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In zwei Wochen von Müstair nach Vals

Eine Trekkingroute von Christian B., der seine Erfahrungen in der Website-http://www.wanderzeit.ch-aufgezeichnet hat, zusammen mit Kartenausschnitten, GPS-Daten und Bildern. Herzlichen Dank!
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  Quelle: http://www.wanderzeit.ch
1. Müstair - Cruschetta - S-charl
2. S-charl - Tarasp - Ardez
3. Ardez - Chamanna Marangun
4. Chamanna Marangun - Berggasthaus Vereina
5. Berggasthaus Vereina - Klosters
6. Klosters - Casannapass - Strassberg
7. Strassberg - Sapün - Arosa
8. Arosa - Hörnlihütte - Valbella
9. Valbella - Lenzerheide - Muldain - Thusis
10. Thusis - Heinzenberg - Safien - Turrahus
11. Turrahus - Tomülpass - Vals
Infos


Satellitenkarte mit Webcams Digitale Karte mit Zoom

Anreise: Bahn nach Zernez im Engadin, Postauto über den Ofenpass nach Müstair. (Fahrplan)


1. Tag: 6 h, aufwärts 1087 m, abwärts 509 m
Route: Müstair 1247 m - Alp Praviert 2128 m- Cruschetta 2296 m - S-charl 1810 m

Die erste Etappe führt von Müstair durch das Val d'Avigna über Italienisches Gebiet. Der Weg ist gut markiert und einfach. Ein Guter Auftakt für unser Vorhaben. Das Mittagessen kochten wir auf meinem Benzinkocher bei der verlassenen Hütte der Alp Praviert. Der Übergang über die Cruschetta war genauso wie der Weg zuvor: ein schöner Spaziergang. Müde kamen wir am Abend in S-Charl an. Wir entschieden uns im Hotel Crusch Alba zu übernachten. Die Zimmer sind zwar nicht ganz billig, dafür sehr klein.

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2. Tag: 7 h, aufwärts 591 m., abwärts 963 m
Route: S-charl 1810 m - Plan da Funtanas - Avrona 1460 m - Fontana-Tarasp 1402 m - Aschera 1350 m - Ardez 1464 m

Nach einem gemütlichen Spaziergang durch das Val S-Charl entschlossen wir uns, auf der rechten Talseite des Inn-Tales in Richtung Westen zu laufen.
Wir verliessen die Strasse bei Plan da Furtanas und wanderten über Avrona nach Tarasp, wo wir uns am See einen feinen Eintopf kochten. Am Nachmittag entschieden wir uns, weiter auf der rechten Talseite das Tal hinauf zu wandern. Leider ist der Weg teilweise schlecht markiert und zudem geht es an gewissen Stellen steil bergauf. Zudem begann es gegen Abend noch zu regnen, so dass wir froh waren, als wir in Ardez ankamen. Das neu umgebaute Hotel Muntanella wird von einem sehr sympathischen Ehepaar geführt.

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3. Tag: 4 h, aufwärts 627 m, abwärts 85 m
Route: Ardez 1464 m -  Charnadüras - A.d'Immez 1853 m - Chamanna Marangun 2025 m
Am Morgen des dritten Tages folgten wir ab Ardez zuerst dem Unterengadiner Panoramaweg bis oberhalb Lavin. Beim Maiensäss Charnadüras kochten wir uns etwas zu Mittag und folgten anschliessend dem Alpweg durch das Val Lavinoux bis zur Chamanna Marangun. Die SAC-Hütte bietet Platz für 12 Personen, jedoch ohne jeglichen Komfort. Wir waren jedoch alleine in der Hütte und genossen die gemütliche Atmosphäre.

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4. Tag, 6 h, aufwärts 701 m, abwärts 770 m - T3
Route: Chamanna Marangun 2025 m - Forcla Zadrell 2753 m - Berggasthaus Vereina 1943 m

Der vierte Tag sollte uns zum ersten mal an die Grenzen unserer Möglichkeiten bringen. Der Aufstieg begann bei mässiger Bewölkung sehr steil. Auf den ersten paar Höhenmetern war der Weg noch einigermassen gut markiert. Je höher wir kamen, desto schlechter wurde jedoch das Wetter und der Weg. Die letzten paar Meter mussten wir auf allen vieren über ein mit Schnee bedecktes Geröllfeld überwinden. Im dichten Nebel erreichten wir die Forcla Zadrell.

Nach der Passhöhe kochten wir uns eine Suppe, um uns etwas aufzuwärmen. Der Abstieg führte zuerst über ein Stück Gletscherfirn, anschliessend über einen gut markierten Wanderweg talauswärts bis zum Berggasthaus Vereina. Müde und erschöpft kamen wir im Berggasthaus an und genossen die freundliche Bewirtung bei einem gemütlichen Jass.

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5. Tag, 3 h, aufwärts 75 m, abwärts 803 m
Berggasthaus Vereina 1943 m -  Stutzalp 1838 m - Klosters 1179 m

Nach den Strapazen über die Forcla Zadrell und aufgrund der Tatsache, dass Martins Bein immer noch schmerzte, entschlossen wir uns den fünften Tag etwas ruhiger anzugehen.
Wir liefen das Vereinatal auswärts bis Klosters. Kurz nach dem Mittag kamen wir in Klosters an. Zuerst mussten wir mal etwa zum Mittagessen haben. Anschliessend hatte sich der Ärger gelegt und wir konnten uns am Nachmittag ins Sprudelbad legen und etwas entspannen. Die Nacht verbrachten wir in der Jugendherberge.

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6. Tag, 6 h, aufwärts 982 m, abwärts 287 m
Route: Klosters 1179 m - Serneuser Schwendi 1660 m - Casannapass 2233 m - Durannapass 2117 m - Strassberg 1919 m

Nach der gemütlichen Etappe vom Vortag nahmen wir uns am sechsten Tag wieder etwas mehr vor. Wir liefen zuerst in Richtung Serneuser Schwendi und von dort zum Casannapass. Kurz unter dem Casannapass kochten wir uns etwas zu Essen. Vom Casannapass wanderten wir talauswärts bis nach Strassberg.
Im Berggasthaus Strassberg wurden wir vorzüglich bewirtet. Müde, aber zufrieden schliefen wir im Massenlager ein.

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7. Tag, 7 h, auwärts 591 m, abwärts 750 m
Strassberg 1919 m - Stutz 1700 m - Firstwald - Sapün 1831 m - Medergen 2000 m - Arosa 1734 m

Bei der Planung der nächsten Etappe entschlossen wir uns, obwohl der Weg zwischen Strassberg und Sapün gesperrt war, auf der linken Talseite Richtung Sapün zu laufen. Die Alternative wäre gewesen, nach Langwies zu laufen. Da uns die Wirtin sagte, ein Jäger hätte im Vorjahr eine Gemse durch das Gebiet getragen, dachten wir, dass wir das ja auch schaffen würden.

Der Weg war schwierig bis zu dem Punkt, wo eine Rüfe etwa zehn Meter weggerissen hatte. Die Strecke ist nicht ohne Grund gesperrt. Die erwähnte Rüfe ist sehr schwierig zu überwinden und meines Erachtens gefährlich. Ich würde nicht mehr dort durchwandern. Wir mussten zuerst unsere Rucksäcke in die Rüfe fallenlassen anschliessend runterklettern und auf der anderen Seite wieder rauf, wobei man mit jedem Schritt im Hang abrutschte. Eine kritische Situation...

Anschliessend mussten wir noch einen steilen Aufstieg hinter uns bringen. Ziemlich erschöpft und froh darüber, dass wir die Sache überstanden hatten genossen wir das Mittagessen im Berggasthaus Heimeli in Sapün. Am Nachmittag liefen wir dem Schanfigger Höhenweg in Richtung Medergen und am Abend kamen wir zufrieden in Arosa an. Wir quartierten uns in der Jugenherberge ein.

Den nächsten Tag nutzten wir als Ruhetag zum Ausspannen. Es war dann auch der einzige Tag auf unserer Reise, an dem es wirklich regnete.

Anmerkung Wandersite: Als Varianten bieten sich an:


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8. Tag, 6 h, aufwärts 850 m, abwärts 991 m
Route: Arosa 1734 m - Hörnlihütte 2513 m - Urdenfürggli 2546 m - Valbella / Lenzerheide 1547 m

Nach unserem Ruhetag waren wir wieder gestärkt und das Bein von Martin war auch wieder in Ordnung. Wir wanderten den gemütlichen Weg von Arosa bis zur Hörnlihütte und von dort zum Urdenfürggli. Unter dem Parpaner Weisshorn genossen wir unsere Quick-Lunch. Der Abstieg vom Urdenfürggli bis nach Valbella war steil und unsere Knie waren richtig weich, als wir in der Jugenherberge ankamen.

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9. Tag, 5 h, aufwärts 91 m, abwärts 948 m
Route: Valbella 1547 m - Lenzerheide 1473 m - Obervaz/Lain - Muldain 1200 m - Sils 683 m - Thusis 697 m

Die neunte Etappe führte uns zuerst über die Lenzerheide bis nach Lain und Muldain. Anschliessend wanderten wir den "Alten Schyn" hinaus. Dort kochten wir uns auch die Teigwaren und die Tomatensauce, die ich schon seit Anfang unserer Reise mit mir rumgetragen hatte. Von Sils aus liefen wir bis nach Thusis wo wir bei den Eltern von Martin übernachten konnten.

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10. Tag, 8 h, aufwärts 1543 m, abwärts 524 m
Route: Thusis 697 m - Urmein -  Tschappina 1397 m - Berggasthaus Beverin 1848 m - Safien Platz - Turrahus 1694 m

Da wir den Vorabend noch spürten, wählten wir zuerst den Weg durch die Nolla im Schatten bis nach Urmein. Als wir dann in die Sonne kamen waren die Kopfschmerzen weg und wir kamen richtig in Fahrt. Wir wanderten bis oberhalb Tschappina, wo wir im Wald unser Mittagessen kochten. Gestärkt liefen wir bis zum Berggasthaus Beverin. Dort konnten wir noch den Rest unseres Nachbrandes löschen. Der Abstieg ins Safiental war sehr steil und ist bei Regen nicht zu empfehlen. Von Safien Platz folgten wir der Strasse bis ins Turrahus.

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11. Tag, 4 h, aufwärts 463 m, abwärts 967 m
Route: Turrahus 1694 m - Tomülpass 2412 m - Vals 1250 m

Die letzte Etappe nahmen wir erst gegen Mittag in Angriff. Wir verpflegten uns mit einem Sandwich im Turrahus und liefen anschliessend in Rekordtempo über den Tomülpass. In Vals angekommen, genossen wir das Bad in der Felsentherme.

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Rückreise: Postauto Vals - Ilanz, Bahn ab Ilanz (Fahrplan). 


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PS: Wer diesen Trek gewandert ist und seine Erfahrungen weitergeben möchte, melde sich bitte bei: info@wandersite.ch.
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