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Der Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv

 
Reussquelle am Lucendropass, Bild René Lutz
Reussquelle am Lucendropass
Wanderland-Karte mit Vierquellenweg
SchweizMobilkarte mit 4-Quellenweg

Idee des Vier-Quellen-Wegs:

Paul Dubacher's Idee, einen hochalpinen Rundweg im Gotthardmassiv zu realisieren, der zu den vier Quellen der Flüsse Rhone, Reuss, Rhein und Ticino führt. Die Gesamteröffnung fand am 5. August 2012 statt.
Unterdessen ist der Weg 2014 mit dem "Prix Rando" der Schweizer Wanderwege ausgezeichnet worden.

Die Route ist gut dokumentiert:

Paul Dubacher schreibt dazu:
"Das Ziel ist, auf gut ausgebauten Wanderwegen im Hochgebirge zu den Quellen bedeutender Flüsse gelangen, die in verschiedene Richtungen nach Italien, Deutschland und Frankreich fliessen: zum Tomasee als Quelle des Rheins; zum Lucendropass als Quelle der Reuss, welche sich später wieder mit dem Rhein vereinigt; zum Nufenenpass, der Quelle des Ticino, welcher in den Po fliesst, und schliesslich zum Rhonegletscher als Ausgangspunkt der Rhone. Diese vier Quellen können in einzelnen Tageswanderungen erreicht werden: An den Ausgangs- und Endpunkten der Wanderungen befinden sich jeweils Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Es bietet sich aber auch die Möglichkeit zu einer 5-tägigen Wanderung mit Übernachtungsgelegenheiten."

Zu den Wegzeiten und Höhendifferenzen:
Die Wegzeiten des ofiziellen Wanderführers basieren auf den Werkzeugen der digitalen Kartentechnik; je nach Karte resultieren verschiedene Höhendifferenzen und Wegzeiten. Sie stimmen teils nicht mit den Angaben auf den Wegweisern überein, die besonders im Tessin oft viel zu knapp sind. Hier unser Erlebnisbericht, gewandert August 2015:
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Erlebnisbericht - die Etappen

1. Vom Oberalppass bis zur Quelle des Rheins

4h40, auf- und abwärts je 820 m, 13km, T2 
Oberalppass 2044m - 1987m - Trutg-Nurschalas 2058m - Tomasee / Lai da Tuma 2346m (1h40) - Val Maighels 2282m, unterhalb Maighelshütte (50min) - Schlucht Piogn Crap 2279m - Abzw.Vermigelhütte (1h10) - Pass Maighels 2421m - Maighelssee 2383m - Alp Vermigel 1978m - Vermigelhütte 2042m (1h)

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen wir die Bahnstation “Oberalppass”. Nach einer Stärkung begeben wir uns zum Wegweiser am Rand des Parkplatzes. Unsere Route Nr.49 führt zunächst auf separatem Weg neben der Passstrasse leicht abwärts und dreht dann nach rechts dem Hang entlang zur Wegkreuzung Trutg-Nurschalas. Hier steigen wir hoch, dem Wegweiser „Tomasee oder Lai da Tuma“ folgend. Nach 250 Höhenmeter erreichen wir bereits den Tomasee, wobei das letzte Stück recht ruppig und teils aus den Felsen gehauen ist. Am Tomasee entspringt der Rhein, welcher bis nach Rotterdam fliesst.

Nach einem Rast folgen wir dem Wegweiser „Cna da Maighels“. Der schöne Wanderweg führt - wiederum kurz felsig, dann über einen Bach und durch Kuhweiden - hinunter ins Maighelstal. Am Gegenhang steht 50m höher die Maighelshütte (welche man in 10min erreichen könnte).

Unser Weg dreht nach rechts talaufwärts. Bald erreichen wir die Schlucht Piogn Crap, wo der Maighelsbach tosend in die Tiefe stürzt. Dem Bach entlang wandern wir längere Zeit sanft aufwärts durch das wasserreiche Hochtal, das uns an die Greina erinnert.

Bei einer Wegkreuzung (wir folgen NICHT dem Weg über den Bornengo-Pass zur Cadlimo-Hütte) zweigen wir rechts ab Richtung "Vermigel-Hütte". Oben auf dem Maighelspass gibt es zwei kleine Seelein und schöne Ruheplätze im Gras. Auf der andern Seite vom Pass kommen wir zum Maighels-See, wo gefischt, gebadet und gepicknickt wird - ein beliebtes Ausflugsziel von Andermatt her.

VermigelhütteIm Zickzack geht es abwärts durch Wiesen und Weiden. Am Gegenhang thront die Vermigelhütte. Unten bei der Alp Vermigel die Abkürzung nicht verpassen, welche durch die Wiese zur Naturstrasse führt. Auf dem Strässchen steigen wir 7min aufwärts und queren oben zur Vermigel-Hütte.

Gasthäuser und Links
Blick zurück zum
                  Oberalppass; Bild Martha, 2014
Blick zum Oberalppass
felsiges
                  Teilstück unterhalb Tomasee 
Felsen unterhalb Tomasee
Lai da Tuma, Tomasee,
                  Bild Martha, 2014 
Rheinquelle am Tomasee
Wollgras im
                  Maighelstal 
Wollgras im Maighelstal
Maighelssee beim Maighelspass
am Maighelspass

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2. Von der Vermigel-Hütte bis zum Gotthardpass

4h50, aufwärts 890 m, abwärts 840 m, 12km, T3 
Vermigel-Hütte 2042m -  Sunnsbiel - Zingelfurtflue - Steg Summermatten 2343m (1h) - Sellapass 2701m (1h20) - Piz Giübin 2776m - Baracca Posmeda 2522m (45min) - Ovi - Lago della Sella 2257m (45min) - Staudamm - Bassa della Sella 2138m - Gotthardpass 2091m (50min)

Von der Vermigelhütte wandern wir in südlicher Richtung, auf schönem Weg und immer leicht ansteigend. Bei der Zingelfurtflue gewinnen wir mit dem Zick-Zack-Weg an Höhe und wandern anschliessend auf schönem Höhenweg über die Summermatten. Unterhalb des Piz Giübins wird der Weg steil und felsig, und man muss gut auf die Markierungen achten, um den Weg über die vielen Felsplatten zu finden. Die Bergspitze umwandert man nach rechts, an einem schneeweissen Quarz-Felsbrocken vorbei und kurz abwärts über ein Schneefeld. Auf gutem Weg steigen wir hinauf bis zum Passo della Sella. Dort drehen wir nach links, der Flanke des Giübins entlang - dazwischen lohnenswerter 5-minütigen Abstecher auf den Piz Giübin 2776m. Bei einer Militärbaracke treffen die beiden Wege wieder zusammen.

Wegweiser GotthardpassAuf einer unproblematischen Krete, kurz auf Altschnee, führt uns der Weg am Passo Posmeda vorbei und abwärts zur Baracca Posmeda, Dort gibt es zwei Abstiegsvarianten zum Lago della Sella - unsere Route Nr.49 dreht nach links und folgt der aussichtsreichen Höhenkurve. Wo wir die idyllischen Ovi-Seelein erblicken, kurvt der Weg im Zickzack zwischen den Felsen hindurch und steil abwärts zum Stausee Lago della Sella. Dort überqueren wir den Staudamm und kürzen die erste Strassenkurve ab.

Die nächsten 1.5km folgen wir der Teerstrasse, bis nach einer leichten Steigung bei Bassa della Sella (wo oben eine Aussichtsplattform zu sehen ist) etwas versteckt halblinks der Wanderweg abzweigt. Parallel zur Strasse wandern wir auf dem Hang entlang Richtung Gotthardpass. An einem Seelein vorbei führt der Weg direkt zum Parkplatz des Gotthard Hospiz.

GotthardkutscheEin Besuch des Gotthard-Museums ist zu empfehlen und vielleicht haben wir Glück, dass die fünfspännige Gotthardkutsche vorbeifährt - oder unterhalb des Museums auf Gäste wartet.

Links

oberhalb
                    Vermigelhütte
oberhalb Vermigelhütte
Umwanderung
                    des Piz Giübin
Umwanderung desPit Giübin
Piz Gübin; Bild René
                    Lutz
Piz Gübin; Bedrettotal
Aussicht vom Piz Giübin 
Piz Giübin, Sicht zum Sella-See
Ospizio
                    Gottardo;
Gotthardpass


3. Vom Gotthardpass bis zur Quelle der Reuss

7h, abwärts 710 m, abwärts 820 m, 18 km, T3   (aufwärts 1'500 m, abwärts 1'650 m gemäss http://www.vier-quellen-weg.ch)
Vier-Quellen-Weg: Gotthard Hospiz 2091m - Alpe di Lucendro (1h20) - Lucendropass 2522m (1h25) - Rosso di Fuori 2126m (55min) - Bedretto-Höhenweg - Alpe di Cavanna 2015m (50min) - Cassina di Sterli 1987m (40min) - Alpe di Pesciora 1920m (20min) - 2050m - Alpe di Ruino 1953m - Piansecco-Hütte 1984m (1h30)

Wegweiser am Passo
            di Lucendro

Der Start zum Vier-Quellen-Weg auf dem Gotthard folgt der alten gepflästerten Strasse dem See entlang. Nach einer Engstelle zweigt der Wanderweg halbrechts ab; er führt abwärts zur Strasse und links durch die Unterführung. Nun sind wir eingefädelt und können uns für eine Stunde auf der Naturstrasse einwandern; nach Überquerung der Reuss kurvt das Strässchen aufwärts zum Lucendro-Stausee, dem wir in seiner ganzen Länge folgen.

Bei der Alpe Lucendro beginnt ein Bergweg zum den Lucendropass. Zunächst gehts über Weiden saft aufwärts, dann wird der Weg steiler und felsiger, der Flanke des Pizzo della Valletta entlang führend. Die Markierungen sind eher spärlich vorhanden, bei Nebelwetter könnte man sich in den Felsplatten leicht verlaufen.

Im obersten Teil sieht man unten plötzlich einen breiten Weg und könnte meinen, man sei falsch, was aber nicht der Fall ist. Auf unserer Route kommen wir direkt zum idyllischen Seelein, wo sich der Stein mit der Reussquelle befindet. Zehn Minuten später sind wir auf dem Lucendropass. Die Aussicht ins Bedrettotal und zur Cristallina ist atemberaubend.

Für eine Viertelstunde queren wir den Südhang der Fibbia. Für den Abstieg wurde ein neuer, direkter Weg gebaut; er führt steil abwärts zur Alp Rosso di Fuori, er in den Bedretto-Höhenweg einmündet.

Wegweiser
              Capanna PianseccoCapanna Piansecco; Bild Martha, 2014Nach Überquerung des Cavanna-Bachs kurvt das Natursträsschen abwärts (Abstiegsmöglichkeit nach Villa); umfangreiche Lawinenschutzbauten wurden in letzter Zeit vorgenommen. Der bequeme Weg folgt weiter dem Hang, stets in leichtem Auf und Ab. Beim Wegweiser Cassina dei Sterli.können wir unseren Wasservorrat auffühllen. Die Zeitangaben zur Hütte sind zu knapp - wahrscheinlich stammen sie aus der Zeit vor der Umleitung.

Nach der Alpe di Pesciora wird der Weg wilder und schmaler. Wir umwandern ein Tobel mit mehreren Wasserfällen; eine erste Bachüberquerung erfolgt auf einem Kabel-gesicherten Steg; andere werden auf Felsblöcken übersprungen. Wegen eines Bergsturzes windet sich der Pfad steil aufwärts bis über die Abrissstelle und auf der andern Seite wieder hinunter.zur Alpe di Ruino.

Es folgt ein wunderschönes Hochmoor mit kleinen Tümpeln, Heidegebüsch und knorrigen Lärchen. Eine Baracke ist aber nicht unsere Hütte. Nach einem letzten Aufstieg erreichen wir schliesslich die Piansecco-Hütte.


Links
Lago
                  di Lucendro
Lago di Lucendro
Plattenweg zum Lucendropass
Plattenweg zum Lucendropass
Abstieg
                  ins Bedrettotal
Abstieg ins Bedrettotal
Bedretto-Höhenweg
Bedretto-Höhenweg
Ri di
                Ronco nach Alpe di Pesciora
Tobel nach A.Pesciora
Alpe di
                  Ruino; Nähe Capanna Piansecco, Bild Martha
Alpe di Ruino

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4. Von der Piansecco-Hütte bis zur Quelle des Ticino

6h40, aufwärts 770 m, abwärts 1390 m, 19 km, T2
Piansecco-Hütte 1984m - Alpe di Manio 2115m (50min) - Ciurei di Mezzo 2035m - Alpe di Cruina Foppe 2040m (1h) - Ticino-Quelle (30min) - Nufenenpass 2446m (1h05) - Abzw.Griesspass 2303m (20min) - Ladstafel 1925m (1h) - Agenetal - Hosand - Feuerstelle 1670 (30min) - Hängebrücke 1592m - Loch 1356m (1h) - Obergesteln 1351m (25min)

Ab Piansecco-Hütte schöner Höhenpfad durch Moorlandschaft mit einzelnen Lärchen zum Wegweiser Ciurei di Mezzo. Im abwechslungsreichen Auf und Ab wandern wir über Alpweiden, immer mit Blick ins Bedrettotal, und steigen ab zur Kuhalp Ciurei di Mezzo (die Posthaltestelle "Cruina" befindet sich nebenan). Wir unterqueren die Nufenen-Passstrasse und drehen (überraschend) nach links. Beim Brücklein überqueren wir den Ticino-Bach und steigen auf zum Wegweiser Alpe Cruina Foppe (Trinkbrunnen). Nun sind wir eingefädelt und können den Aufstieg zum Nufenenpass beginnen.

Zunächst verläuft der Weg durch Kuhweiden, dann dem jungen Ticino entlang. Nach einer halben Stunde unterhalb eines Wasserfalls befinden wir uns im Quellbereich des Ticino. Der Weg wird steiler, schwarze Felsblöcke stehen am Weg, die Passstrasse ist weit entfernt. Über Motto Vallés erreichen wir den Nufenenpass. Den Pfeil "Passo della Novena 15min" ignorieren wir - es sei denn, wir wollen uns im Hospiz verpflegen (Rückkehr auf gleichem Weg). Bei der Passhöhe halten wir also die Richtung; bald senkt sich der Weg steil abwärts zur Strassenkurve mit der Postautohaltestelle "Abzw.Griespass"

Dort holen wir links aus und folgen der Naturstrasse Richtung Griespass. Nach 800m zweigt unsere Route rechts ab und trifft unten im Hang auf die Via Sbrinz und den Alpenpässeweg. Weiter abwärts Richtung "Ulrichen", die Passstrasse rechts versetzt kreuzend, bis zur Haltestelle "Ladstafel". Eine schöne alte Brücke wird gequert, und nun verläuft unser Wanderweg zwischen Erlengebüsch dem Ägene-Bach entlang talabwärts. Wo wir bei Hosand die Strasse streifen, verlassen wir sie sogleich wieder und folgen dem Uferweg. Weiter unten kommen wir an einer Feuerstelle vorbei.

Beim nächsten Brücklein wechseln wir das Ufer und queren die Seite nochmals über die Hängebrücke; der Bach rauscht unten durch eine wilde Schlucht. Weiter durch das Ägenetal, wobei wir die Fahrstrasse nochmals queren. Im Bachbett liegt noch meterhoch Altschnee und Geäst, dies stammt wahrscheinlich von einer Lawine her. Ein letztes Mal wird die Strasse gequert, auf einem Saumweg gehts abwärts zum Weiler Loch. Nach "Ulrichen" sind 15min. angegeben. Unsere Route dreht nach rechts, an schönen alten Stadeln und einer Kapelle vorbei. Auf dem "Waldweg" erreichen wir Obergesteln.

Gasthäuser

Links

Weg kurz nach der Pianseccohütte; Foto Martha
kurz nach der Piansecco-Hütte
Alpe di
                  Cruina, Bild Martha
Alpe di Cruina
Nufenenpass; Bild Martha, 2014
Nufenenpass
Abstieg vom Nufenenpass ins Goms; Bild Martha,
                  2014
Abstieg vom Nufenenpass
Brücke bei
                  Ladstafel, Bild Martha, 2014
Ladstafel

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5. Von Oberwald bis zur Quelle der Rhone

6 h, aufwärts 1200 m, abwärts 280 m, 16 km, T2 
Obergesteln 1351m - Oberwald 1368m (50min) - St. Niklaus - Bärfel 1569m (40min) - Gletsch 1757m (1h20) - Busstation Muttbach 2046m (1h05) - Station Muttbach-Belvédère 2118m (15min) - Furkapass 2429m (1h) - Hotel Belvedère 2271m (50min)


Eingangs Oberwald bei der Rottenbrücke (wie Rhone im Wallis heisst) gehen wir bachaufwärts durch das schöne Auengebiet nach St.Niklaus, an der Kapelle vorbei. Bei der Verzweigung Bärfel queren wir rechts über das Brücklein zum Sonnenhang. Durch Heidelbeerbüsche und hochmoorartige Wiesen mit schöner Flora wandern wir hangaufwärts, parallel zur jungen Rhone. Nach einem Felskopf brauchen wir etwas Tittsicherheit; steile Felstritte, gesichert mit fixen Seilen, führen näher zur Rotte. Im steilen Uferhang folgen wir im wechselnden Auf und Ab dem schmalen Pfad. Neben dem Tunnel der Dampfbahn gehts im Zickzack kurz steil bergauf zur Strasse, der wir über die Brücke folgen.

Nach der Brücke führt der Weg über ein paar hohe Felstritte und folgt dann der Hanglinie. Reichhaltige Vegetation! Kurz vor der Brücke bei Gletsch erreichen wir wieder die Passstrasse. Hotels, kostenpflichtiger Picknickplatz, Tourist-Info, Haltestelle der Furka-Bergstrecke. Hier treffen die beiden Pässe Grimsel und Furka zusammen, entsprechend gross ist an Wochenenden der Ausflugsverkehr. Uns stört das nicht gross, am Dorfausgang, nach dem Überqueren der Rotte, zweigt unser Wanderweg links ab (hier beginnt auch ein Naturpfad zum Wasserfall; die ganze Talebene von Gletsch ist im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgeführt).

Unsere Route Richtung "Furkapass" verläuft als Hangweg zwischen Geleise und Strasse, von der aber kaum etwas zu hören ist. Schöner Pfad ohne grosses Gefälle durch blumenreiche Gebirgslandschaft. Deutlich sind die nackten Felsen zu erkenne, die vor Jahrzehnten vom Rhonegletscher bedeckt waren. Einst konnte unten in der Ebene von Gletsch das Gletschertor besichtigt werden.

Wegweiser am FurkapassSchliesslich treffen wir auf die Passstrasse, der wir die fünf Minuten bis zur Postautohaltestelle Muttbach folgen (wer müde ist, kann mit dem Postauto hins Belvédère hinauffahren). Der Wanderweg macht einen Umweg via Furkapass. Wir folgen dem Bahngeleise bis zur Bahnstation Muttbach-Belvédère (von wo die Dampfbahn den obersten Teil des Furkapasses im Tunnel unterfährt). Für uns heisst es jetzt aufsteigen; im Zickzack führt der gut angelegte Weg zum Furkapass hinauf (Einkehrmöglichkeit).

Neben dem Walliser-Wappen aus Stein beginnt der aussichtsreiche Wanderweg nach links Richtung Belvédère. Parallel zur Passstrasse wandern wir rund eine Stunde, bis wir den Blick auf den Rhonegletscher geniessen können. Durch die schöne Felslandschaft führt der Weg zum Hotel Belvédère mit der glechnamigen Postauto-Haltestelle hinunter.

Besichtigung der Eisgrotte
Es lohnt sich, das Geld für die Besichtigung auszugeben, besonders für jene, welche die leichte Variante gewählt haben, da das Kioskgebäude die Sicht auf den Gletscher versperrt. Man geht also durch den Kiosk und steht staunend vor der riesigen Eismasse. Ein kurzer Zickzackweg führt zur Eisgrotte hinunter, wo man 100 m in den Gletscher hinein spazieren kann. Leider schmilzt der Gletscher immer mehr zurück - der Steg zum Eingang muss wöchentlich verstellt werden!

Neu gebildeter Gletschersee mit Eisbergen
Infolge des starken Gletscherrückgangs und der Klimaerwärmung hat sich am Gletscherende ein See gebildet, der in den nächsten Jahren beträchtliche Formen annehmen und mit kleineren und grösseren Eisbergen bestückt sein wird. Ein Naturspektakel!

Gasthäuser und Links
junge
                  Rhone im Aufstieg nach Gletsch
Rotten - die junge Rhone
Aufstieg Oberwald
                  - Gletsch, Foto Martha, 2014
Aufstieg Oberwald - Gletsch
Hochebene von
                  Gletsch, Bild Martha
Hochebene von Gletsch
Gletsch; links oben
                  der Rhonegletscher. Bild Martha, 2014
Felsen unter dem Rhonegletscher
Rhonegletscher am Furkapass, Bild Martha, 2014
Rhonegletscher


Wer noch nicht genug hat: Zurück nach Andermatt

Umgekehrte Wegbeschreibungen:

Rückmeldungen:

René L., Aug.2014

Pazzolastock; Bild René Lutz"Im offiziellen Buch zum 4-Quellenweg wird am 1. Wandertag die Variante vom Oberalppass über den Pazolastock zur Badushütte - Tomasee und dann auf der Originalroute weiter zur Vermigelhütte als sportlichere Variante beschrieben. Wir haben uns deshalb für diese Variante entschieden. Es wäre vielleicht eine Info wert, dass diese Variante aufgrund der traumhaften Aussicht auf dem Pazolastock unbedingt empfehlenswert ist; auch von der Etappenlänge her bestehen da keinerlei Probleme; wie Du unserem Höhenprofil entnehmen kannst, hatten wir für diesen Tag lediglich 4Std 32min Marschzeit.

Im Allgemeinen haben wir festgestellt, dass die offiziellen Zeitangaben für den 4-Quellenweg uuuunglaublich grosszügig angegeben sind. Auch die Höhenmeterangaben stimmen bei den offiziellen Tourangaben zu grossen Teilen leider nicht. So wird beispielsweise für den 3.Tag vom Gotthardpass über den Lucendropass zur Piansecco-Hütte 7Std 15min angegeben. Ganz schön gestaunt haben wir allerdings, als wir nach knapp 4Std 30min Marschzeit an diesem Tag bereits um 12.30Uhr vor der Piansecco-Hütte standen. Wir sind dann noch weiter gewandert bis zur Capanna Corno Gries und sind danach dem 4-Quellenweg nicht mehr gefolgt, sondern von der Corno Gries über den Pass di Giacomi und die Bocchetta di Val Maggia zur Basodino-Hütte gewandert."
Agnes W., Juli 2015
"René ist wahrscheinlich ein sehr schneller Läufer... Uns ist es gerade umgekehrt ergangen, und wir sind Wanderer, welche die Wegzeiten auf den Wegweisern normalerweise gut schaffen. Die Zeiten im offiziellen Führer konnten wir zwar gut einhalten, hingegen stimmten sie mit den Wegweisern oft nicht überein. So zeigte der Wegweiser bei der Vermigelhütte 4h25 bis zum Gotthardpass, der Führer jedoch 5h15 (was wir brauchten). Insbesondere im Tessin sind die Zeiten auf den Wegweisern zu knapp angegeben (z.B. Alpe di Cavanna bis Pianseccohütte 1h45 statt 2h30)."

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