchen schräg und folgt dem Wiesenhang unterhalb des Strässchens. Der aussichtsreiche Pfad führt ebenaus, nähert sich wiederum der Fahrstrasse und biegt bei der Starkstromleitung rechts ab, zum Feldsträsschen hinunter. Nach links ebenaus.
Wir unterqueren die Hauptstrasse
und betreten die alte Strasse, auf der man - wenig attraktiv - in 10 Minuten
Tamins
erreicht. Hübscher Dorfkern. Heute übernachten wir gediegen in
einem alten Schloss, mit Schlosspark und Pool. Das Hotel befindet
sich am Rhein, in der Talsohle, je 10 Gehminuten zwischen Tamins Post und
Bahnstation Reichenau-Tamins.
Gewandert: Nov.2006
Gasthäuser
Hinweis: Schönes Wegstück mit Varianten. Wir sind bis zum Bahnhof Chur gewandert - allerdings war Rheinuferweg durch den Schiessplatz Rosenboden offen, was nicht immer der Fall ist.Wieder zurück im Dorfzentrum von Tamins, gehts neben dem Volg-Laden in die Gasse "am Bach" - beim Brunnen nach rechts - von der Rüefa hinauf in die Caldera-Strasse, die uns in den Wald führt. Dort finden wir den Anfang eines alten Hohlweges. Wo er sich auf der Kuppe teilt, gehts geradeaus weiter (wer den breiteren Weg halblinks erwischt, kommt zu einem Brücklein, wo es dem Bach entlang bergab in die markierte Route geht). Schöner Wald mit uralten Buchen und unzähligen Eichen - er heisst darum auch Eichwald. Spannende Schautafeln erzählen Wissenswertes über die Natur. Der Weg führt bequem dem Hang entlang. Am sonnenexponierten Waldsaum leben seltene Schmetterlinge, der gepflegte Eichenhain ist geschützt.
Gegenüber vom Emser
Stauwehr teilt sich der Weg nach einer Kurve - unsere Route zweigt links
ab, dem Waldrand entlang. Der schöne Pfad führt kurz bergauf,
wieder in den Wald, der hier ein ganz anderes Aussehen hat: Wilde Stauden
ranken sich um die Bäume, Fallholz vermodert am Boden, fast wähnt
man sich im Urwald. Als Kontrast wirkt der Blick auf das Emser Chemiewerk.
Das idyllische Wegstück endet bei einem hübschen Teich,
wo sich die Wanderer entscheiden müssen:
Wegweiser links bergauf Richtung "Felsberg, 3 km" Nach einem kurzen Aufstieg nach Zaldei 690 m, einer Weide in einer geräumigen Waldlichtung, gehts dem Hang entlang zur Forststrasse, die schliesslich durch Weinberge nach Alt Felsberg hinunter führt (Restaurants, Stadtbus Linie 1 nach Chur). Auf der Taminserstrasse marschiert man nach Neu Felsberg und weiter bis zur Rheinbrücke, wo die beiden Wegvarianten zusammentreffen. |
Provisorischer (?) Wegweiser
"Senda Sursilvana", geradeaus.
Diesem Wegweiser sind wir
gefolgt und können ihn weiter empfehlen (Naturpfade dem Rhein entlang).
Wenige Schritte nach dem Teich zweigt der Wanderweg rechts ab, bergab
durch den Wald, kreuzt ein Strässchen und führt zum Rheinufer
hinunter.
Die Autobahn auf der andern Seite ist zwar unüberhörbar, doch
der schmale Pfad ist weich und fussfreundlich, kann bei Nässe jedoch
glitschig sein. Wo Felsberg sichtbar wird, treffen wir auf einen schönen
Spielplatz mit Feuerstelle. Wir folgen dem "Wuhrweg nach Chur", dem Rhein
entlang bis zur Rheinbrücke.
Bei der Rheinbrücke
führt eine Treppe zur Uferpromenade hinunter. Der Naturpfad folgt
dem linken Rheindamm; direkt über uns befindet sich das imposante
Bergsturzgebiet. Nach dem Restaurant Calanda und dem Tennisplatz
gelangen wir zum
Eingang des Waffenplatzes Rheinsand (Betreten verboten).
Nach Überqueren der Waffenplatzbrücke gibt es je nach Angaben
auf der Infotafel wiederum zwei Varianten:
Entweder der Waffenplatzstrasse entlang durch den Rossboden und nach links zur Bushaltestelle Obere Au, oder bei geöffnetem Tor weitere 500 m flussabwärts dem rechten Ufer entlang und nach rechts zur Sportanlage Obere Au (= je 0.45 h ab Felsberg Rheinbrücke). Bus Linie 2 "Obere Au" - "Chur Bahnhofplatz". Fahrplan Churer Bus mit Stadtplan: http://www.sbcgr.ch Tipp: Reizvoll ist der Bummel durch die autofreie Altstadt von Chur - in diesem Fall mit dem Bus eine Haltestelle weiter bis "Postplatz" fahren. |
Wanderung zum Churer Bahnhof
(ab
Campingplatz Hartbelag):
Falls das Areal Rossboden
offen ist (die Infotafel befindet sich beim Eingang des Waffenplatzes),
folgen wir nach Überquerung der Brücke weiter dem Rheinufer,
nun auf der rechten Seite. An zwei geschlossenen Panzerbrücken vorbei
wandern wir auf Naturwegen rheinabwärts. Die Übungsplätze
der Armee sind verlassen; die Autobahn weit weg. Bald nimmt uns der Uferwald
auf, ein Wasserfall und attraktive Kiesbänke sind zu sehen. So gehen
wir auf dem schönen Uferweg weiter bis zum Campingplatz Au,
wo der Rhein mit einem Sandstrand überrascht.
Vor der Einmündung der Plessur in den Rhein zweigen wir nach rechts ab; der Weg zum Bahnhof ist leider nicht markiert. Bei den Restaurants des Campingplatzes und des Tennisplatzes gehen wir über das Tennisbrüggli und marschieren auf der andern Seite der Plessur (untere Plessurstrasse) bachaufwärts. Spazierweg durch ruhiges, verkehrsarmes Quartier. Nach Überquerung der Ringstrasse folgen wir nochmals 10 Minuten der unteren Plessurstrasse bis zur Segantinibrücke - die angrenzenden Geleise sind Abstellplätze des Bahnhofs.
Nun nach links durch die
Segantinistrasse
zur Rheinstrasse, 3 Minuten nach rechts, dann nach links in die
Gartenstrasse,
die direkt zum überdeckten
Postautoperron führt. Hier
entweder über die Treppe zum Perron hinauf (mit Rolltreppe zu den
Bahngeleisen) oder den Geleisen entlang zur Bahnunterführung
vom Bahnhof Chur.
Traumwege über dem Rhein |
Infotafel Rossboden |
Rheinuferweg bei Chur |
Postautoperron Bahnhof Chur |
Webcam
Chur
Individuelles Wandern
Die Senda Sursilvana kann auch als Pauschale gebucht werden: Die Hotels sind reserviert, das Gepäck wird transportiert, die Wander-Dokumentation steht bereit. Als Dokumentation empfiehlt sich der Reiseführer «Senda Sursilvana, Star der Höhenwege», der bei den Tourismusbüros für CHF 19.00 bezogen werden kann.Wanderwochen "Top of Surselva"
Der detaillierte Tourenbeschrieb GPS-Daten steht zudem auf den Homepages der Ferienregionen zum Download zur Verfügung - ein GPS-Gerät kann gemietet werden.Aus dem Prospekt:
"Der rund 100km lange Höhenweg "Senda Sursilvana" vom Oberalppass bis Chur bietet zahlreiche kulturhistorische Höhepunkte und kann in mehreren Etappen begangen werden. Hoch über dem Vorderrhein, auf der Sonnenseite der Surselva führt der Weg durch kleine Berg- und Bauerdörfer, vorbei an romantischen Weilern, historischen Bauten und eindrücklichen Aussichtspunkten. Die Senda Sursilvana zieht sowohl ungeübte wie anspruchsvolle Wanderer an.Im Preis sind inbegriffen:
• 4 Nächte im Doppelzimmer inkl. Frühstück in 3-SternhotelsAuf Wunsch können Sie für einzelne Tage oder die ganze Tour ein geladenes GPS-Gerät mieten. Weitere Informationen unter:
• Gepäcktransport (1Stk./Person)
• Wanderkarte
Während den „Top of Surselva“ Wanderwochen offerieren die beteiligten Hotels den Hotelgästen die kostenlose Teilnahme an 5 bis 6 geführte Wanderungen pro Woche. Ihr Gastgeber organisiert den Transport zum Ausgangs-punkt der Wanderung und nach der Wanderung wieder zurück ins Hotel. Die Wanderungen und Exkursionen sind saisontypisch ausgestaltet, beinhalten Klassiker wie auch Geheimtipps. Geführt werden diese durch erfahrene und ortskundige Wanderleiterinnen und Wanderleiter. Ein Programm mit detallierten Angaben zu den Touren, inkl. Wanderzeiten, Highlights ist direkt bei den beteiligten Hotels beziehbar.Fasten und Wandern auf der Senda Sursilvana
- Einzelheiten: http://www.brigels.ch/sommer/index.php