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204
Wandertage Schwierigkeit Webcam Cap.Cristallina
Eingesandt von:
8
T2
Webcam Capanna Cristallina
Ruedi Flueler

Tourenwoche Valle Maggia - Val Bavona - Val Bedretto

  • Die Etappen:

Wanderlandkarte
Karte SchweizMobilPlus

"Wieder einmal das Tessin geniessen! Als „Aufwärmstrecke“ wandern wir im Maggia-Tal durch schattige Kastanienwälder, links und rechts sind alte Trockenmauern, wo sich die Eidechsen an der Sonne wärmen. Anschliessend bestaunen wir das abgeschiedene, jedoch sehr romantische Val Bavona und zum Schluss steigen wir ins Bedretto-Tal hinunter. Ruedi Flueler - September 2015".
Herzlichen Dank!

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Anreise: mit SBB nach Locarno, ab Bahnhofplatz mit Bus "Valle Maggia" bis Maggia Centro    (Fahrplan)
 

1. Tag: 2 ½ h  -  aufwärts 100m, abwärts 50m  -  T1
Route: Maggia - Lodano - Someo, mit Bus nach Bignasco

Bei der Busstation Maggia Centro rechts die Strasse rund 200m hochwandern, nächste Strasse erneut rechts halten und wir stehen bereits inmitten des schönen, mit Steinhäusern geprägtem Tessinerdorf Maggia. Gerade richtig zur Mittagszeit kommen wir an, es gibt hier zwei schöne Restaurants mit Gartenwirtschaft.

Wohlgestärkt wandern wir durch das rustikale Dorf, halten bei der kleinen Kirche links und folgen den Wanderzeichen. Nach rund 500m sehen wir bereits die grosse Treppe, welche zur eigentlichen Kirche vom Dorf Maggia hinaufführt. Der Wanderweg führt links an der Kirche vorbei, das Maggiatal hinein. Nach weiteren 500m erreichen wir die Autostrasse des Maggiatals. Hier dem Wegweiser folgend, die Unterführung benützen, wandern wir durch lichten Wald und Auen nach Lodano.

Hier folgen wir erneut den Wegweisern in Richtung "Someo". Rund 4km führt unser Weg teils durch Wald, teils entlang von Rebbergen, hinunter zur Maggia und dann überqueren wir auf einer guten Seilbrücke das breite und steinige Flussbett der Maggia.
Wir erreichen Someo, wo wir in den Bus nach Bignasco steigen.
In Bignasco Posta steigen wir aus und 100m von der Haltestelle entfernt befindet sich unsere Unterkunft.

Es lohnt sich das Dorf Bignasco mit der grossen Kirche, der schönen Stein-Bogen- Brücken und die idyllischen Häuser näher anzusehen.

Kirche in
                  Maggia
Kirche in Maggia
Steinpflästerungen in Maggia
Steinpflaster in Maggia
Trockenmauern
Trockenmauer im Rebberg
Hängebrücke
                  vor Someo
Hängebrücke über die Maggia
Brücke
                  in Bignasco
Brücke in Bignasco


Information über das Val Bavona und Val Calnègia:
Die majestätische, herbe Landschaft des Val Bavona und des Val Calnègia ist von gewaltigen Naturkräften und Katastrophen geprägt: langsames Fliessen der Gletscher, Erosion, Erdrutsche, Ueberschwemmungen und Lawinen. Der Rückgang der Gletscher hatte zur Folge, dass loses Material von den steilen Wänden zu Tal stürzte und ausgedehnte Steinwüsten bildete. Es ist dem Mensch trotzdem gelungen der Natur eine bescheidene Existenzgrundlage abzuringen. Von den Weilern der Talsohle bis zu den entlegensten Alpweiden findet man Ueberreste dieser Zeit: alte Urbarmachungen, Mauern, Treppen und viele landwirtschaftliche Gebäude, alles mit Trockenmauern hergestellt. So wurden die hohlen Räume zwischen den Felsen erweitert und als bescheidene Behausungen, Unterstände für das Vieh, kühle Keller, Lagerräume für Heu, Holz und Streu eingerichtet. Wir finden aber auch Felskonstruktionen (Splüi genannt) für Backofen, Dörrhaus für Kastanien, Schmiede etc. Dieses Tal wollen wir in den nächsten zwei Tagen besuchen, durchlaufen und bewundern.


2. Tag: 4h  -  aufwärts 500m, abwärts 500m  -  T2
Route: Mit Postauto nach Foroglio 684m  – Val Calnègia – Pundit 890m – 
Splüia Bèla 970m - Gerra 1045m – und auf gleichem Weg zurück nach Bignasco 443m

Um 08.15h besteigen wir (nur mit Tagesrucksack ausgerüstet) das Postauto (Haltestelle gleich vis-à-vis des Hotels) von Bignasco nach Foroglio.
Wir bestaunen den imposanten, 100m hohen Wasserfall, welcher sich vom Val Carnègia ins Val Bavona hinabstürzt. Wir durchqueren das Dorf Foroglio, steigen neben dem Wasserfall auf breitem, gesicherten und sehr gut unterhaltenem Wanderweg durch den Wald hoch, in 40 Minuten ins Val Calnègia.

Oben am Wasserfall erwartet uns bereits die wunderschöne Bogen-Steinbrücke Pundit . Auf der gleichen Seite des tosenden Baches wandern wir nochmals 500m ins Tal hinein, erreichen dann die „Splüia Bèla“, die wohl bekannteste und grösste Balmhütte des Tessins (eine Felsplatte von über dreissig Metern Länge schützte  Senn und Vieh und bot auch Unterkunft).

Auf gleichem Weg wandern wir zurück zur Steinbrücke Pundit. Nach dem Überqueren und Bestaunen dieses alten Kunstwerkes wandern wir gemächlich dem Fluss entlang, die uns bekannten Markierungen zeigen uns den Weg. Wir erreichen nach rund 1,5 km eine Holzbrücke, überqueren den Bach und sehen vor uns die Maiensäss Gerra. Auch hier können wir die heute unbewohnten Häuser, Felsen, Ställe und Keller anschauen. Und wer noch nicht genug hat, unternimmt den Weg zur Besichtigung eines weiteren Weilers Calnègia 1108m (1,5km ab Gerra).
Auf gleichem Weg gehen wir zurück, verlassen das unbewohnte, steinreiche Tal, steigen hinunter neben dem Wasserfall und warten im nahegelegenen Restaurant (keine Uebernachtungsmöglichkeit) in Foroglio auf den Bus zurück nach Bignasco.

Wasserfall bei Foroglio
Wasserfall Foroglio
Foroglio
Foroglio
Pundit
Pundit
Spüja Bèla
Spüja Bèla
Gerra
Gerra

 


     

3. Tag: 5 ½ h – aufwärts 600m, abwärts 100   -  T 1
Route: Bignasco 443m – das Val Bavona hinauf nach Fontana 600m – Sabbione 649m – Foroglio 684m – Sonlerto 808m – San Carlo 960m

Beim Hotel in Bignasco gehen wir links (nicht über die Brücke) und erreichen schon nach wenigen Metern den typischen Tessiner-Wanderweg, mit vielen Kastanienbäumen, Steinen, sprudelnden Bächen, rauschenden Wasserfällen. Überall Wegzeichen und die uns bekannten, gelben Wandertafeln. Wir können uns heute wirklich nicht verlieren oder falsch laufen.
Wie oben beschrieben, durchwandern wir die kleinen Weiler Fontana, Sabbione, Foroglio und Sonlert. An allen interessanten Häusern und Ställen sind Informationstafeln angebracht. Auf dem Wegweiser in Bignasco nach Foroglio ist eine Zeit von 1 ½ Stunden angeschrieben. Für diese Wegstrecke mit den verschiedenen Besichtigungen, welche alle direkt am Weg sind, benötigten wir rund 3 Stunden! Mittagszeit im Restaurant in Foroglio, dann nochmals rund 1 Stunde bis nach Sonlert, ein wunderschönes, idyllisches Dorf, welches sich lohnt, anzusehen. (In Sonlerto hat es ein Grotto, der Ort ist sehr schön für eine Erfrischung. Übernachtung ist nicht empfehlenswert!)
Also wandern wir nochmals eine Stunde gemütlich weiter bis nach San Carlo.

Fiume
                  Calnègia
Fiume Calnègia
Fontana
Fontana
Kastanien
Kastanien
Sabbione
Sabbione
alte
                  Haustüre
alte Haustüre aus Kastanienholz


 

4. Tag: 4h  -  aufwärts 900m, abwärts 50m  - T 2
Route: San Carlo 960m – Campo 1388m – Cap.Basodino 1856m

Gleich neben unserer Unterkunft in San Carlo zeigt uns der Wegweiser hinauf zur Cap. Basodino. Auf gutem Wanderweg geht es hinauf, immer hinauf, anfangs durch lichten Wald, dann über Weiden, vorbei an dem Dörfchen Campo und weiter hinauf bis zur Basodinohütte - alles dies mit herrlichem Blick zurück ins Val Bavona.

Zusatzvariante:
Oben in Robiei kann man die vielen Stauseen umrunden und besichtigen oder aber auch den „Gletscherpfad Basodino-Gletscher“ begehen. 600m hoch und wieder hinunter, rund 5-6 Stunden muss man einplanen, und ACHTUNG, bei warmen Temperaturen können gegen Mittag und nachmittags etliche Bäche (ohne Brücken) Hochwasser führen! (Gletscherschwund)

Steinhaus im
                  Val Bavona
Steinhaus im Val Bavona
Blick ins Val
                  Bavone von der Seilbahn
Blick ins Val Bavona
Capanna
                  Basodina
Capanna Basodino

5.    



5. Tag: 4h  - aufwärts 750m, abwärts 0  -  T2
Route: Cap. Basodino 1856m – Lago Bianco 2077m  -  Lago Sfundau 2392m  -  Cap. Cristallina 2568m

Wir können gleich neben der Hütte (beim Brunnen) den Wanderweg hinauf zur Werkstrasse in Richtung Lago Bianco 2077m unter die Füsse nehmen, oder dann bei der Hütte über den Bach gehen und dem Wegweiser folgen, hinauf zur Alp Lièlp 2003m. Beide Wege führen zum Lago Bianco 2077m. Beim Lago Bianco angekommen, nach einer grossen Felswand sind die gelben Wegweiser angebracht. Nun geht es rechts hinauf, rund 300m Höhendifferenz, auf gut angezeichnetem Weg über hohe Stufen, über glatte Steinbrocken, im zick-zack, bis wir dann wieder der Höhenkurve entlang wandern können. Wir erreichen den Punkt 2465m, wo wir vor uns den Lago Sfundau 2392m sehen, und nach einigen Metern am Horizont die Cap. Cristallina. Wir wandern leicht steigend über dem See, auf gutem Weg, obwohl es einige wenige abschüssige, jedoch gesicherte Stellen hat, der Hütte Cap. Cristallina 2568m entgegen. (Achtung: auf alten Karten (vor 2007) ist noch der alte Standort der Hütte eingezeichnet. Der heutige Standort ist direkt auf dem Passo di Cristallina)

oberhalb Basodinahütte
oberhalb Basodinahütte
Wegzeichen im
                  Tessin
Wegmarkierung im Tessin
Capannaa Cristallin
Capanna Cristallina

6



6. Tag: 5 ½ h  –  aufwärts 50m, abwärts 1000m  -  T 2
Route: Cap. Cristallina 2568m – Alpe di Cristallina 1800m –
Stabiello Grande 1819m - P. 1678m – Schiavu  1459m - Ronco 1487m

Wir verlassen die Cap. Cristallina in Richtung Nord/Ost, das Val Torta hinunter. Auf gut bezeichnetem Weg überqueren wir eine Geröllhalde, alles in Richtung Alpe di Cristallina. (Achtung: der frühere Weg bei Punkt 2436m über „Bassa di Folcra“ und hinunter ins „Val Cassinello“ nach „Folcra di Mezza“ ist nicht mehr bezeichnet und wird auch nicht mehr unterhalten). Aus diesem Grund wandern wir weiter hinunter über herrliche Alpwiesen bis zur Alpe di Cristallina.

Hier folgen wir links der Landwirtschaftsstrasse, nach 150m halten wir bei einer Abzweigung erneut links, leicht steigend und nach 100m erreichen wir einen Wegweiser vor „Stabiello Grande“. (siehe auch unten: Variante).  Wir folgen dem Wegweiser Bedretto (nicht Ronco) rechts hinunter über Weiden, durch lichten Wald, immer leicht absteigend zum Punkt 1678m. Wir überqueren diesen Wanderweg, laufen in gleicher Richtung und immer leicht absteigend, dem Hang entlang weiter (total rund 2km) bis wir bei Schiavu auf den Wanderweg Strada Bassa treffen. Wir folgen dem Wegweiser auf der Strada Bassa, wo wir nach 35 Minuten unser Ziel Ronco erreichen.

Variante:
Beim Wegweiser Stabiello Grande 1819m zweigen wir NICHT rechts ab, sondern wandern auf der Landwirtschaftsstrasse weiter bis zu den Alphütten. In gleicher Richtung auf dem Wanderweg weiter nach Folcra di Mezzo 1921m, weiter in gleicher Richtung auf einer Landwirtschaftsstrasse nach Alpe di Valleggia 1751m. Nach 150m zeigt uns der Wegweiser in Richtung Ronco. Nun geht es jedoch im zickzack steil den Wald hinunter, irgendwie müssen wir ja den Höhenunterschied von 1751m auf 1487m unter die Füsse nehmen!

Unten überqueren wir die Autostrasse sowie auch den Fluss „Ticino“. Bis zu unserem Tagesziel sind es auf der Strasse noch rund 300m.

Alpe
                  Cristallina
Alpe di Cristallina
Wegweiser Capanna Cristallina
Wegweiser Alpe di Cristallina
Ri del
                  Folcra, Aug 2013
Ri del Folcra
Ronco im
                  Bedrettotal, Aug 2013
Ronco im Bedrettotal
Stella
                  Alpina in Ronco, Aug 2013
Stella Alpina

7. Tag: 5h  -  aufwärts 900m, abwärts 50m  -  T2
Route: Ronco 1487m – All’Acqua 1614m –
Alla Baita 1624m - Punkt 1914m – San Giacomo 2254m – Cap. Corno-Gries CAS 2338m

Beim Hotel Stella Alpina in Ronco wandern wir rechts auf der Autostrasse. Nach 150m kommt der Wanderweg rechts hinauf, wir wandern oberhalb des Steinbruches zu den Hütten „Gallinoso“, bleiben immer auf dem Wanderweg in Richtung All’Acqua. Hier hat es ein gut besuchtes Restaurant an der Nufenenpass-Strasse (mit Uebernachtungs-Möglichkeiten).

Wir überqueren die Autostrasse bei All’Acqua, überqueren auf einer Brücke den „Ticino“, steigen hoch zum Bauernhof „Alla Baita“ und halten kurz, nur rund 150m, links. Wir stossen auf den gelben Wegweiser Richtung San Giacomo. Auf gutem Weg steigen wir in grossen Kurven hinauf, durch lichten Wald, über Alpwiesen und erreichen bei einer Alphütte den Punkt 1914m. Wir folgen dem guten und bezeichnetem Wanderweg (unterqueren zwei ehemalige Militärseilbahnen) und erreichen über Alpwiesen San Giacomo. Hier befinden sich einige Gebäude von der ehemaligen Grenzwacht, sowie eine kleine Kapelle.

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Westen nach Cap. Corno-Gries. Auf einem guten Weg, hoch über der Nufenenpass-Strasse, praktisch auf der Höhenkurve, erreichen wir nach 4km (rund 1 Stunde) die modernisierte, aber auch optisch interessante Hütte Capanna Corno-Gries CAS.

Nebel und Regen bei der Alp Cristallina
Nebel und Regen
Moorlandschaft
Moorlandschaft bei S.Giacomo
Corno-Grieshütte
Capanna Corno Gries

8. 


8. Tag: 1h – aufwärts 0, abwärts 300m  -  T2
Capanna Corno-Gries SAC 2338m - Cruina 2002m
Von der Cap. Corno-Gries CAS auf Bergwegen praktisch unter der Transportseilbahn hinunter zur Nufenenpass-Strasse bis zur Postauto-Haltestelle Cruina.

Oder

3h  -  aufwärts 100m, abwärts 750m  - T2
Capanna Corno-Gries SAC 2338m - All’Acqua 1614m
Von der Cap. Corno-Gries CAS 2338m praktisch unter der Transportseilbahn hinunter zur Nufenenpass-Strasse. Auf der linken Seite die Autostrasse, auf der rechten Seite der Ticino wandern wir rund 1 km über Wiesen das Bedretto-Tal hinunter. Auf dem Wanderweg überqueren wir auf einer Brücke den „Ticino“, steigen auf dem markierten Weg über Alpwiesen hoch, wo wir dann an einer sicheren Stelle auf einer Holzbrücke ein Bachtobel überqueren. Weiter geht es wieder hinunter, durch den Wald und über Alpwiesen bis wir All’Acqua 1614m und die Bushaltestelle erreichen (Restaurant gleich gegenüber).

Zusatzvariante Strada Bassa
Alla Acqua 1614m - Ossasco 1313m (
2 ½) - Airolo (1 ½)
Wir können aber auch noch weiter in Richtung Airolo wandern. Auf dem sehr schönen Weg „Strada bassa“, den wir vor zwei Tagen schon einmal teilweise kennen gelernt haben, können wir ab All‘ Acqua in rund 2 ½ Stunden bis Ossasco (Bushaltestelle) weiterwandern. Und wer Lust hat, sogar bis Airolo (Bahnstation), zusätzlich weitere 1 ½ Stunden.

Links:


Info


Dokumentation

Hüttenwandern im Tessin - weitere Routen



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